Bibliographic Metadata

Title
Tonusregulierende Maßnahmen im Beweglichkeitstraining
Additional Titles
Interventions for muslce tone regulation in flexibility training
AuthorLaaber, Cornelia
Thesis advisorKainzbauer, Georg
Published2018
Date of SubmissionJune 2018
LanguageGerman
Document typeBachelor Thesis
Restriction-Information
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Classification
Abstract (German)

Kompressionssyndrome können in verschiedenen Bereichen des Körpers Schmerzen und Bewegungseinschränkungen auslösen. Durch anatomische Gegebenheiten oder Veränderungen kommt es zu Engstellen und zu Einengungen von Nerven und Gefäßen. Eine solche Engstelle zeigt sich unter anderem auch beim Nervus ischiadicus. Dieser verläuft neben einigen weiteren Nerven und Gefäßen durch das Foramen infrapiriforme welches durch den Musculus piriformis begrenzt wird. Eine Tonuserhöhung des M. piriformis bedeutet eine Vergrößerung des Muskeldurchmessers und geht mit einer Raumforderung, auf Kosten des N. ischiadicus, einher. Bei einer dauerhaften Reizung des Nervs kann es zur Ausbildung von typischen Symptomen wie Rückenschmerzen, ausstrahlenden Schmerzen ins Bein und Taubheitsgefühlen kommen. Diese werden in der Medizin als Piriformis Syndrom (PS) zusammengefasst. Daraus ergibt sich folgende zentrale Fragestellung: Welche tonusregulierenden Maßnahmen für den Musculus piriformis gibt es? Welche Techniken sind hinsichtlich Auswertung der Studienergebnisse von ihrer Effektivität her zu empfehlen? Als Muskeltonus wird der Spannungszustand eines Muskels bezeichnet. Dieser ist auch in Ruhe vorhanden und ist die Voraussetzung für eine aufrechte Körperhaltung. Es lassen sich individuelle Unterschiede feststellen, aber auch Variationen zwischen den einzelnen Muskeln ausmachen. Es wird zwischen einem passiven und aktiven Muskeltonus unterschieden. Muskelspannung und -entspannung finden in der kleinsten Einheit des Muskels, im Sarkomer statt. Dieses wiederum besteht aus Aktin- und Myosinfilamenten welche sich durch ATP und Kalzium ineinanderschieben und mit querverlaufenden Brücken verbunden sind. ATP ist ebenfalls für die Auflösung dieser Brückenbildung notwendig. Aber auch die Titinfilamente ind er Muskelzelle werden als Verursacher von Muskelspannung vermutet. Durch Dehnung kann unter anderem der Muskeltonus reduziert werden wobei besonders das statische Dehnen sowie die Contract-Relax Methode gute Wirkung zeigen. Um ein Piriformis Syndrom zu diagnostizieren empfehlen sich die Manöver nach Freiberg, FAIR, HCLK sowie Pace und Beatty. Darüber hinaus kann über Palpation der Schmerz reproduziert werden. In der auf diese Arbeit aufbauenden Bachelorarbeit 2 sollen diese Erkenntnisse mit Hilfe von Interventionsstudien bezüglich Dehnen im Zusammenhang mit einem Piriformis Syndrom in Verbindung gebracht werden und diese dann kritisch verglichen und interpretiert werden. Anhand der Ergebnisse soll eine Empfehlung hinsichtlich der Anwendung in der physiotherapeutischen Praxis und im Sinne eines Selbstmanagements für PatientInnen gegeben werden.