Bibliographic Metadata

Title
Asylverhandlungen am Bundesverwaltungsgericht am Beispiel von FGM betroffenen Frauen aus Somalia und deren Töchter
Additional Titles
Asylum negotiations at the Federal Administrative Court illustrated by the example of FGM affected Somali women and their daughters
AuthorLado, Monika
Thesis advisorDahlvik, Julia ; Sedlacko, Michal
Published2018
Date of SubmissionJune 2018
LanguageGerman
Document typeBachelor Thesis
Keywords (DE)Asyl / Asylantrag / AsylwerberIn / Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl / Bundesverwaltungsgericht / Fluchtgrund / Infibulation
Keywords (EN)Asylum / Application for asylum / Asylum seeker / Federal Office for Immigration and Asylum / Federal Administrative Court / Reason for flight / Infibulation
Restriction-Information
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Classification
Abstract (German)

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der aktuellen Sicherheitslage in Somalia und der damit verbundenen Flucht vieler Menschen nach Österreich. Der Fokus hierbei liegt auf einem bestimmten Fluchtgrund aus Somalia, welche die Infibulation ist.

Durch die gegenständliche Arbeit soll die Frage, „Inwieweit beeinflusst eine bereits vollzogene oder eventuell bevorstehende Infibulation die Entscheidung der zuständigen Richterinnen am Bundesverwaltungsgericht im Asylverfahren?“, beantwortet werden. Diese Arbeit soll aufzeigen, ob und wie der Fluchtgrund der weiblichen Genitalverstümmelung die Entscheidungen der Richterinnen im Asylverfahren beeinflusst.

Zu Beginn wird die Motivation für das Verfassen der vorliegenden Arbeit erläutert. Danach wird im ersten Teil die Problemstellung aufgezeigt und die Forschungsfrage gestellt. Dies ist die Frage danach, inwieweit der behandelte Fluchtgrund der weiblichen Genitalverstümmelung die Entscheidung bezüglich Asylgewährung beeinflusst. Weiters wird ein Überblick über die Grundlagen von Asyl und dem Asylverfahren in Österreich gegeben. Danach werden das Land Somalia und der ausgewählte Fluchtgrund näher erläutert. Die Anzahl der AsylwerberInnen aus Somalia ist in den letzten Jahren enorm gestiegen und damit auch die geschlechtsspezifischen Verfolgungsgründe, wie etwa die weibliche Genitalverstümmelung.

Im Forschungsstand werden das Ausmaß und die Folgen von FGM, die Rolle der DolmetscherInnen und der Weg zur Entscheidung aus Sicht der RichterInnen dargestellt.

Im empirischen Teil der Arbeit werden die Ergebnisse der Beobachtungen und Expertinneninterviews beschrieben. Durch das gewonnene Datenmaterial kann die Forschungsfrage einschließlich der Unterfragen bezüglich der Gefahr der Infibulation im Herkunftsland und der Rolle der Dolmetscherinnen im Asylverfahren beantwortet werden.

Abstract (English)

The present work deals with the current security situation in Somalia and the associated flight of many people to Austria. The focus here is on a specific reason for leaving Somalia, which is infibulation.

The objective of this thesis is to answer the question "To what extent does an already completed or possibly imminent infibulation affect the decision of the competent judges at the Federal Administrative Court in the asylum procedure?". This work shows if and how the reason for the flight of female genital mutilation influences the decisions of the judges in the asylum procedure.

After introducing the motivation for this thesis, the current problem is presented and the research question is stated. The question elaborates the extent to which the treated escape reason of female genital mutilation influences the decision to grant asylum. Furthermore, an overview of the basics of asylum and the asylum procedure in Austria is given. Then the country Somalia and the selected reason for flight are explained in more detail. The number of asylum seekers from Somalia has risen enormously in recent years and with it the gender-specific persecution grounds, such as female genital mutilation.

The state of research sets out the extent and consequences of FGM, the role of interpreters and the path to decision from the point of view of judges.

The empirical part of the thesis describes the results of the observations and expert interviews. The data collected will answer the research question, including the sub-questions regarding the risk of infibulation in the country of origin and the role of interpreters in the asylum procedure.