Titelaufnahme

Titel
Professionelle Kommunikation mit dementiell veränderten Menschen : Konzepte und Verhaltensmaßnahmen entsprechend der Demenzstadien
Weitere Titel
Professional communication with dementically affected persons Concepts and behavioral measures according to dementia stages
AutorInnenLeidinger, Lisa
GutachterAlder, Andrea
Erschienen2017
Datum der AbgabeJuli 2017
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Demenz / Phasen der Demenz / Kommunikationsmöglichkeiten bei Demenz / Verhaltensmaßnahmen bei Demenz / Validation / Naomi Feil / Validationstechniken
Schlagwörter (EN)dementia / stages of dementia / Communication with dementia patients / Behavioral measures in regard to people with dementia / Validation techniques
Zugriffsbeschränkung
 _
Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

In Österreich sowie in westlichen Industrieländern steigt die Lebenserwartung seit Jahrzehnten kontinuierlich an. Daraus ergibt sich unter anderem ein erhöhter Bedarf an Pflegeleistungen für Menschen mit dementiellen Erkrankungen. Die professionelle Kommunikation mit dementiell veränderten Menschen stellt daher einerseits die Grundlage für das Wohl der Patienten/Patientinnen dar und hilft andererseits den Pflegenden, die schwierige Aufgabe bestmöglich auszuführen.

In dieser Arbeit werden verschiedene Konzepte der Kommunikation erläutert, mit einem besonderen Augenmerk auf die Validation.

Die Methode der Validation, von Naomi Feil in den 1960er Jahren entwickelt, beruht auf Empathie. Die subjektive Wahrheit des dementiell veränderten Menschen wird akzeptiert und seine Gefühle anerkannt. So soll die Würde der/des Dementierenden aufrechterhalten und das Gefühl von Sicherheit vermittelt werden. Validation lässt sich in den Pflegealltag im Krankenhaus wie auch in den Alltag in Pflegewohnhäusern oder mit pflegenden Angehörigen integrieren.

Da ein Zugang über die Gegenwart bei Menschen mit dementieller Erkrankung nicht mehr möglich ist, bietet Erinnerungs- und Biografie-Arbeit die Möglichkeit, Patienten besser zu unterstützen und zu fördern. Dies ist besonders für das Pflegepersonal wichtig, da dieses die Patientinnen/Patienten nicht ihr Leben lang kennen.

Multimodale Kommunikationstechniken bieten auf vielfältige Weise Möglichkeiten, die Kommunikation mit dementiellen Patienten erfolgreich zu führen.

Kommunikationstechniken auf kreativer Ebene wie z.B. Musiktherapie, Tanztherapie oder Mal- bzw. Kunsttherapie bringen vor allem Verbesserungen im Bereich der Stimmung und der Vitalität. Diese Therapieformen werden derzeit vor allem in Pflegewohnhäusern angewandt.

Aufgabe der Pflegenden ist es, dem dementiell veränderten Menschen Sicherheit zu vermitteln sowie Wertschätzung und Akzeptanz entgegenzubringen.

Zusammenfassung (Englisch)

In Austria and other industrialized countries life expectancy has been steadily increasing during the past decades. Among other things, this has led to a greater need for care services for people suffering from dementia. Professional communication with people affected by dementia provides not only the basis for the wellbeing of the patients but also helps caregivers to carry out their difficult task in the best possible way.

This work discusses a number of communication concepts in detail with a focus on validation.

The method of validation, which was developed by Naomi Feil in the 1960s, is based on empathy. The subjective reality of a dementia sufferer is accepted and his or her feelings are acknowledged. The intended effect of this approach is that people suffering from dementia can retain their dignity and feel safe and secure. Validation can be integrated into the daily nursing routine in hospitals but also into the daily routines in nursing homes or of family caregivers.

As people suffering from dementia are no longer approachable in the present, remembrance and autobiographical work provide an opportunity to support, encourage and better understand patients. The information thus obtained is particularly important for caregivers who have not known the patient all his or her life.

Multi-modal communication techniques provide a variety of possibilities to successfully communicate with patients affected with dementia.

Creative communication techniques such as for example music therapy, dance therapy, painting therapy and art therapy in particular improve the spirits and vitality of the patients. These forms of therapy are currently mainly used in nursing homes.

It is for the caregivers to convey a feeling of safety, respect and acceptance to people suffering from dementia.