Bibliographic Metadata

Title
Range of Motion-Erweiterung: Foam Rolling und statisches Dehnen im Vergleich
Additional Titles
Range of Motion-Extension: Foam Rolling and static stretching in comparison
AuthorEder, Benedikt
Thesis advisorKundegraber, Manuela
Published2018
Date of SubmissionJune 2018
LanguageGerman
Document typeBachelor Thesis
Restriction-Information
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Classification
Abstract (German)

Ob im Alltag oder im Sport, der Bewegungsradius der Gelenke, auch Range of Motion

genannt, ist ein wichtiger Faktor der Lebensqualität des Menschen. Das physiologische

Bewegungsausmaß jedes Gelenks im menschlichen Körper kann jedoch durch Ursachen

verschiedensten Ursprungs beeinträchtigt sein. Beispiele dafür wären zu wenig Bewegung,

Unfälle, Operationen oder Muskeldysbalancen. Weiterführend können diese

Einschränkungen das Verletzungsrisiko erhöhen. Gomes et al. (2008) fand beispielsweise

bei einer Studie heraus, dass 64% von 50 Patienten, die eine Ruptur des vorderen

Kreuzbandes erlitten, eine eingeschränkte Innen- und Außenrotation im Hüftgelenk haben.

Um die Range of Motion zu erhalten oder um sie wiederherzustellen, hat eine relativ neue

und umstrittene Methode in den letzten Jahren immer mehr Aufmerksamkeit erlangt. Die

Rede ist von Foam Rolling. Dabei handelt es sich um eine Hartschaumrolle (auch

Faszienrolle genannt), mittels welcher man diverse Muskeln und Faszien durch den Einsatz

des eigenen Körpergewichtes massieren kann. Cheatham et al. (2015) fassen zusammen,

dass die Selbstbehandlung mit der Faszienrolle nicht nur positive Effekte im Sinne einer

bewegungserweiternden Wirkung hat, sondern auch die Regeneration des Muskels nach

einer intensiven Trainingseinheit begünstigt.

Couture et al. (2015) zeigten auf, dass die Effektivität dieser Methode zur Range of Motion

Erweiterung noch recht unerforscht ist. Ob sich mit dieser neuen Form der Behandlung

schlechtere, gleich gute oder sogar bessere Ergebnisse erzielen lassen, als mit der

klassischen statischen Dehnung, soll mit dieser Forschungsarbeit behandelt werden.

Zentrale Forschungsfrage:

Diese Arbeit wird sich mit folgender „Zentraler Forschungsfrage“ befassen:

Wie gut wirkt das Foam Rolling zur Behandlung eingeschränkter Range of Motion

verglichen mit statischem Dehnen?

Physiotherapeutische Relevanz:

Die Behandlung von muskulär eingeschränkter Gelenksbeweglichkeit ist Alltag vieler

Physiotherapeuten und Physiotherapeutinnen, zum Beispiel als Folge einer Operation oder

eines Traumas. Oft verwendete Methoden zur Erweiterung der Range of Motion sind

„Therapeutisches Dehnen“, PNF (Propriozeptive Neuromuskuläre Fazilitation), vom

Patienten selbst durchgeführtes statisches Dehnen oder dynamisches Dehnen.

Für Physiotherapeuten und Physiotherapeutinnen spielt es eine große Rolle die für den

Patienten oder die Patientin am besten geeignete Methode zu finden, um optimale

Ergebnisse zu erreichen. Foam Rolling mit der Faszienrolle ist eine weitere Methode zur

Behandlung von Gelenkseinschränkungen, welcher immer mehr Aufmerksamkeit zu Teil

wird. Doch ist das Arbeiten mit der Faszienrolle auch so effektiv, wie andere Methoden?

Das Ziel dieser Arbeit ist die Wirksamkeit des Foam Rollings im Vergleich zum statischen

Dehnen in Bezug auf die Range of Motion-Erweiterung zu untersuchen.