Titelaufnahme

Titel
Pflege- und Therapiemöglichkeiten für Menschen mit Down Syndrom. Förderung und Integration sowie unterschiedliche Pflege- und Therapieansätze
Weitere Titel
Care and treatment options to support people with Down Syndrome. Development and Integration including different nursing and therapy approaches
AutorInnenLeidinger, Lisa
GutachterBeichler, Helmut
Erschienen2018
Datum der AbgabeJuni 2018
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Down Syndrom / Trisomie 21 / Kinder mit Down Syndrom / Diagnose Down Syndrom / Physikalische Therapie bei Kindern mit Down Syndrom
Schlagwörter (EN)Down syndrome / children with Down Syndrome / Down syndrome screening / Down syndrome physical theraphy / Down syndrome review
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Das Down Syndrom, auch Trisomie 21 genannt, gehört zu den am häufigsten vorkommenden angeborenen chromosomalen Veränderungen. Medizinisch zählt es zu den chronischen Behinderungen, da diese „Erkrankung“ nicht heilbar ist und Menschen verschiedenen Alters, Geschlechts, Bildungsstands und unterschiedlicher Volkszugehörigkeit betrifft. Bei den Betroffenen kommt es von Geburt an zu verzögerten Entwicklungen und bei manchen zu kognitiven Einschränkungen.

In dieser Arbeit wird auf die vielfältigen Pflege- und Therapiemöglichkeiten für Menschen mit Down Syndrom eingegangen. Die Integration dieser Möglichkeiten in den familiären und den pflegerischen Alltag wird näher erläutert. Zudem werden die Rolle der Pflegekräfte sowie die Rolle der Pflegenden Angehörigen in Bezug auf Menschen mit Trisomie 21 besprochen.

Zu Beginn wird der geschichtliche Hintergrund, ausgehend von den ersten Darstellungen, die auf Menschen mit Down Syndrom hindeuten bis hin zur Ermordung von Menschen mit Down Syndrom während des NS-Regimes, beleuchtet. Um das Krankheitsbild besser verstehen zu können, werden im ersten Teil der Arbeit die genetischen Voraussetzungen, die zum Down Syndrom führen, beschrieben. Es folgen die Darstellung der unterschiedlichen Formen von Trisomie 21, deren Ursachen sowie mögliche Komplikationen und Begleiterkrankungen. Danach wird die Entwicklung von Kindern mit Down Syndrom dargestellt, die im Regelfall in allen Bereichen, wie beispielsweise der Motorik oder der Sprache, verlangsamt ist. Die Variabilität von Menschen mit Down Syndrom ist sehr groß, daher muss auf die jeweilige individuelle Situation eingegangen werden. Entsprechende Frühfördermöglichkeiten werden erläutert.

Durch den zunehmenden medizinischen und pflegerischen Fortschritt ist die durchschnittliche Lebenserwartung von Menschen mit Trisomie 21 gestiegen und die Pflege von erwachsenen Menschen mit Down Syndrom gewinnt immer mehr an Bedeutung. In dieser Arbeit wird deshalb auch auf die Lebensumstände und auf den Pflegebedarf von älteren Menschen mit Trisomie 21 eingegangen. Aufgrund der historischen Ereignisse während der NS-Zeit liegen in diesem Bereich kaum wissenschaftliche Erkenntnisse und Erfahrungen vor. Als gesichert gilt jedoch: Je mehr alltägliche Tätigkeiten des Lebens die betroffenen Personen in ihrer Kindheit selbstständig erlernt haben, desto weniger Pflegebedarf haben sie im späteren Leben.

In der Schlussfolgerung dieser Bachelorarbeit werden der derzeitige Forschungsstand sowie der Forschungsbedarf erhoben.

Zusammenfassung (Englisch)

Down syndrome, also called trisomy 21, is one of the most common congenital chromosomal changes. Medically, this genetic disorder is not curable and affects people of different ages, sex, educational attainment and different ethnicity. Those affected have delayed physical development from birth and some have cognitive impairment.

The work in this study deals with the diverse care and treatment options for people with Down syndrome and the integration of these options, into both family life and everyday nursing practice, is explained in detail. In addition, the role of nurses and the role of carers in relation to dealing with people affected by trisomy 21 are discussed.

To begin with, the historical background, starting with the first portrayal that points to people with Down syndrome, to the murder of people with Down syndrome during the Nazi regime, is highlighted. In order to better understand the clinical picture, the first part of this thesis describes the genetic conditions leading to Down syndrome. The different forms of trisomy will be presented, their causes as well as possible additional disorders and diseases co-occurring. Following this, the development of children with Down syndrome, which is usually slowed down in all areas especially motor skills or speech, will be presented. The variability of people with Down syndrome, however, is extensive, so the individual situation must be addressed. Finally early intervention options are explained.

Increasing improvements and progress in medical professionals training, both in terms of doctor and nursing training, has increased the average life expectancy of people affected by trisomy 21, and as a result, the ongoing care and welfare of people with Down syndrome is becoming ever more important. In this work, therefore, the life circumstances and the care needs of older people with trisomy 21 are discussed. Due to the historical events during the Nazi era, hardly any scientific knowledge and record is available in this area. However, one thing is certain: the more everyday activities of life those with Down syndrome have learned independently in their childhood, the less need for care they need in later life.

In conclusion, the current state of research, as well as the need for research are raised.