Titelaufnahme

Titel
Die Pausengestaltung als Regenerationsstrategie im Training am Beispiel des Marathonläufers / der Marathonläuferin
Weitere Titel
The break-time as a regeneration strategy during Training using the example of a marathon runner
AutorInnenPinz, Bianca
GutachterSchnell, Daniela
Erschienen2018
Datum der AbgabeFebruar 2018
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Dem/r Physiotherapeuten/in wird ein weites Spektrum an PatientInnen und KlientInnen ge-boten. Darunter auch Hobby- und SpitzensportlerInnen welche sich im Training für einen Marathon befinden. „Aus dem Trainingsumfang (für einen Marathon) ergibt sich eine Ver-letzungsrate von 2,5 Verletzungen pro 1.000 Trainingsstunden für (Marathon-LäuferInnen)“ (Engel et al., 2003, p. 14). Durch die falsche Trainingssteigerung bzw. Unwissenheit bezüg-lich Regenerationszeiten kann es zu einer Überlastung des Bewegungsapparates kommen (Tomasits & Haber, 2005, p. 143).

Daher ist die leitende Forschungsfrage dieser ersten Bachelorarbeit: Wie muss die Pau-sengestaltung im Training auf einen Marathon geplant werden, um eine Überbeanspru-chung des Muskel-Sehnen Apparates zu vermeiden? Um diese Frage beantworten zu können, wurden in einem ersten Schritt die leitenden Begriffe definiert und erklärt. Weiter-führend soll dann in der zweiten Bachelorarbeit die Pause als Regenerationsstrategie dar-gestellt werden. Das Ergebnis soll als optimaler Trainingsplan mit Hauptaugenmerk auf Belastung und Entlastung, somit das optimale legen der Pausen, dargestellt werden, um so eine Überbeanspruchung des Muskel-Sehnen-Apparates zu vermeiden.

Mittlerweile sind verschiedene Regenerationsmaßnahmen und –strategien im Umlauf, um schneller einen neuen Trainingsreiz setzen zu können. Eine Maßnahme ist das Einlegen von Pausen zwischen den Trainingseinheiten (Thomasits & Haber, 2016, p. 164). Prinzipi-ell schaltet der Körper von der Belastungsphase, welche einen abbauenden Prozess dar-stellt (Katabolie), in einen aufbauenden, bzw. umbauenden Prozess (Anabolie) (Faller & Schünke, 2012, p. 611). Die Pause, als Regenerationsstrategie teilt sich in eine vollständi-ge Pause und eine unvollständige, oder lohnende Pause. Die lohnende Pause zeichnet sich durch den Abbau der Ermüdung aus, die vollständige Pause, durch einen weiteren Ablauf von Anpassungsvorhängen (Eisenhut & Zintl, 2014, p. 7f.).

Prinzipiell ist der Laufsport Bestandteil der Leichtathletik und ebenso eine Ausdauersport-art, wodurch es zur Trainingsgrundlage vieler anderer Sportarten wird (Weineck, 2001, p. 205). Durch die fortlaufende Wiederholung ein und derselben Bewegungsabfolge wird die Sportart Laufen zu einer zyklischen Bewegung (Aderhold & Weigelt, 2012, p. 21). Beim Laufen unterscheidet man in der Biomechanik eine vordere und hintere Stützbein- und ebenso Schwungbeinphase (Aderhold & Weigelt, 2012, p. 21). Häufige Syndrome der Überbeanspruchung eines/e Läufers/in sind wie folgt: das Tractus Iliotibialis Syndrom, das Shintsplint- Syndrom, das Kompartment Syndrom, die Fascitis plantaris und die Metatar-salgie (Engel & Stiegler, 2003, p.14).

Laut Tomasits und Haber (2016) stellt das Übertraining eine „[…] Anpassungsstörung der organischen und vegetativen Regulation […] (dar und) […] entsteht durch ein Missverhält-nis der Summe aller Belastungen und der aktuellen Erholungsfähigkeit“ (Tomasits & Haber, 2016, p. 160). Die bereits gesichtete Literatur lässt den Rückschluss zu, dass der Begriff der Überbeanspruchung mit dem Begriff des Übertrainings gleichzusetzten ist (Kenttä & Hassmèn, 1998, p. 2).

Zur Diagnose von Übertraining eigenen sich Ergometertests oder Blutuntersuchungen mit Hauptaugenmerkt auf Harnstoff-Stickstoff. Eine gesteigerte Creatin-Phosphat-Kinase lässt eine stärkere muskuläre Überbeanspruchung ableiten (Tomasits & Haber, 2016, p. 160f.). Überlastungssyndrome eines/r Läufers/in werden von jenen meist als dumpfer, diffuser Schmerz im Bereich des jeweiligen Muskels beschrieben. Als Test zur Differentialdiagnos-tik haben sich Provokationstest als geeignet herausgestellt. Auch der Auslösemechanis-mus ist ein wichtiges Indiz. (Hüter-Becker & Dölken, 2005, p. 243ff.).

Diese Bachelorarbeit ist eine nicht-empirische wissenschaftliche Arbeit. Um den aktuellen Wissensstand exakt darlegen zu können, wurde in Bibliotheken und Online-Datenbanken nach einschlägigen Fachbüchern, Artikeln und Studien, deutscher- wie englischsprachiger Literatur, gesucht. Für eine möglichst genaue Eingrenzung der Suche, in den online Da-tenbanken Google Scholar und PubMed, wurden die wichtigsten Schlagworte definiert und mit umschreibenden und beschreibenden Begriffen und Synonymen erweitert. Bei der Lite-ratursuche hat es sich als schwierig erwiesen, Artikel zu finden, welche sich mit der Pau-sengestaltung im Sport bzw. im Laufsport auseinandersetzten. Zumeist wurden Artikel ge-funden welche Regeneration in Verbindung mit dem Laufsport behandeln und Regenerati-on in Verbindung mit Übertraining. Prinzipiell wurden deutlich mehr Artikel zu Regeneration in Beziehung mit Übertraining gefunden. So zeigt sich, dass das Phänomen des Übertrai-nings bzw. der Überbeanspruchung im Sport ein Aktuelles ist. Studien, welche die Pausen-gestaltung im Laufsport untersuchen, wurde keine gefunden. Die Literaturrecherche wurde vertieft, in dem das Schneeballprinzip angewandt wurde.