Bibliographic Metadata

Title
Iliotibiales Bandsyndrom - derzeitiger Wissensstand
Additional Titles
Iliotibial band syndrome - current state of knowledge
AuthorSlowiok, Sebastian
Thesis advisorKlinger, Meike
Published2018
Date of SubmissionJune 2018
LanguageGerman
Document typeBachelor Thesis
Restriction-Information
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Classification
Abstract (German)

Das Iliotibiale Bandsyndrom (ITBS) stellt, nach dem patello-femoralen Schmerzsyndrom, die zweit häufigste Verletzung in der Läuferpopulation dar (Taunton et al., 2002). Mit einer Häufigkeit von 7 – 14 % aller Verletzungen der unteren Extremität bei LäuferInnen, ist es darüber hinaus auch die häufigste Ursache für laterale Knieschmerzen bei solchen (Van der Worp et al., 2012).

Das ITBS, welches auch als „Läuferknie“ oder „Runner`s knee“ in der Literatur angeführt wird, ist eine weitverbreitete Knieverletzung und wird verursacht durch eine repetitive, zyklische Bewegung. Diese führt zu einer Entzündung im Bereich des distalen Anteils des Iliotibialen Bandes (ITB) und äußert sich typischerweise in Schmerzen im Bereich des lateralen Kniegelenks (Beals & Flanigan, 2013). Nach derzeitigem Wissensstand scheint dieses nicht-traumatische Überbelastungssyndrom mehrere Ursachen zu haben. Einerseits könnte es durch eine exzessive Friktion des distalen Anteils des Tractus Iliotibialis über den Condylus lateralis des Femurs entstehen. Andererseits gehen neuere Studien eher von einer Kompression des ITB gegen den lateralen Femurcondylus aus (Aderem & Louw, 2015).

Aufgrund der großen Anzahl der Ausübenden, der Häufigkeit der Verletzung und durch die Möglichkeiten der konservativen Therapie, werden PhysiotherapeutInnen immer wieder mit PatientInnen mit Iliotibialem Bandsyndrom (ITBS) konfrontiert. Es scheint, dass vor allem die Kraft der unteren Extremität, die Dehnfähigkeit der Muskulatur sowie die Biomechanik der Beinachse in der Statik und Dynamik einen wesentlichen Einfluss auf das ITBS haben.

Ziel der Arbeit ist es im Detail das ITBS bei LäuferInnen eingehend zu beleuchtet und zu diskutierten, um dieser Population eine auf Evidenz basierende Therapie nach derzeitigem, aktuellen Wissensstand zu ermöglichen. Sie soll PhysiotherapeutInnen einen zusammenfassenden Überblick geben, ein biomechanisches Verständnis der Problematik erzeugen und letzten Endes bestmögliche Vorschläge für die Behandlung von LäuferInnen mit ITBS darstellen. Dabei soll die gesamte aktuelle Literatur auf biomechanischen oder neurophysiologischen Einflussfaktoren eines Trainingsprogrammes für Läufern mit ITBS durchsucht, analysiert und diskutiert werden.