Bibliographic Metadata

Title
Laufbandtraining für Kleinkinder mit Down-Syndrom – ein weiterer Schritt in der grobmotorischen Entwicklung?
Additional Titles
Treadmill Training for Infants with Down Syndrome – Another Step Forward in the Development of Gross Motor Skills?
AuthorAmann, Sara
Thesis advisorEder, Gerhard
Published2018
Date of SubmissionJuly 2018
LanguageGerman
Document typeBachelor Thesis
Restriction-Information
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Classification
Abstract (German)

Einleitung

In diesem Kapitel wird auf das Thema, die Forschungsfrage dieser Arbeit und die physiotherapeutische Relevanz eingegangen.

Problemaufriss

Die Entwicklung der geistigen und körperlichen Fähigkeit kann durch die Hirnstruktur und die Funktion des Gehirnes beeinflusst werden, welche wiederum durch genetische Faktoren geprägt sind. Kinder mit dem Down-Syndrom sind sowohl in der Entwicklung der Psychomotorik als auch beim Lernen verzögert (Florin et al., 2011).

Sie lernen beispielsweise mit etwa einem Jahr Rückstand das selbständige Gehen, mit zunehmendem Alter wird der Unterschied zu Gleichaltrigen immer deutlicher (Selikowitz, 1992). In der motorischen Entwicklung ist das Gehen ein bedeutender Meilenstein. Diese Fähigkeit ermöglicht es den Kindern, mit der Umwelt auf eine neue Art und Weise zu interagieren, wodurch auf der motorischen, sozialen und kognitiven Ebene weitere Fortschritte gemacht werden können (Flehmig, 2001). Aus diesem Grund ist es wichtig, Kinder mit dem Down-Syndrom in diesem Bereich zu fördern (Selikowitz, 1992).

In den vergangenen Jahren haben sich die Prognosen für diese Kinder verbessert, da in der medizinischen Betreuung und Behandlung immer mehr Fortschritte gemacht wurden (Schaaf & Zschocke, 2013).

Zentrale Forschungsfrage

Inwiefern beeinflusst Laufbandtraining die grobmotorische Fähigkeit des selbständigen Gehens von Kleinkindern mit Down-Syndrom?

Physiotherapeutische Relevanz

Das Gehen kann mit den Kleinkindern mithilfe eines Laufbandes geübt werden.

Die Theorie hinter diesem Training beruht auf dem Grundgedanken der Neuroplastizität, welcher durch das zielorientierte Üben gestützt wird. Dies bedeutet, dass es durch wiederholtes Üben eines Bewegungsablaufes zu einer Anbahnung von diesen Bewegungsmustern im Nervensystem kommt und somit die Koordination verbessert werden kann (Gutenbrunner & Glaesener, 2007; Zalpour, 2014).

Durch diese Art des Trainings und durch die anschließende Übertragung in den Alltag könnte ein weiterer Schritt in Richtung Gehen gelegt werden (Ulrich et al., 2001).

Aus den oben genannten Gründen ist es sehr wichtig, Kinder mit besonderen Bedürfnissen auch dementsprechend zu fördern.

Ziel der Arbeit

Deshalb soll in dieser Bachelorarbeit der Sinn hinter dem Laufbandtraining in Bezug auf die grobmotorische Entwicklung und Physiotherapie (inklusive Hausübungsprogramm) bei Kleinkindern mit Down-Syndrom untersucht werden.

Kurze Zusammenfassung und Ausblick

Da es beim Erreichen der Meilensteine sowohl in der Zeit als auch der Qualität deutliche

Unterschiede gibt, wird bewusst, dass Kinder mit Down-Syndrom einen erhöhten Förderbedarf haben, welcher gedeckt werden muss.

In der Bachelorarbeit 2 soll deshalb mittels Studien geklärt werden, ob das Laufbandtraining für die grobmotorische Entwicklung unterstützend sein kann.

Zudem werden bei der Methodik die weiteren Punkte des Scoping Reviews, die Ein- und Ausschlusskriterien und die Bewertung der Qualität der Studien behandelt.