Titelaufnahme

Titel
Evidenzbasierte Physiotherapie bei PAVK im Stadium 2 : Eine Gegenüberstellung von supervidierter Bewegungstherapie und Heimtrainingsprogrammen im Rahmen des Gehtrainings
Weitere Titel
Evidence-based physiotherapy in stage 2 of PAD A comparison between supervised and home-based walking exercise therapy
AutorInnenFurtner, Denise
GutachterAugesky-Stocker, Doris
Erschienen2018
Datum der AbgabeJuni 2018
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Die gängigste Form der Bewegungstherapie bei PatientInnen mit peripherer arterieller Verschlusskrankheit (PAVK) ist das Gehtraining, das eine Verbesserung der Gehstrecke anstrebt und dessen positiven Effekte in vielen Studien belegt worden sind. Das Gehtraining kann in unterschiedlichen Therapiesettings stattfinden. In kurativen Einrichtungen, wie Krankenhäuser und Rehabilitationszentren, wird häufig supervidierte Bewegungstherapie am Laufband durchgeführt, die eine systematische, strukturierte und individuell angepasste Therapieform darstellt. Die positiven Effekte des supervidierten Gehtrainings, im Vergleich zu nicht supervidierter Bewegungstherapie, konnten in zahlreichen Studien nachgewiesen werden. Trotz der positiven Resultate nehmen jedoch nur etwa 30% der PatientInnen an einem Programm teil, da lokale Trainingseinrichtungen nicht ausreichend implementiert sind, eingeschränkte Kapazitäten haben und der regelmäßige Transport dorthin sich zum Teil als schwierig erweist. Sparmaßnahmen der Versicherungsträger bei der Kostenrückerstattung erschweren den PatientInnen zusätzlich die Teilnahme an einem supervidierten Therapieprogramm. Um einen nachhaltiger Erfolg des Gehtrainings zu gewährleisten, stellt ein Heimtraining eine sinnvolle und notwendige Ergänzung/Alternative dar. Ein strukturiertes evidenzbasiertes Heimtrainingsprogramm, das von PhysiotherapeutInnen angeleitet, begleitet und im Verlauf verfolgt wird, ist deshalb dringend notwendig. Spezielle Programme werden entwickelt, in denen das Training in der Umgebung der PatientInnen unter Supervision und Kontrolle der Maßnahmen durchgeführt werden kann. Möglichkeiten für die Überprüfung des Heimtrainings sind das Tragen eines Akzelerometer oder das Führen eines Bewegungs-Tagebuches, anhand deren PhysiotherapeutInnen ein Feedback über die erbrachte Gehleistung geben und die PatientInnen zur Steigerung ihrer Leistung ermutigen können. Ebenso sind jedoch auch nachteilige Aspekte des strukturierten Heimtrainings bekannt wie z.B. schlechte Gehwege oder Wetterbedingungen. Ob das Heimtraining mithilfe von Betreuung, Überwachung und Begleitung bessere Ergebnisse, hinsichtlich Verbesserung der Gehstrecke zeigt, ist nicht vollständig geklärt. In der Bachelorarbeit 2, werden das supervidierte Bewegungsprogramm und das strukturierte Heimtrainingsprogramm kritisch gegenübergestellt und die Ergebnisse von relevanten Studien analysiert.