Bibliographic Metadata

Title
Tiergestützte Therapie für Menschen mit Demenz im : Alten- und Pflegeheim
Additional Titles
Animal assisted therapy for people with dementia in nursing home
AuthorHöfinger, Gloria
Thesis advisorMayer, Monika
Published2017
Date of SubmissionJuly 2017
LanguageGerman
Document typeBachelor Thesis
Keywords (DE)Tiertherapie / Demenz
Keywords (EN)animal assisted therapy AND dementia
Restriction-Information
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Classification
Abstract (German)

Hintergrund: Schon seit Jahrtausenden besteht zwischen Menschen und Tiere eine Beziehung, die weit über die Zweckmäßigkeit hinausführt. Für viele Menschen sind Tiere mehr als Nutztiere und genau diese Mensch-Tier-Beziehung weckte in den 80er-Jahren das Interesse der Wissenschaft. Der therapeutische Einsatz von Tieren stand im Fokus der Pflegeforschung. Speziell bei demenziell Erkrankten im Alten- und Pflegeheim steht diese Therapie einen verhältnismäßig neuen Ansatz dar. Ein Problem bei Demenz ist häufig die zusätzliche Multimorbidität und die daraus resultierende Polypharmazie. Aus diesem Grund besteht der Bedarf eines nicht pharmakologischen Behandlungsansatzes. Angestrebt wird durch diese Therapie, diverse Erkrankungssymptome, Angstzustände und Depressionen bei Menschen mit Demenz positiv zu beeinflussen und die Lebensqualität zu steigern.

Ziel: Ziel dieser systematischen Literaturübersicht ist es zu überprüfen, inwiefern die tiergestützte Therapie bei Menschen mit Demenz sich positiv auf die Lebensqualität auswirkt wie auch das herausfordernde Verhalten reduzieren kann. Um detaillierte Resultate zu erhalten, wurden in den Datenbanken CINAL, Medline via PubMed und Academic Search Elite nach relevanten Studien gesucht. Nach Berücksichtigung der Ein- und Ausschlusskri-terien wurden sechs Studien zur Beantwortung der Thematik herangezogen.

Ergebnisse: Die Ergebnisse der Studien zeigen sowohl signifikante Veränderungen in der Lebensqualität als auch Verbesserungen bei depressiven Verstimmungen. Zusätzlich konnten durchgehend bei fast allen Studien positive Veränderungen beim Mini Mental Test (MMSE) dokumentiert werden. Zwei Studien registrierten unterschiedliche Ergebnisse in Abhängigkeit vom Schweregrad der Demenz. Bessere Resultate wurden bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern mit einer schweren Demenz festgestellt. Einige Studien verzeichneten ebenfalls eine Reduktion von herausforderndem Verhalten.

Schlussfolgerung: Aus den bewerteten Studien ist geht hervor, dass sich die tiergestützte Therapie positiv auf diverse Symptome der Demenz und ihre Begleiterscheinungen auswirkt. Sie stellt somit eine ernsthafte Ergänzungsbehandlung zur medikamentösen Therapie der Demenz dar. Um die gewonnenen Ergebnisse jedoch generalisierbarer und über-tragbarer zu machen, bedarf es in Anbetracht der aktuellen Studienlage zusätzlicher stan-dardisierter Studien mit größerer Studienpopulation. Zusätzliche Forschung ist auch in Bezug auf den Langzeiteffekt der positiven Ergebnisse erforderlich.

Abstract (English)

Background: For thousands of years, there has been a relationship between humans and animals, which goes far beyond the usefulness. For many people animals are more than farm animals, and precisely this human-animal relationship aroused the interest of science in the 80s. The therapeutic use of animals was the focus of nursing research. This therapy is a comparatively new approach, particularly for patients with dementia in elderly and nursing homes. The problem with dementia is often the additional multimorbidity and the resulting polypharmacy. For this reason, there is a requirement for a non-pharmacological treatment approach. The therapy aims to positively influence various symptoms, anxiety and depression in people with dementia and to increase the quality of life.

Objective: The objective of this systematic literature review is to examine the positive effects of animal-assisted therapy in people with dementia on the quality of life as well as the challenging behavior. In order to obtain detailed results, the databases CINAL, Medline via PubMed and Academic Search Elite were searched for relevant studies. After considering the inclusion and exclusion criteria, six studies were used to answer the question.

Results: The results of the studies show both significant changes in the quality of life as well as improvements in depressive moods. In addition, positive changes in the Mini Mental Test (MMSE) were documented throughout almost all studies. Two studies recorded different results depending on the severity of dementia. Better results were found among participants with severe dementia. Some studies also showed a reduction in challenging behavior.

Conclusion: The evaluated studies show that animal-assisted therapy has a positive effect on various symptoms of dementia and its accompanying symptoms. It therefore represents a serious supplementary treatment in addition to the drug therapy of dementia. However, in order to make the results more generalized and transferable, additional stan-dardized studies with a larger study population are needed, given the current study situation. Additional research is also required with regard to the long-term effect of the positive results.