Titelaufnahme

Titel
Hygienebewusstsein von PatientInnen und deren Angehörigen
Weitere Titel
Hygiene awareness of patients and their relatives
AutorInnenMoosmüller, Bernd
GutachterBeichler, Helmut
Erschienen2017
Datum der AbgabeJuli 2017
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Händehygiene / Händehygiene-Compliance / Händehygiene PatientInnen / Händehygiene Angehörige / nosokomiale Infektionen / Empowerment PatientInnen
Schlagwörter (EN)hand hygiene / hand hygiene compliance / hand hygiene patients / hand hygiene relatives / nosocomial infection / patient empowerment
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Diese Arbeit beschäftigt sich mit dem Händehygieneverhalten von PatientInnen und deren Angehörigen. Da Fachkräfte, insbesondere das Pflegepersonal, eine Vorbildwirkung haben und letztere auch die Händehygiene von immobilen PatientInnen übernehmen sollen, wird zunächst das Händehygieneverhalten von Fachkräften untersucht.

Der Händehygiene wurde historisch betrachtet nicht die Wichtigkeit beigemessen, die ihr zusteht. Auch Ignaz Semmelweis wurde in Fachkreisen nicht ernst genommen, obwohl die Händehygiene mittels Chlorkalklösung die Sterberate von Wöchnerinnen stark reduzierte. Doch auch heute, obwohl der Zusammenhang von Keimübertragung und Infektion bekannt ist, ist die Händehygiene-Compliance des Fachpersonals erschreckend gering. Daher widmete sich die Forschung vermehrt den Möglichkeiten, die Händehygiene-Compliance zu steigern. Die Weltgesundheitsorganisation hat klare und verständliche Richtlinien herausgegeben, weitere Strategien zur Steigerung der Händehygiene-Compliance folgten, zeigten auch Erfolg, jedoch noch nicht den gewünschten.

Das Händehygieneverhalten von PatientInnen verschlechtert sich bei einem Krankenhausaufenthalt gegenüber den Gewohnheiten zu Hause. PatientInnen und deren Angehörige sind sich ihrer Rolle als potentielle ÜberträgerInnen von krankenhausbedingten Keimen oft nicht bewusst. Hier ist Aufklärung notwendig, denn diese Personengruppe spricht gut auf eine Verbesserung ihres Händehygieneverhaltens an. Wer diese Aufklärung übernehmen soll, muss aber noch gesetzlich geregelt werden.

Zusammenfassung (Englisch)

This thesis deals with hand hygiene behavior of patients, their relatives and visitors. In many ways, health care workers are a model for patients. Also, nurses have to perform adequate hand hygiene measures of immobile patients. Consequently, this thesis also investigates the hand hygiene behavior of health care workers.

Historically, hand hygiene has never been a topic of discussion. Ignaz Semmelweis was not taken seriously by his colleagues, although his instructions drastically reduced the mortality rate of new mothers. But, although nowadays, the relationship of the transmission of health care-associated micro-organisms and health care-associated infections is well known, hand hygiene compliance of health care workers is appalling. The World Health Organization published clear and coherent guidelines for hand hygiene, further strategies were developed. However, the measures did not reach the success desired.

Hand hygiene behavior of patients deteriorates due to a hospital stay as compared to hand hygiene practices at home. Many patients, relatives, and visitors are not aware of their participation in transmitting health care-associated micro-organisms. Yet, this group of persons responds well to programs raising hand hygiene compliance. However, legal provisions are needed to decide who will be responsible for an adequate information of patients, relatives, and visitors.