Bibliographic Metadata

Title
Pflege im Nationalsozialismus - Einblicke in die Ausbildung und in das Berufsfeld einer Krankenschwester
Additional Titles
Nursing Care in the Period of National Socialism - Insight into the Education and the Professional Field of a Nurse
AuthorRabenseifner, Denise
Thesis advisorKraßnig, Martin
Published2017
Date of SubmissionJuly 2017
LanguageGerman
Document typeBachelor Thesis
Keywords (DE)Nationalsozialismus / Krankenpflegeausbildung / Krankenschwestern / Gesetz zur Ordnung der Krankenpflege / Schwesternverbände
Keywords (EN)National Socialism / Nursing Education / Nurses / Act on the Order of Nursing / Sisters Associations
Restriction-Information
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Classification
Abstract (German)

Hintergrund: Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Krankenpflegeausbildung im Nationalsozialismus, inklusive deren Auswirkung auf das Privatleben der Krankenpflegeschülerinnen. Weiteres beschäftigt sie sich mit dem Berufsbild einer NS-Schwester, ihren Aufgaben bzw. Tätigkeitsbereichen und beschreibt anhand des Beispiels Lazarett, wie die Pflege in einer solchen Anstalt ausgesehen hat.

Ziele: Das Ziel der Arbeit ist die Darstellung der Ausbildung in Bezug auf Lehrinhalte, Regelungen und Praxis. Des Weiteren soll auf die Aufgaben und die Einsatzgebiete einer Schwester näher eingegangen werden. Neben der beruflichen Laufbahn einer Krankenpflegeschülerin wird unteranderem auch das Thema Freizeitmöglichkeiten behandelt.

Erkenntnis: Hierbei wurden die Erkenntnisse erlangt, dass die Ausbildung im Vergleich zur der heutigen um einiges kürzer war und etwa 200 Stunden theoretischen Unterricht umfasste. Im Anschluss an den theoretischen Teil folgte eine einjährige praktische Ausbildung an diversen Stationen. Nach der Ausbildung waren die angehenden Schwestern auch an Regelungen gebunden, denn sie mussten einem nationalsozialistischen Schwesterntyp entsprechen und wurden als Kriegskrankenschwestern, Gemeindeschwestern und Narkoseschwestern eingesetzt.

Schlussfolgerung: Aus diesen Erkenntnissen lässt sich schlussfolgern, dass sich eine Krankenpflegeschülerin in kurzer Zeit eine große Menge an Wissen aneignen musste. Auch im praktischen Teil der Ausbildung wurden die Schülerinnen gefordert, denn sie arbeiteten meist 50 Stunden pro Woche, und mussten viele Tätigkeiten selbstständig meistern. Dies änderte sich auch nach der Ausbildung allerdings nicht besonders, denn die fertig ausgebildeten Krankenschwestern mussten ebenfalls viel und lange arbeiten. Aufgrund dessen lässt sich erschließen, dass für Privatleben, sowie für Familiengründung und Heirat, kaum bis gar keine Zeit übrigblieb.

Abstract (English)

Background: This thesis deals with the education of nursing students in the time of the German National Socialism, including the impact on the private life of the students. It also deals with the professional field of a nurse, and describes the nurses’ tasks and operational areas based on their typical work in military hospitals.

Goals: The goal of this thesis is the illustration of the education in context of teaching, regulations and practice. Furthermore, it aims to describe the nurses’ tasks and their typical field of activity. At the same time, it should illustrate the nurses´ leisure activities.

Findings: It was found that in comparison to today´s programs the education was a lot shorter and involved about 200 hours of theoretical classes. In addition to the theoretical classes a one year hands-on training on a variety of stations was mandatory. After the apprenticeship, the prospective nurses were bonded on regulations, as they had to conform to a Nazi stereotype and were used as war nurses, community nurses and narcotic nurses.

Conclusion: It can be concluded that a nurse student had to acquire a lot of knowledge in a short period of time. A lot was demanded from the students, also in practice, as they often had to work 50 hours a week, often autonomously. This didn’t change after the end of the education, as the trained nurses had to work a lot and long as well. Based on this it can be concluded, that there wasn’t a lot of time for a private life, as well as for starting a family and marriage.