Titelaufnahme

Titel
Das Erleben der Beziehung pflegender Angehöriger zu Menschen mit Demenz
Weitere Titel
The experience of informal caregivers considering their relationship to their relatives with dementia
AutorInnenGeisler, Katrin
GutachterHalbmayr-Kubicsek, Ursula
Erschienen2018
Datum der AbgabeJuni 2018
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Demenz / Pflege / Verwandte oder Familie / Beziehung / Erleben
Schlagwörter (EN)Dementia / Caregiving / Relatives or Family / Relationship / Experience
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Einleitung: Die Anzahl der Menschen mit Demenz steigt beständig. Demenz geht mit einigen kognitiven Einbußen und mit verminderter Selbstständigkeit einher, daher benötigen die Betroffenen Hilfe und Unterstützung zur Bewältigung des Alltags. Rund 80% der Pflegebedürftigen in Österreich werden zu Hause durch informelle Pflegende versorgt. Häufig sind es Familienmitglieder, welche die Pflegerolle einnehmen. Die Pflege eines an Demenz erkrankten Angehörigen kann viele Belastungen mit sich bringen. Weiter kann die veränderte Situation die Beziehung zwischen pflegenden Angehörigen und Mensch mit Demenz sehr stark beeinflussen und verändern.

Ziel: Ziel dieser Bachelorarbeit ist es, ein Verständnis für pflegende Angehörige von Menschen mit Demenz und ihrer erlebten Beziehung zu gewinnen.

Methode: Diese Bachelorarbeit ist das Ergebnis einer systematischen Litera-turrecherche. Die Suche fand in den Datenbanken Medline via PubMed, CI-NAHL und Academic Search statt.

Ergebnisse: Viele der teilnehmenden Personen beschreiben eine verminderte Gegenseitigkeit in ihrer Beziehung zu dem Menschen mit Demenz. Es kommt zu einem Gefühl des Verlusts der Person und der Beziehung. Durch die kognitiven Einschränkungen des Menschen mit Demenz kommt es häufig zum Streit. Nichts desto trotz fühlen viele Betroffene eine starke Verbundenheit zum Betroffenen und können diese in ihrer gegenwärtigen Beziehung sogar noch vertiefen. Einige wahren allerdings eine gewisse Distanz oder fühlen sich verpflichtet die Pflegerolle einzunehmen.

Diskussion: Es ist wichtig pflegenden Angehörigen von Menschen mit Demenz mit Verständnis für ihre Situation entgegenzutreten. Es gibt einige Unterstützungsmöglichkeiten, welche die Pflegenden entlasten können und somit eine harmonischere Beziehung fördern können. Hierzu ist es notwendig noch weitere Forschung auf diesem Gebiet zu betreiben.

Zusammenfassung (Englisch)

Background: The number of people with dementia is constantly increasing. Dementia is associated with cognitive decline and decreased autonomy. Therefore, the people concerned need help and support to cope with everyday life. Around 80% of the carerecipients in Austria are in somebody´s care at home by informal caregivers. Family members often take care of the person with dementia. Caring for a family member with dementia can be very stressful. Furthermore, the changed situation can greatly influence and modify the relationship between family caregivers and people with dementia.

Aim: The aim of this thesis is to gain an understanding of caring relatives of people with dementia and their experienced relationship.

Method: This thesis is the result of a systematic literature research. The search was conducted in the databases Medline via PubMed, CINAHL and Academic Search.

Results: Many of the participants describe a reduced mutuality in their relationship with the person with dementia. It comes to a sense of loss of the person and the relationship. Due to the cognitive limitations of people with dementia, it often comes to an argument. Nevertheless, many of those affected feel a strong attachment to the dementia sufferer and can even deepen their relationship with them. Some, however, keep a certain distance or feel obligated to take the caring role.

Discussion: It is important to face informal caregivers of people with dementia in order to understand their situation. There are some support options that can relieve the caregivers burden and promote a more harmonious relationship. For this it is necessary to pursue further research in this field.