Bibliographic Metadata

Title
IIFYM (If It Fits Your Macros): Eine Konzeptbetrachtung und kritische Auseinandersetzung mit der neuen Trenddiät aus diätologischer Sicht.
Additional Titles
IIFYM (If It Fits Your Macros): The conceptual exploration and critical analysis of the new dietary trend from a dietitian’s perspective.
AuthorEidherr, Marlene
Thesis advisorHüttner, Bettina
Published2018
Date of SubmissionJanuary 2018
LanguageGerman
Document typeBachelor Thesis
Keywords (DE)Diätologie / IIFYM / If It Fits Your Macros / Makrotracking / Flexible Dieting
Keywords (EN)Dietetics / IIFYM / If It Fits Your Macros / Macrotracking / Flexible Dieting
Restriction-Information
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Classification
Abstract (German)

Problemstellung und Ziele:

Makrotracking, bezogen auf die Verzehrerhebung der Makronährstoffe Eiweiß, Fett und Kohlenhydrate, ist in der Sport- und Fitnessbranche bereits seit einigen Jahren beliebt. Seit kurzem wird diese Ernährungsform unter den Begriffen IIFYM (If It Fits Your Macros) oder Flexible Dieting auch für Nichtsportler*innen als neue Trenddiät beworben. Aus der beschriebenen Problematik ergibt sich die folgende Forschungsfrage: Welche Informationen und welches Hintergrundwissen über die Trenddiät IIFYM sind für Diätolog*innen relevant, um dieser kritisch und kompetent in der Berufspraxis begegnen zu können?

Das Ziel ist eine kritische Auseinandersetzung mit der Trenddiät auf Basis von Referenzwerten (D-A-CH, EFSA, DRI) und Fachliteratur, um beurteilen zu können welche Diätvorgaben für gesunde Erwachsene, Sportler*innen, adipöse Erwachsene und Patient*innen mit Diabetes Mellitus Typ 2 zu befürworten oder klar abzulehnen sind. Mit Beantwortung dieser Forschungsfrage soll Diätolog*innen, die mit IIFYM konfrontiert werden, ein Instrument zur Argumentation geboten werden.

Methoden:

Die wissenschaftliche Untersuchung der Fragestellung erfolgte mittels Literaturrecherche.

Ergebnisse:

Für keine der untersuchten Personengruppen können die Vorgaben von IIFYM durchwegs ohne Einschränkungen und zusätzliche diätologische Beratung empfohlen werden. Als positiv zu bewerten sind die Flexibilität in der Gestaltung der Makronährstoffverteilung, eine Speisenauswahl ohne Verbote, der Hinweis auf die Wichtigkeit der Mikronährstoffe durch die 80/20-Regel zugunsten nährstoffreicher Lebensmittel sowie die Berücksichtigung von ausreichend Ballaststoffen. Nachteilig zu beurteilen ist, dass bei IIFYM das Fettsäuremuster und die Herkunft und Qualität von Eiweiß gänzlich unbeachtet bleiben und Empfehlungen zur Trinkmenge fehlen.

Schlussfolgerung:

Der Einsatz von IIFYM ist individuell zu beurteilen und kann eine Ernährungsberatung durch Diätolog*innen nicht ersetzen. Eine laufende Auseinandersetzung mit neuen Trenddiäten ist für Diätolog*innen essentiell, um bei Ernährungsberatungen darauf eingehen zu können.

Abstract (English)

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