Bibliographic Metadata

Title
Fructose assoziierte Erkrankungen im Kindesalter - eine diätologische Auseinandersetzung
Additional Titles
Fructose related diseases in childhood - a discussion based on dietology
AuthorKrobath, Ramona
Thesis advisorRichter, Silvia
Published2018
Date of SubmissionFebruary 2018
LanguageGerman
Document typeBachelor Thesis
Keywords (DE)Fruchtzucker / HFCS / Kinderlebensmittel / Kindesalter / Obst
Keywords (EN)fructose / HFCS / children food / childhood / fruit
Restriction-Information
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Classification
Abstract (German)

In letzter Zeit wird Fructose gern als die gesündere Alternative zum handelsüblichen Haushaltszucker angesehen. Begründet in der Annahme, dass frisches Obst positive Effekte auf unsere Gesundheit mit sich bringt. So wird vermehrt die Meinung vertreten, dass auch der darin enthaltene Fruchtzucker ähnliche Wirkungen fördert.

Fructose zählt als Monosaccharid zum Hauptnährstoff der Kohlenhydrate. Durch die Eigenschaft einer starken Süßkraft wird Fructose seit einiger Zeit immer häufiger in der Lebensmittelindustrie zum Süßen eingesetzt. Der Zusatz erfolgt beispielsweise in Form des synthetisch hergestellten High Fructose Corn Syrup (HFCS) bzw. findet sich in Deutschland und Österreich öfter die Bezeichnung Fructose-Glucose-Sirup im Inhaltsverzeichnis vieler gesüßter Produkte.

Erwähnenswert ist dabei auch der kontinuierliche Anstieg von fructosehaltigen Kinderlebensmitteln am Markt. Beworben werden diese meist mit „der Süße aus Früchten”. Durch den gesundheitlichen Aspekt wirkt es attraktiv für die Eltern. Kinder werden oft durch auffälliges Aussehen der Verpackungen angesprochen. Eine durchgeführte Marktrecherche zeigt auch auf, dass in 65 von 65 untersuchten Kinderlebensmitteln Fructose enthalten ist. Jedoch muss differenziert werden, ob es sich um eine natürliche Fructosequelle handelt oder ob Fruchtzucker künstlich zugesetzt wurde. In Anbetracht der durchgeführten Marktrecherche konnte in 42 % der untersuchten Produkte eine Form von zugesetzter Fructose nachgewiesen werden. Wobei es sich bei 28 % der Kinderlebensmittel sowohl um natürliche Fructosequellen als auch um synthetische Fructoselieferanten handelt.

Die aktuelle Datenlage weist darauf hin, dass für eine adäquate Nährstoffversorgung der Kinder keine spezifischen Kinderlebensmittel notwendig sind. Eine tägliche Zufuhr von ein bis zwei Portionen Obst liefern ausreichende Mengen an Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen, sekundären Pflanzeninhaltsstoffen und Ballaststoffen. Eine vermehrte Fruchtzuckeraufnahme durch Softdrinks, diverse Süßwaren bzw. fructoseangereicherte Kinderlebensmittel könnte negative Auswirkungen auf die Gesundheit der Kinder begünstigen.

Die vorliegende Bachelorarbeit zeigt auf, dass eine übermäßige Fructoseexposition im Kindesalter, Risikofaktoren für die Entstehung diätetisch relevanter Erkrankungen mit sich bringen kann.

Abstract (English)

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