Bibliographic Metadata

Title
Soziale Beziehungen von jugendlichen Flüchtlingen in Österreich. Herkunftskontexte, soziale Kompetenzen und Unterstützungsfunktionen
Additional Titles
Social Relations of Young Refugees in Austria. Origins, social skills and support functions
AuthorTafari, Isheba
Thesis advisorKnecht, Alban
Published2017
Date of SubmissionAugust 2017
LanguageGerman
Document typeBachelor Thesis
Keywords (DE)Soziale Beziehungen / Jugendliche Flüchtlinge / Soziale Netzwerke / Herkunftskontexte / Soziale Kompetenzen / Soziale Unterstützung
Keywords (EN)Social relations / Young refugees / Social networks / Origins / Social skills / Social support
Restriction-Information
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Classification
Abstract (German)

Flüchtlinge müssen sich nach ihrer Ankunft in Österreich ein neues soziales Netzwerk aufbauen. In der vorliegenden Arbeit wird untersucht, wie männliche, jugendliche, afghanische Flüchtlinge in Wien ihre sozialen Beziehungen gestalten. Die partizipatorisch mit drei Jugendlichen entwickelten Netzwerkkarten und leitfadengestützten Interviews geben einen Einblick in die sozialen Netzwerke begleiteter und unbegleiteter junger Flüchtlinge. Die Ergebnisse zeigen, dass die wichtigsten sozialen Beziehungen der Jugendlichen ihre Familien sowie beim täglichen zusammen Lernen und Wohnen gewonnene Freunde sind. Zahlreiche soziale Kompetenzen wie Hilfsbereitschaft, Kontaktfreudigkeit und interkulturelle Fähigkeiten helfen den Jugendlichen beim Aufbau von Beziehungen zu anderen afghanischen Jungen und zu einzelnen Jugendlichen anderer Herkunft. Positiv verstandene soziale Kontrolle wird vor allem von der Familie ausgeübt, die durch die Flucht mehr an Bedeutung gewonnen hat. Freunde beraten bei persönlichen Problemen, unterstützen mit Geld und vermitteln Zugehörigkeit. Die Peer-Group und erwachsene „externe Unterstützer“ sind für unbegleitete Jugendliche wichtiger als für jene, die mit ihrer Familie nach Österreich gekommen sind. Diese Ergebnisse der Forschungsarbeit ergänzen die Fachliteratur zum Thema um eine Innenperspektive der jugendlichen Flüchtlinge.

Abstract (English)

Refugees have to build new social networks upon arrival in Austria. This study explores how male young Afghan refugees in Vienna form social relations. Network mapping and semi-structured interview guides developed with the participation of three youths provide insight into the social networks of accompanied and unaccompanied young refugees. The results show that the most important social relations of the youths are their families as well as friends they have found in the context of daily learning and living together. Multiple social skills such as readiness to help others, sociability, and intercultural skills assist the youths in building relations with other Afghan young men and a few youths of other national origin. Social control in a positive sense is exercised primarily by the family, which has gained in importance through forced migration. Friends counsel with personal problems, support financially and convey a sense of belonging. The peer group and adult „external supporters“ are more important to unaccompanied youths than to those who have come to Austria with their families. These research results add an internal perspective of young refugees to existing literature on the topic.