Bibliographic Metadata

Title
Europäischer Hilfsfond für die am stärksten benachteiligten Personen in Österreich
Additional Titles
Fund for European Aid to the Most Deprived in Austria
AuthorLeuthner, Jürgen
Thesis advisorGrossmann, Elisabeth ; Mayer, Stefanie
Published2018
Date of SubmissionJune 2018
LanguageGerman
Document typeBachelor Thesis
Keywords (DE)Armut / Bedarfsorientierte Mindestsicherung / Europäischer Hilfsfonds / Europäischer Sozialfonds / Europäische Struktur- und Investitionsfonds / Herausforderung / mindestsicherungsbeziehende Haushalte / Schulstartpaket / Verwaltungsaufwand
Keywords (EN)poverty / Demand-oriented minimum income protection / European aid fund / European Social Fund / European Structural and Investment Funds / Challenge / minimum income households / School Start Package / administrative expenses
Restriction-Information
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Classification
Abstract (German)

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit dem Europäischen Hilfsfonds für die am stärksten benachteiligten Personen (FEAD). Es wird untersucht, ob die Verteilung der Sachgüter (Schulstartpakete) eine geeignete Maßnahme für den anspruchsberechtigten Personenkreis (mindestsicherungsbeziehende Haushalte mit schulpflichtigen Kindern) darstellt und wie der dahinterliegende Verwaltungsaufwand seitens der Behörden bewertet wird.

Durch die gegenständliche Arbeit werden die folgenden zwei Forschungsfragen beantwortet:

1. „Ist die Verteilung der Sachgüter (Schulstartpaket) eine geeignete Maßnahme für die anspruchsberechtigten Personen und wie wird diese von den SchülerInnen angenommen?“

2. „Wie wird der Verwaltungsaufwand in Bezug auf die Verteilung der Schulstartpakete von den Behörden (Prüf-, Verwaltung- & Bescheinigungsbehörde) gesehen bzw. bewertet?“

Zu Beginn dieser Arbeit wird der europäische Struktur- und Investitionsfonds (ESI-Fonds) und der europäische Sozialfonds (ESF), der ein Bestandteil des ESI Fonds ist, beschrieben. Im Anschluss daran wird der Europäische Hilfsfonds für die am stärksten benachteiligten Personen (FEAD), welcher den ESF ergänzt, aus Sicht der Europäischen Kommission dargestellt und die verschiedenen Möglichkeiten zur Umsetzung der obengenannten Maßnahme in den EU-Ländern beschrieben.

Im empirischen Teil der vorliegenden Arbeit werden die Daten der qualitativen und quantitativen Forschung analysiert und beschrieben.

Die Forschungsfrage 1 wird durch eine quantitative Analyse der jährlichen Durchführungsberichte, der Ex-ante Evaluierungen und der Feedbackbögen des Sozialministeriums zur Verteilung der „Schulstartpakete“ beantwortet. Aufgrund dieser Analyse ist die Maßnahme als geeignet zu bewerten und die BezieherInnen stufen diese als äußerst hilfreich ein.

Die Forschungsfrage 2 wird mittels qualitativer Inhaltsanalyse von vier Expertinnen-Interviews aus den betreffenden Behörden beantwortet. Der Verwaltungsaufwand wurde von allen Expertinnen als sehr hoch bzw. komplex bewertet, wenngleich die Rechtmäßigkeit der Maßnahme unter Verweis auf die direkte Unterstützung für die betroffenen den anspruchsberechtigten Personenkreis unterstrichen wurde.

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass trotz dem großen Verwaltungsaufwand, die Maßnahme „Schulstartpakete“ eine geeignete Maßnahme ist und diese von den bezugsberechtigten Personen sehr gut angenommen wird.

Abstract (English)

The present paper deals with the Fund for European Aid to the Most Deprived (FEAD). It examines if the distribution of materials (school starter parcels) represents a suitable measure for the eligible persons (guaranteed minimum income households with children in mandatory school age). Furthermore, this paper examines how the underlying administrative effort of aforementioned measure is assessed by the authorities.

The following two research questions will be answered in the present paper:

1. “Is the distribution of materials (school starter parcels) a suitable measure for the eligible persons and how is it accepted by the pupils?”

2. “How do the respective authorities (audit, administration, certification) assess the administrative effort concerning the distribution of school starter parcels?”

At the beginning of this paper, the author will protray the European Structural and Investment Funds (ESIF) as well as the European Social Fund (ESF) which is part of the ESIF. Subsequently, the Fund for European Aid to the Most Deprived (FEAD), which complements the ESF, will be described from the European Commission’s perspective, alongside with possibilities of implementation of aforementioned measure in EU member countries.

In the empirical part of the present paper the author will analyse and interpret the data provided by the qualitative and quantitative research.

Research question 1 will be answered with a quantitative analysis of the annual execution reports, the ex-ante evaluations and the feedback forms of the Austrian Federal Ministry of Labour, Social Affairs, Health and Consumer Protection concerning the school starter parcels. Based on this analysis, the measure is to be assessed as suitable and the recipients consider it extremely helpful.

Research question 2 will be answered with a qualitative content analysis of four interviews with experts from the respective authorities. The experts regard the administrative effort as very high and/or rather complex. Although they also highlighted the legitimacy of the measure in regard to the direct support of the affected families.

In summary, it can therefore be stated that despite the high administrative effort, the measure “school starter parcels” poses as a suitable measure and is accepted well among the eligible persons.