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Title
Ergotherapeutische Inhaltsanalyse von Gelenkschutzbroschüren für rheumatoide Arthritis - alltagsrelevante Ansätze und Erfahrungen aus der Praxis
Additional Titles
Occupational therapy content analysis of joint protection brochures for rheumatoid arthritis – relevant approaches for everyday life and practical exp
AuthorKittler, Mareike
Thesis advisorZettel-Tomenendal, Monika
Published2018
Date of SubmissionJune 2018
LanguageGerman
Document typeBachelor Thesis
Keywords (DE)Rheumatoide Arthritis / Gelenkschutz / Gelenkschutzbroschüren / Ergotherapie / Instruktion
Keywords (EN)rheumatoid arthritis / joint protection / occupational therapy / instruction / brochures
Restriction-Information
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Classification
Abstract (German)

Die vorliegende Arbeit gibt einen guten Einblick in den Aufbau von Gelenkschutzbroschüren zu rheumatoider Arthritis. Ziel dieser Arbeit ist es herauszufinden, wie Gelenkschutzbroschüren aufgebaut sind und welche Aspekte des Alltags miteinbezogen werden. Ergänzend gaben Ergebnisse von ExpertInneninterviews Informationen bezüglich des Einsatzes einzelner Gelenkschutzbroschüren in ergotherapeutischen Gelenkschutzberatungen und deren individuelle Instruktion.

Durch die Darstellung unterschiedlicher Studien zu Gelenkschutzprogrammen konnte zusätzlich die Effektivität von Gelenkschutz belegt werden.

Zur Findung der eingeschlossenen Studien wurde eine Literaturrecherche in verschiedenen Datenbanken und ergotherapeutischen Zeitschriften durchgeführt. Anschließend wurden die Ergebnisse von sieben quantitativen Studien zusammengefasst und verglichen. Zusätzlich wurden E-Mails an ergotherapeutische Abteilungen sozialmedizinischer Einrichtungen der Stadt Wien und des Land Niederösterreichs versandt. Auf diese Weise wurde um Gelenkschutzbroschüren sowie um die Teilnahme an ExpertInneninterviews angefragt. Zur Auswertung der Gelenkschutzbroschüren wurden die Analyseinstrumente Wittener Liste, sowie selbst erstellte Kriterien angelehnt an das PEO-Modell herangezogen.

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass die Teilnahme an Gelenkschutzprogrammen positive Veränderungen individueller Körperfunktionen, sowie der Schmerzsymptomatik hervorrufen.

Ergebnisse der ergotherapeutischen Broschürenanalyse zeigten, dass sowohl der Aufbau, sowie der Umfang einzelner Nachschlagewerke variieren. Die Rollenverteilung bei der Darstellung einzelner Gelenkschutzmaßnahmen sowie die Berücksichtigung der Handlungsbereiche des OPM divergieren. Ergebnisse der ExpertInneninterviews verdeutlichten die Notwendigkeit, Schienen und Hilfsmittel in die GS-Beratung zu integrieren, sowie auf einen klientInnenzentrierten Zugang bei der PatientInneninstruktion zu achten. Zusätzlich wurden Abbildungen als hilfreiche Unterstützung bei der Erläuterung von GS-Maßnahmen angeführt.

Um PatientInnen den Zugang zu alltagsrelevanten Gelenkschutzbroschüren gewährleisten zu können, sind bei der Entwicklung künftiger Nachschlagewerke die im oberen Absatz genannten Aspekte, sowie der kulturelle Wandel der Gesellschaft zu berücksichtigen.

Abstract (English)

This scientific paper gives an insight in joint protection brochures for rheumatoid arthritis. The aim of this paper was to determine how joint protection brochures are structured and which aspects of daily living are included. Additionally, interviews with occupational therapists provide information about the use of brochures in individual joint protection instructions. Moreover, studies about different joint protection programmes were presented to establish the efficacy of joint protection.

Literature search was conducted in different databases and occupational therapy journals. Afterwards, results gained from seven included studies were summarized and compared. E-mails were sent to sociomedical institutions in vienna and lower austria to ask for joint protection brochures and occupational therapists who would take part in interviews. To analyse these brochures, two different instruments were used, on the one hand, there is the Wittener list, on the other hand, there are self-constructed criteria based on the OPM.

To conclude, studies show that participating in joint protection programmes has a positive effect on individual body functions and pain. Results of brochure analysis point out the varying structures and extents of different information leaflets. Also, role allocation in illustrated joint protection measures can be differentiated, as well as the consideration of occupational performance areas of the OPM. Informations gained from interviews clarify the necessity of integrating splints and assistive devices in joint protection consultings, together with a client-centred approach. Moreover, illustrations were seen as helpful in explaining joint protection measures.

To ensure the approach to joint protection brochures which are relevant for everyday living to patients, afore-mentioned aspects should be considered in the development of prospective information leaflets. Additionally, cultural transition in society should be regarded.