Bibliographic Metadata

Title
MPMCTA - Der Einsatz der multiphasischen postmortalen CT-Angiographie infolge letaler Traumata
Additional Titles
MPMCTA - The use of multiphase postmortem CT angiography after lethal trauma
AuthorStröhle, Simon
Thesis advisorWeinberger, Ulrike
Published2018
Date of SubmissionJanuary 2018
LanguageGerman
Document typeBachelor Thesis
Keywords (DE)PMCTA / MPMCTA / Forensik / Radiologie / Radiologietechnologie / Gerichtsmedizin / Traumata / Verletzungen / postmortal / CT / Angiographie / Virtangio
Keywords (EN)PMCTA / MPMCTA / forensic / radiology / radiography / legal medicine / trauma / injuries / postmortem / CT / angiography / Virtangio
Restriction-Information
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Classification
Abstract (German)

Das Ziel dieser Literaturarbeit ist es, die Nützlichkeit und den aktuellen Stellenwert der multiphasischen postmortalen CT-Angiographie (MPMCTA) in Fällen letaler Traumata zu eruieren. Konkret werden die Vor- und Nachteile, sowie die Sensitivität des Verfahrens gegenüber dem gerichtsmedizinischen Goldstandard der konventionellen Autopsie in diesen Fällen aufgezeigt. Weiters soll festgestellt werden, ob und inwieweit die Autopsie durch die MPMCTA ergänzt, beziehungsweise ersetzt werden kann. Um dieses Ziel zu erreichen wurden Studien aus den letzten fünf Jahren, die verschiedene Aspekte des Verfahrens infolge letaler Traumata beschreiben, zur Hilfe genommen. Recherchiert wurde mittels wissenschaftlicher Portale wie Science Direct und PubMed.

Diverse Studien zeigen klare Vorteile des Verfahrens gegenüber der konventionellen Autopsie, wie die höhere Sensitivität und exakte Lokalisation von Blutungsquellen im Körper und Diagnosestellungen in traumatischen Todesfällen, die durch die Autopsie schwer oder gar nicht möglich gewesen wären(Chevallier et al. 2013; Palmiere et al. 2012; Heller et al. 2017; Mokrane et al. 2014; Savall et al. 2015). Weiters bietet die minimale Invasivität der MPMCTA die Möglichkeit, kulturelle und religiöse Konflikte, die in Bezug auf die konventionelle Autopsie entstehen, zu beseitigen (Al-Waheeb et al. 2015). Das Verfahren weist aufgrund des schlechten Weichteilkontrastes Schwächen in der Befundung von Parenchymgewebe auf, welches durch die Autopsie besser beurteilt werden kann(Chevallier et al. 2013). Des Weiteren stellt sich die Befundung mittels der MPMCTA durch diverse Artefakte, die infolge der postmortalen Veränderungen und der Kontrastmittelinjektion auftreten können, unter Umständen als kompliziert dar. Durch entsprechende Schulungen entsteht jedoch keine Limitation für das Verfahren(Bruguier et al. 2013).

Eine Ergänzung der konventionellen Autopsie durch die MPMCTA wird von vielen Autoren und Autorinnen empfohlen, da eine Steigerung der Sensitivität in traumatischen Todesfällen erzielt werden kann(Heinemann et al. 2015; Zerlauth et al. 2013). Die Frage, ob die MPMCTA zum gegenwärtigen Zeitpunkt die Autopsie bei dieser Indikation eventuell ersetzen kann, kann mit den aktuellen Studien nicht beantwortet werden und bleibt dementsprechend noch offen.

Abstract (English)

The aim of this thesis is to evaluate the utility and the current status of the multiphase postmortem CT-Angiography (MPMCTA) in cases of fatal trauma. The advantages and disadvantages, as well as the sensitivity of the method in comparison to the gold standard of the conventional autopsy were evaluated. Further it should be determined if the MPMCTA can complement or even replace the autopsy in certain cases. Studies of the past five years concerning this topic were used to achieve the aim. All the research was done with scientific portals like Science Direct and PubMed.

Several studies show advantages of the MPMCTA over the autopsy like higher sensitivity and accurate localization of haemorrhage, as well as the ability to make diagnoses in traumatic cases which are hard to detect via conventional autopsy (Chevallier et al. 2013; Palmiere et al. 2012; Heller et al. 2017; Mokrane et al. 2014; Savall et al. 2015). Furthermore the minimal invasiveness of the Method can solve religious and cultural conflicts that might appear in connection with autopsies (Al-Waheeb et al. 2015). Nevertheless the procedure has weaknesses in evaluating parenchyma due to the poor contrast in soft tissue where the conventional autopsy is superior(Chevallier et al. 2013). In addition the diagnosis with the MPMCTA can be difficult due to postmortem artefacts. However with the help of appropriate trainings these changes are no limitation for the method (Bruguier et al. 2013).

Complementation of conventional autopsies through the MPMCTA in traumatic causes of death is recommended by many authors due to the increase of the sensitivity (Heinemann et al. 2015; Zerlauth et al. 2013). The Question if the MPMCTA can replace autopsies in certain traumatic cases of death still remains because it cannot be answered with the current studies.