Bibliographic Metadata

Title
Die Rolle der professionellen Pflege : in der Transplantationsmedizin
Additional Titles
The roll of the professional caregivers in the donation medicine
AuthorTrapp, Katharina
Thesis advisorHojdelewicz, Bettina
Published2018
Date of SubmissionJune 2018
LanguageGerman
Document typeBachelor Thesis
Keywords (DE)Hirntod / Organspende / Beziehung / Erleben
Keywords (EN)Brain death / organ donation / relationship / experience
Restriction-Information
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Classification
Abstract (German)

Zusammenfassung: Die Transplantationsmedizin ist eine Errungenschaft des zwanzigsten Jahrhunderts, die das Leben eines Menschen qualitativ verbessern oder sogar retten kann. Or-gane von Hirntoten werden im Rahmen der Explantation entnommen und in den Körper von Organempfängerinnen und Organempfängern transplantiert. Ob einem Hirntoten Organe ent-nommen werden dürfen, entscheidet jede/jeder österreichische Mitbürger/Mitbürgerin zu Leb-zeiten selbst mittels des Widerspruchsregisters des Landes Österreich. Ist das nicht der Fall, entscheiden Angehörige über die Organspende. Für die Angehörigen sind der Aufenthalt auf der Intensivstation und der Kontakt zu ihrem hirntoten Familienmitglied eine besonders trauma-tisierende Situation, in deren Bewältigung die professionell Pflegenden aktiv eingreifen können. Dabei ist die Pflege und Betreuung von potentiellen Organspenderinnen und Organspendern für die professionell Pflegenden selbst eine belastende Ausnahmesituation. Die interpersonalen Aspekte nach Joyce Travelbee zeigen, wie wichtig die Beziehung zwischen Patientinnen und Patienten und deren Familienmitgliedern ist und wie die Beziehungsgestaltung gelingen kann.

Ziel: Es wurde versucht, das Empfinden von Patientinnen und Patienten, Angehörigen und den professionellen Pflegepersonen im Organspendeprozess zu ergründen, um eine Beziehungs-gestaltung zu ermöglichen.

Ergebnisse: Nach dem Transplantationsskandal (2012) in Deutschland litt auch das Vertrauen der Österreicherinnen und Österreicher in die Transplantationsmedizin. Das Empfinden von Angehörigen und Familienmitgliedern auf der Intensivstation wird als besonders traumatisch beschrieben. Es wird als eine Zeit des Hoffens und Bangens bezeichnet, die als emotionale Ausnamesituation empfunden wird. Die Ambivalenz, in der der Hirntod auftritt, macht diesen für die Angehörigen schwer begreifbar. Professionell Pflegende empfinden die Betreuung von trau-erden Angehörigen im Organspendeprozess als besonders wichtig und erleben in ihren Aufga-ben ebenfalls eine Ambivalenz in ihrer Rolle und in ihren Kompetenzen. Im gesamten Organspendeprozess haben professionell Pflegende eine besondere Beziehung zu Patientinnen und Patienten und den Angehörigen, potentiellen Organspenderinnen und Organspendern. Sie werden zu Verbündeten, Ratgeberinnen/Ratgebern und nehmen eine Schlüsselstelle ein, durch die Hilfe, Trost und Unterstützung erfahren wird.

Abstract (English)

Background: Transplant surgery is an invention of the 20 th century that changes life in its quality and saves it respectively. Organs of Brain-dead are explanted and implanted into bodies of organ recipients. If organs are going to be transplanted after brain-death is decided during lifetime in Austria by refusal registration in a national system. If this hasen`t been decided during lifetime, relatives are consulted. For relatives this scenario including the intensive ward itself, the contact to their brain-dead relative is emotionally very challenging. Stuff is necessary for coping this stressing situation, but on the other hand they also have to nurse the brain-dead patient. Caring for the grieving relatives and nursing the potential organ donor is a specially challenging situation. The interpersonal aspects of J.T show how important the relation between patients and their family are and how this is archieved successfully

Aim: We aimed to investigate the emotion and field of tension between patients, relatives and stuff within the process of organtransplantation.

Results: The organtranplant scandal in 2014 in Germany influenced the trust into transplant surgery and public opinion in Austria negatively.The visit of intensive care units is reported to feel stressful and emotionally challenging for family members of brain-dead patients. For relatives feelings like hope and trepidation are commen, and interpreted as exceptional situation. The ambivalence in which brain-death occurs makes is hard to understand for relatives. Also for the members of stuff caring for relatives and nursing the brain-dead patient is an overwhelming situation also undergoing ambivalence regarding. In the whole process of organ transplantation stuff develops an unique relation to their brain-dead patients and their family members and in-teract as adviser and comforter in this extraordinary situation.