Titelaufnahme

Titel
Die Borderline-Persönlichkeitsstörung – Pflege an der Grenze : Systemtheoretische Bezugspflege bei PatientInnen mit Borderline Persönlichkeitsstörung
Weitere Titel
The Borderline Personality Disorder – Care at the Border Systemtheoretical primary nursing in patients with borderline personality disorder
AutorInnenSeyer, Dominik
GutachterPaulus, Nicole
Erschienen2018
Datum der AbgabeMai 2018
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Borderline-Persönlichkeitsstörung / Gesundheits- und Krankenpflege / Bezugspflege / Systemtheorie / Skills-Training / Selbstverletzung
Schlagwörter (EN)Borderline-Personality Disorder / Nursing / Primary Nursing / System theory / Skills-Training / Self-injury
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Das zentrale Thema dieser Arbeit ist die PatientInnengruppe mit einer Borderline-Persönlichkeitsstörung. Ausgehend von der systemtheoretischen familien- und umweltbezogenen Pflege von Marie-Luise Friedemann, soll die Frage, wie sich der Beziehungsaufbau und die Bezugspflege auf psychiatrische Abteilungen bei dieser PatientInnengruppe gestaltet, beantwortet werden. Außerdem wird erarbeitet, wie das Skills-Training aus der Dialektisch-Behavioralen Therapie sowie die Methode, in Gruppen zu arbeiten, welche aus der Reformpädagogik stammt, in den Pflegeprozess implementiert werden können. Die theoretischen Grundlagen und die psychopathologische Entwicklung dieser Erkrankung sind unabdingbar für das Verstehen der Handlungen und Verhaltensweisen von PatientInnen mit einer Borderline-Persönlichkeitsstörung. Es zeigt sich, dass das Konzept der Bezugspflege einen guten Rahmen darstellt, um eine ganzheitliche, systemtheoretische Perspektive zu entwickeln, welche der Bezugspflegeperson dabei unterstützt, die Verhaltenswesen und das Denken des/der PatientIn mit einer Borderline-Persönlichkeitsorganisation besser zu verstehen und nachzuvollziehen. Durch das genaue Kennen der PatientIn können manche Situationen vorab bereits verhindert beziehungsweise gemildert werden. In Situation hoher Anspannung greift das Skills-Training, denn dadurch kann in vielen Fällen selbstverletzendes Verhalten verhindert werden. Darüber hinaus lernt der/die Borderline-PatientIn durch das Training, welches auch in Gruppen durchgeführt werden kann, sich selbst und sein Verhalten besser kennen und dieses zu modifizieren. Die multiprofessionelle Unterstützung kann durch die Primary Nurse mit dem Alltag des/der Borderline-PatientIn optimal in Einklang gebracht und so den größtmöglichen Profit aus der psychiatrischen Versorgung für den/die PatientIn erreichen.

Zusammenfassung (Englisch)

The central topic of this thesis is the group of patients affected by Borderline-Personality disorder. Based on the systemtheoretical family and environment Nursing model of Marie Louise Friedemann, the questions of how to construct relationships and engage in primary nursing with these groups in psychiatric wards will be answered. Additionally the topics of incorporating Skills-training, based on the dialectic-behavioral therapy, as well as methods to construct group work, stemming from Reformational pedagogics, into the Nursing process will be discussed. Theoretical groundwork in addition to psychopathologic knowledge of the disease are necessary to understand the actions and behaviors of borderline patients. It will be shown that the Primary Nursing approach provides nurses with a useful groundwork to aquire a holistic, systemtheoretical perspective for understanding and comprehending the thoughts and behaviors of Borderline Patients better. Through knowing patients better, many situations can be stopped or prevented. In moments of high tension, Skills-Training may prevent self harm. Additionally the Borderline Patient learns through training, which can also be done in groups, to know themselves and their behavior better and to influence those. Multiprofessional interventions can be adapted to be in line with the patients daily plans through the Primary Nurses, so the psychiatric treatment can achieve optimal effects.