Bibliographic Metadata

Title
Postpartale Anale Inkontinenz - Eine Darstellung der Ursachen und Risikofaktoren
Additional Titles
Anal Incontinence postpartum - Risks and Causes
AuthorKraushofer, Klara
Thesis advisorStelzhammer, Christine
Published2018
Date of SubmissionJune 2018
LanguageGerman
Document typeBachelor Thesis
Restriction-Information
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Classification
Abstract (German)

Die Bacherlorarbeit 1 ist eine allgemeine Einführung in das Thema der analen Inkontinenz postpartum, beschäftigt sich mit der Prävalenz und den Ursachen und Risikofaktoren von postpartaler Inkontinenz und gibt einen Überblick über die physiotherapeutischen Behandlungsmöglichkeiten.

Wichtig für die Interpretation vieler Studien ist die Unterscheidung von analer Inkontinenz und fäkaler Inkontinenz. Die fäkale Inkontinenz wird als unfreiwilliger Verlust von flüssigem und festen Stuhl definiert, die Begriffsdefinition der analen Inkontinenz schließt zusätzlich den unfreiwilligen Verlust von Winden mit ein.

Frauen sind deutlich häufiger von analer Inkontinenz betroffen als Männer. Das liegt vor allem an hormonellen Veränderungen während der Schwangerschaft, an der Dehnung von nervalen Strukturen des Beckenbodens durch den Druck des Fötus und des vergrößerten Uteruses sowie am Geburtsvorgang. Dammrisse und Zangengeburten stellen ein höheres Risiko dar postpartal anal inkontinent zu werden.

Die wichtigsten anatomischen Strukturen für die anale Kontinenz sind der anale Sphinkterkomplex, der M. puborectalis, der Corpus cavernosum recti sowie das viszerale und somatische Nervensystem. Die Fähigkeit Stuhl zurückzuhalten ist abhängig von der Dehnfähigkeit und Speicherfunktion des Rektums, der Ruheposition des anorektalen Winkels sowie der Aktivität der analen Sphinktermuskulatur und der Beckenbodenmuskulatur. Sowohl die Kontinenz als auch die Defäkation sind das Ergebnis eines fein abgestimmten Regelkreises zwischen Rezeptoren und Effektoren des Kontinenzapparates unter Mitwirkung des Zentralnervensystems.

Physiotherapeutische Behandlungsansätze beruhen auf dem Beckenboden- und Biofeedbacktraining, der elektrischen Stimulation und der Anwendung von manualtherapeutischer Techniken und Ballontechniken.