Titelaufnahme

Titel
Stigmatisierung psychisch kranker Patientinnen und Patienten
Weitere Titel
Stigmatization of mentally ill patients
AutorInnenBaumhauer, Bettina
GutachterRiegler, Barbara
Erschienen2018
Datum der AbgabeJuni 2018
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Stigma / Stigmatisierung / psychische Erkrankung / Pflege
Schlagwörter (EN)Stigma / Stigmatization / mental illness / nursing
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Diese systematische Literaturübersichtsarbeit beschäftigt sich mit der Stigmatisierung von Personen mit psychischen Erkrankungen. Ziel dieser Arbeit ist, einen Überblick über die Entwicklung, Ursachen und Auswirkungen der Stigmatisierung von psychisch erkrankten Personen, sowie Möglichkeiten zur Reduktion von Stigmatisierung aufzuzeigen.

Bis in das 18. Jahrhundert wurden psychisch erkrankte Menschen in öffentlichen Krankenhäusern in abgesonderte und vergitterte Räume eingesperrt und im Nationalsozialismus systematisch ermordet. Bis heute existieren gegenüber dieser Personengruppe die Vorurteile sie seien gefährlich, unberechenbar, aggressiv und gewalttätig. Diese Vorurteile basieren häufig auf Unwissenheit und durch diese Stigmatisierung wird oftmals verhindert, dass sich die erkrankten Personen professionelle Hilfe suchen, aus Scham oder Schuldgefühlen. Weiters kann sich die Selbststigmatisierung negativ auf die Adhärenz der Betroffenen bezüglich ihrer Behandlung auswirken.

In der Pflege ist Stigmatisierung ebenfalls von großer Bedeutung. Zum einen kann eine Stigmatisierung durch Pflegepersonen stattfinden, zum anderen können Pflegepersonen einen Beitrag zur Stigmareduktion leisten. Recoveryorientierte Pflege beinhaltet die Überwindung negativer persönlicher und gesellschaftlicher Auswirkungen der Erkrankung. Zu diesen negativen Auswirkungen können möglicherweise ebenfalls die Stigmatisierung und die Selbststigmatisierung gezählt werden, daher können diese durch eine Recoveryorientierung eventuell vermindert werden. Besonders die Vermittlung von Wissen stellt eine wichtige Möglichkeit dar, Stigmatisierung zu reduzieren.

Zusammenfassung (Englisch)

This systematic literature review deals with the stigmatization of mentally ill persons. The aim of this thesis is to give an overview on the development, causes and effects of the stigmatization of mentally ill persons, and possibilities for the reduction of stigma. Till the 18th century mentally ill were locked up in public hospitals in separated and barred rooms and were systematically murdered during national socialism. Till today prejudices that mentally ill persons would be dangerous, unpredictable, aggressive and violent exist. These prejudices are often based on ignorance and stigma frequently prevents the ill people from seeking professional help, because of shame or guilt. Furthermore, the selfstigma may affect treatment adherence negatively.

In healthcare and nursing stigma is of great importance too. On the one hand a stigmatization by nurses can occur, on the other hand nurses can make a contribution to the stigma reduction. Recovery-orientated care contains the overcoming of the negative personal and social effects of the illness. Stigma and self-stigma might be one of these negative effects too, hence, these could be decreased by a recovery-orientation. Especially the mediation of knowledge is an important possibility to reduce stigmatization of mentally ill persons.