Titelaufnahme

Titel
Physiotherapeutisch ausgewählte Assessments bei Schlaganfallpatienten auf Aktivitäts- und Partizipationsebene : Zur Beurteilung der Arm-Hand-Funktion in der Langzeitversorgung
Weitere Titel
Physiotherapeutic selected assessments for stroke patients at the level of activity and participation For the evaluation of the arm-hand-function in the long-term treatment
AutorInnenHolzer, Marie-Christine
GutachterSynek-Strassnitzky, Alice Maria
Erschienen2018
Datum der AbgabeFebruar 2018
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Problemaufriss

Der Schlaganfall zählt in Österreich nach Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs zu der dritthäufigsten Todesursache und ist die Hauptursache für eine bleibende Behinderung (Bundesministerium für Gesundheit und Frauen, 2017, o. S.; Griebler et al., 2015, S. 62). Jährlich erleiden rund 25.000 Menschen in Österreich einen Schlaganfall, dessen Hauptursache die Arteriosklerose ist (APA-Austria Presse Agentur, 2014, o. S.; Griebler et al., 2015, S. 4).

67% der ischämischen Schlaganfälle wurden bei Personen über 69 Jahren festgestellt. Allerdings ist nicht nur die Bevölkerung über 60 Jahre von Schlaganfällen betroffen, denn laut der Österreichischen Gesundheitsbefragung hatten 2006/2007 ca. 2% der über 14-Jährigen, also ca. 150.000 Menschen, bereits einen ischämischen oder hämorrhagischen Schlaganfall.

In der Altersgruppe der 45- bis 59-Jährigen weisen Frauen eine höhere Prävalenzrate auf, wohingegen in der Altersgruppe der 60- bis 74-Jährigen und in der über 74-Jährigen Männer eine höhere Prävalenzrate haben.

Seit 2008 ist beim ischämischen Schlaganfall jährlich ein Anstieg um durchschnittlich 3,1% der Inzidenzrate zu verzeichnen (Griebler et al., 2015, S. 17, S. 19).

Im Alltag sind die Patient*innen meist aufgrund ihrer halbseitigen Lähmung und der halbseitigen Sensibilitätsausfälle eingeschränkt. Besonderes Augenmerk soll in dieser Arbeit auf die obere Extremität gelegt werden, da sie von Bedeutung für diverse Aktivitäten des täglichen Lebens und besonders anfällig für Verletzungen ist (APA-Austria Presse Agentur, 2014, o. S.; Bundesministerium für Gesundheit und Frauen, 2017, o. S.; Kroczek et al., 2002, S. 137).

Physiotherapeutische Relevanz

Das Ziel der Physiotherapie in der Behandlung von Schlaganfallpatient*innen ist, dass die Patient*innen wieder so selbständig wie möglich werden. Um dieses Ziel auch bestmöglich zu erreichen, spielt unter anderem die Arm-Hand-Funktion hemiparetischer Patient*innen eine große Rolle. Schlaganfallpatient*innen haben häufig ein gestörtes Körpergefühl, was sich unter anderem in einer schlechten Haltungskontrolle und einer verminderten Koordinationsfähigkeit widerspiegelt. Dies stellt mehr oder weniger die Grundlage für ein freies Hantieren mit der oberen Extremität dar. Hier setzt die Arbeit von Physiotherapeut*innen an. Es wird versucht die Spastik zu lösen, Fehlbelastungen zu vermeiden und die hemiparetische Körperseite in den Fokus des Patient*innen zu rücken.

Damit die Therapeut*innen wissen, ob die ausgewählten Maßnahmen auch zielführend sind, ist es wichtig mit validen, reliablen und objektiven Testverfahren die Leistungen der Patient*innen vor und nach den gesetzten Maßnahmen zu messen. Dadurch wird die Wiederbefundung der Patient*innenleistung nachvollziehbar gemacht (Bundesministerium für Gesundheit und Frauen, 2017, o. S.). Diese Arbeit zielt darauf ab, physiotherapeutisch relevante Assessments nach ICF zur Beurteilung der Arm-Hand-Funktion zu finden. Die ausgewählten Assessments sollen in der Rehabilitationsphase mit Schlaganfallpatient*innen gut einsetzbar sein.

Zentrale Fragestellung

Welche physiotherapeutisch ausgewählten Assessments zur Beurteilung der Arm-Hand-Funktion bei Schlaganfallpatient*innen in der Rehabilitationsphase sind auf Aktivitäts- und Partizipationsebene anwendbar?

Methodische Vorgehensweise

Die zentrale Fragestellung wird durch eine reine Literaturrecherche beantwortet. Damit werden die bisherigen Erkenntnisse aus der Literatur erfasst und es kommt durch die gefundenen Argumente zur Diskussion der Fragestellung (Voelker, 2012, S. 17). Diese Literaturarbeit kann in Folge als Grundlage für weitere qualitative, quantitative und empirische Arbeiten in diesem Themenfeld herangezogen werden. Im Rahmen dieser Bachelorarbeit würde sich eine solche Datenerhebung als zu umfangreich gestalten.

Die Literatursuche für deutsch- und englischsprachige Studien und Artikel erfolgt in den Datenbanken PubMed, Pedro und Google Scholar. Es wird ebenfalls die Fachliteratur aus der Bibliothek der FH Campus Wien und der Medizinischen Universität Wien herangezogen. Als weitere Quellen zur Literaturbeschaffung dienen die Internetrecherche und neben der systematischen Suche auch die Schneeballmethode.