Bibliographic Metadata

Title
Bei uns gibt es keine Diskriminierung
Additional Titles
There is no discriminiation in our institution
AuthorWatzl, Katharina
Thesis advisorHofer, Manuela
Published2017
Date of SubmissionMarch 2017
LanguageGerman
Document typeBachelor Thesis
Keywords (DE)Sozialpädagogische Wohngemeinschaft / Diskriminierungserfahrungen / Umgang mit Diskriminierung / Umgang der Sozialpädagog*innen / MAG ELF / Volkshilfe
Keywords (EN)shared / socio-educational accommodation / socio-educational accommodation / discrimination / social worker's access to discrimination / discrimination experienced by children / MAG ELF / Volkshilfe
Restriction-Information
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Classification
Abstract (German)

In der folgenden Arbeit liegt der Fokus auf Kindern und Jugendlichen, die in einer sozialpädagogischen Wohngemeinschaft leben. Es werden diverse Diskriminierungserfahrungen der Kinder beschrieben und in weiterer Folge wird betrachtet, wie die Sozialpädagog*innen mit diesen Diskriminierungserfahrungen umgehen. Dies wird anhand von leitfadengestützten Expert*inneninterviews durchgeführt, um herauszufinden, welchen Zugang die Sozialpädagog*innen in sozialpädagogischen Wohngemeinschaften zu den Diskriminierungserfahrungen der Kinder und Jugendlichen haben. Hierbei ist vor allem die Frage entscheidend, ob und wie dies innerhalb des Teams oder mit den betroffenen Kindern und Jugendlichen thematisiert wird. Durch eine qualitative Inhaltsanalyse wird zunächst klar, dass die Kinder und Jugendlichen aufgrund dessen, dass sie in einer sozialpädagogischen Wohngemeinschaft untergebracht sind, stigmatisiert werden. Dies führt zu mehrfacher Diskriminierung auf verschiedensten Ebenen, der sogenannten Intersektionalität. Des Weiteren wird in Erfahrung gebracht, dass die Alltagsroutine der Sozialpädagog*innen und die damit verbundenen Aufgaben oftmals eine adäquate Auseinandersetzung mit dem Thema Diskriminierung verhindern. Auf der anderen Seite äußern sich die Sozialpädagog*innen in manchen Situationen selbst diskriminierend beziehungsweise diskriminieren sie auf eine subtile Art.

Abstract (English)

The dissertation focuses on social workers’ reactions to several forms of discrimination experienced by children and/or adolescents who live in shared, socio-educational accommodation. To expose the social workers’ access to discrimination experienced by the children and adolescents, interviews were conducted. The main questions here were as to how discrimination is discussed and/or if it is discussed at all. A qualitative analysis of the material allowed to draw several conclusions, one of which was that the children and adolescents are first of all stigmatised because they live in a shared, socio-educational accommodation, which leads to discrimination on several levels, the so-called intersectionality. Furthermore, the analysis showed that the social workers’ daily routines prevent a focus on experienced discrimination and that, in some cases, the social workers themselves discriminate, although in some cases the discrimination remains subliminal.