Bibliographic Metadata

Title
Health Care Apps - der persönliche Motivator für die Physiotherapie?
Additional Titles
Health Care Apps - a personal motivator for physiotherapy?
AuthorZolda, Sophia
Thesis advisorEder, Gerhard
Published2018
Date of SubmissionFebruary 2018
LanguageGerman
Document typeBachelor Thesis
Restriction-Information
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Classification
Abstract (German)

PROBLEMAUFRISS:

Die Benutzung eines Smartphones in Alltag und Beruf ist in der heutigen Zeit nicht mehr wegzudenken. 2017 nutzten bereits 94% der Österreicherinnen/ Österreicher täglich ihr Smartphone. Der Download von Apps ist Routine und die Benutzung von Apps aus dem Gesundheitsbereich steht dabei bereits an achter Stelle, Tendenz steigend (Mobile Marketing Association Austria, 2017).

Therapiemaßnahmen im Bereich der Gesundheit, und damit auch speziell in der Physiotherapie, hängen stark von der Eigenverantwortung der Patientinnen/ Patienten ab. Gerade bei längerfristigen Therapiemaßnahmen ist dies von Bedeutung. Compliance und Motivation der Patientinnen/ Patienten spielen somit sowohl in der Therapie als auch in der Umsetzung des Hausübungsprogrammes eine entscheidende Rolle (Hammer, 2013).

Da Smartphones, wie bereits erwähnt, ein alltäglicher Begleiter im heutigen Leben sind, sollte ihre häufige Verwendung auch von Physiotherapeutinnen / Physiotherapeuten be-wusst genutzt werden, um den Therapieverlauf optimieren und unterstützen zu können. Wenn durch die Benutzung von ausgewählten Health Care Apps die Compliance gesteigert werden kann, könnte dies somit positive Auswirkungen auf den Therapieverlauf haben.

Das IMS Institute For Healthcare Informatics (2013) zeigt sechs Kriterien auf, welche für erfolgreiche und therapieoptimierende Health Care Apps im medizinischen Bereich herangezogen werden sollen. Singh et al. (2016) geben ebenfalls Strategien zur Motivation an, welche jedoch vom Level an Engagement der Patientinnen/ Patienten abhängig sind.

PHYSIOTHERAPEUTISCHE RELEVANZ:

Da, wie im Kapitel Problemaufriss bereits erwähnt, die Compliance einen wichtigen Teil der Therapie und somit des Therapieverlaufs und -erfolgs darstellt, ergibt sich die Frage, wie diese durch den Einsatz von Health Care Apps positiv beeinflusst und unterstützt werden kann, da die Benutzung eines Smartphones und den darauf installierbaren Apps heutzutage ein wichtiger Bestandteil im Alltag ist.

ZIEL DER ARBEIT:

Ziel dieser Arbeit ist herauszufinden, welche Kriterien bzw. Features (Eigenschaften) Health Care Apps im Bereich der Physiotherapie aufweisen müssen, um einen positiven Effekt auf den Therapieverlauf zu erzielen. Hauptaugenmerk wird dabei insbesondere auf die Compliance gelegt, da es im Bereich der Compliance Optimierung noch Verbesserungspotential gibt (Sluijs, 1991). Hierbei soll herausgefunden werden, ob diese durch den Einsatz von bestimmten Health Care Apps gefördert werden kann. Einer Non-Compliance soll somit entgegengewirkt werden.

Um die Personengruppe einzugrenzen, bezieht sich die vorliegende Arbeit und weiterlaufend die Beantwortung der zentralen Fragestellung auf Patientinnen/ Patienten mit Krankheitsbildern aus dem orthopädischen Bereich. Es wird davon ausgegangen, dass durch orthopädische Erkrankungen keine ausschlaggebenden kognitiven Einschränkungen vorliegen und somit die Benutzung von Apps uneingeschränkt möglich ist. Genaue Ein- und Ausschlusskriterien zu Diagnosen und Personengruppen sind Teil der Bachelorarbeit 2.

ZENTRALE FORSCHUNGSFRAGE:

Die zentrale Fragestellung ergibt sich aus dem Problemaufriss und der physiotherapeutischen Relevanz. Sie ist maßgebend für das Ziel dieser Arbeit und setzt sich aus den Inhalten einer wissenschaftlichen Forschungsfrage (Person, Interest, Comparison und Outcome) zusammen:

Welche Kriterien müssen Health Care Apps aufweisen, um einen positiven Effekt auf den Therapieverlauf bei orthopädischen PatientInnen erzielen zu können?

ZUSAMMENFASSUNG & AUSBLICK:

Die vorliegende Arbeit zeigt, dass Compliance ein wichtiger Teil der Therapie und des Therapieerfolgs darstellt und es einige Strategien in Bezug auf Compliance Optimierung gibt. Des Weiteren werden Kriterien in Bezug auf therapieoptimierende Health Care Apps angeführt, welche teilweise Überschneidungen mit den beschriebenen Compliance Optimierungsstrategien aufweisen.

Ziel der Bachelorarbeit 2 ist es, mit der Auswertung der darin vorkommenden Studien die zentrale Forschungsfrage zu beantworten. Dabei werden die Studien mit den in der Arbeit beschrieben Kriterien zur Beurteilung von Health Care Apps kritisch beleuchtet. Da es noch Schwierigkeiten in Bezug auf Compliance Optimierung gibt, soll herausgefunden werden, ob diese Schwierigkeiten durch den Einsatz von Health Care Apps vermindert werden können. (Sluijs, 1991) Die Ergebnisse dieser Arbeit sollen folglich die besten Kriterien für einen optimierten Therapieverlauf bei Patientinnen/ Patienten mit orthopädischen Krankheitsbildern beinhalten. Die gefundenen Kriterien stellen somit den besten Zugang zur Patientin/ zum Patienten dar, um Einfluss auf ihr/ sein Verhalten im Verlauf der Therapie und damit auf die Compliance zu erzielen.