Bibliographic Metadata

Title
Die Becken-Hüft-Region und ihre Auswirkung auf die Beinachsenstellung
Additional Titles
The pelvic-hip-region and its impact on the position of the leg axis
AuthorRisavy, Dominik
Thesis advisorReicher, Eva
Published2018
Date of SubmissionJune 2018
LanguageGerman
Document typeBachelor Thesis
Restriction-Information
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Classification
Abstract (German)

Knieschmerzen, welche einer Überbeanspruchung zugrunde liegen, haben ihre Ursache oft bei einer Beinachsenabweichung. Wird trotz dieser Achsenabweichung trainiert, seinen es Sprünge, Laufen, Gehen oder Sit-To-Stand/ Kniebeugen, treten starke Belastungen im Bereich des Kniegelenks auf. Bei einem Genu Valgum führt dies zum Beispiel zu einer erhöhten lateralen Druckbelastung und zu Stress auf die medialen Bandstrukturen. Schon eine geringe Flexion und Außenrotation im Hüftgelenk erlauben das Einstellen der Beugestreckachse des Kniegelenks, parallel zu den Beugestreckachsen des Hüft- und Fußgelenks und somit eine physiologische Belastung des Beins (Dölken, 2015, S.176).

Bacha et al. (2005, S.124f.) beschreiben, dass eine Anteversion des Beckens die Fasern der Abduktoren zunehmend nach ventral bringt und somit die Flexoren in Bezug auf die Flexions-Extensions-Achse überwiegen. Dadurch fehlt im belasteten Zustand des Beins die Stabilisierung in der Frontalebene, was sich in einem Trendelenburg-Zeichen oder einer Innenrotation des Oberschenkels zeigen kann.

Bei der Stellung des Beins spielt also die Becken-Hüft-Region eine wichtige Rolle. Nachdem die Ursachen für eine Beinachsenfehlstellung sehr komplex sind, ist die physiotherapeutische Befunderhebung auf Assessments angewiesen, welche eine Differenzierung ermöglichen. Da die Ursache der Beinachsenabweichung funktionellen und/ oder strukturellen Hintergrundes sein kann, ist es in der Befunderhebung besonders wichtig diese Faktoren zu differenzieren. Daraus ergeben sich nämlich mögliche Limitationen oder Potentiale im Prozess und die Ziele lassen sich umfassender definieren.

Da es eine Vielzahl von funktionellen Tests, Krafttests, Beweglichkeitstests und dergleichen gibt, ist es wichtig herauszufinden, welche dieser Tests und Assessments am aussagekräftigsten sind und daher in die physiotherapeutische Untersuchung mit einfließen sollten. Hier ist vor allem wichtig, dass die Assessments kostengünstig und ohne großen Aufwand, für die Therapeutinnen und Therapeuten als auch für die Patientinnen und Patienten, in den Therapiealltag integriert werden können und dennoch valide Ergebnisse liefern.

Daraus lässt sich die zentrale Forschungsfrage für diese Arbeit ableiten: „Welche Tests und Assessments ermöglichen die Differenzierung von funktionellen und strukturellen Fehlstellungen der Beinachse, ausgehend von der Becken-Hüft-Region, und stellen eine Ergänzung im physiotherapeutischen Befund dar?“

Als Methode für die Beantwortung der zentralen Forschungsfrage wird eine Literaturrecherche im Zuge einer nicht-empirischen Arbeit durchgeführt. Der erste Teil der Arbeit beschäftigt sich genauer mit der Methodik der Arbeit, den verwendeten Suchstrategien und -ergebnissen. Danach folgen diverse Begriffserklärungen. Im Kapitel „Zusammenfassung und Ausblick“ wird der Aufbau der Bachelorarbeit 2 genauer erläutert.