Titelaufnahme

Titel
Das neue Integrationsgesetz. Eine kritische Beleuchtung des neuen Integrationsgesetzes im Lichte des herrschenden Integrationsdiskurses
Weitere Titel
The new integration law. A critical view on the new integration law in light of the dominant integration discourse
AutorInnenPetz, Barbara
GutachterAli-Pahlavani, Zohreh
Erschienen2018
Datum der AbgabeMärz 2018
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Integration Integrationsgesetz verpflichtende Integration Integrationsdiskurs
Schlagwörter (EN)integration integration law obligated integration integration discourse
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Am 01.01.2018 trat das neue Integrationsgesetz in Kraft. Es ist die bisher letzte integrationspolitische Maßnahme, die sich in eine kurze Geschichte der politischen Auseinandersetzung mit Integration einreiht. Verschloss die österreichische Politik lange die Augen vor der Notwendigkeit sich mit dem Thema zu beschäftigen, wurde im Jahr 2011 mit der Gründung eines eigenen Staatssekretariats für Integration dem Thema die nötige Aufmerksamkeit geschenkt.

Einbetten lässt sich die politische Auseinandersetzung in einem Integrationsdiskurs, der Integration vor allem als Bringschuld der Neuzugewanderten sieht und Integration als „Integration durch Leistung“ bzw. „kulturelle Integration“ definiert. Letzteres bezieht sich auf die Vorstellung einer Dichotomie zwischen der Mehrheitsgesellschaft und MigrantInnen und Geflüchteten aus vornehmlich muslimischen Ländern. Die Integration dieser heterogenen Gruppe von Menschen wird vor allem aus einer Problemperspektive diskutiert.

Dies zeigt sich auch im neuen Integrationsgesetz, mit welchem sich im Zuge dieser Arbeit näher beschäftigt wird. Die hier beschriebenen Maßnahmen beinhalten unter anderem verpflichtende Sprach- und Wertekurse, die Möglichkeit einer Sanktionierung bei Nicht-Teilnahme sowie ein Anti-Vermummungsgesetz, welches das Tragen der Burka, als integrationshinderliches Kleidungsstück verbieten soll.

Zusammenfassung (Englisch)

On January the first 2018 the new integrations law became applicable in Austria. It is so far the last action in the field of integration, within a short history of integration policy in this country. For decades time politicians ignored the importance of the topic and then in 2011 the State Secretariat for Integration was implemented.

The integration policy in Austria can be embedded in an integration discourse, which defines integration primarly as migrants obligation to provide. Integration is seen as „integration through performance“ and a cultural integration. The second term highlights the differences between the host country and the migrants and refugees especially from muslim countries. It is a problem oriented perspective that dominates the discourse about the integration of this heterogenous group.

This can also be recognized in the new integration law, which is the main topic of this thesis. The political actions consist of actions like obligated language and value courses and sanctions for failure of these courses. Furthermore a new law prohibits muslims from wearing the burqa.