Titelaufnahme

Titel
Krafttraining zur Verminderung des Sturzrisikos bei Menschen mit Parkinson. Eine thematische Einführung.
Weitere Titel
Strength training to reduce the risk of falls in those affected by Parkinson's disease. An introduction.
AutorInnenGauster, Ann-Sophie
GutachterGreisberger, Andrea
Erschienen2018
Datum der AbgabeJuli 2018
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Das idiopathische Parkinson-Syndrom ist gekennzeichnet durch die vier Kardinalssymptome Bradykinese, Tremor, Rigor und posturale Instabilität. (Schwarz & Storch, 2007) Weiters besteht eine parkinson-typische Haltung, die zur posturalen Instabilität und zu einem veränderten Gangbild beiträgt. Charakteristisch für den Gang sind eine kurze Schrittlänge, ungenügende Schritthöhe, verlangsamtes Tempo und eine schmale Spurbreite. (Vieregge & Conrad, 2005) Diese Faktoren und eine allgemein schwache Muskulatur der unteren Extremitäten tragen zu einem erhöhten Sturzrisiko bei.

Progressives Widerstandstraining wird als gängige Therapiemethode bei Personen mit idiopathischem Parkinson-Syndrom eingesetzt. Tillman et al. (2015) konnten in ihrem systematischen Review zwar eine Verbesserung der Kraft durch progressives Widerstandstraining in der unteren Extremität feststellen, allerdings waren die Ergebnisse in Bezug auf Gangtempo und posturale Stabilität nicht signifikant. Anzuführen ist hier, dass nicht alle verwendeten Studien in der Interventionsgruppe reines progressives Widerstandstraining durchführten, sondern in manchen Studien eine zusätzliche Trainingsart verwendet wurde. Dadurch kann das Ergebnis nicht alleine auf das progressive Widerstandstraining zurückgeführt werden. Weiters wurden Studien inkludiert, die Personen in den Stadien 1 bis 3 nach Hoehn und Yahr untersuchten. Wie im Kapitel 2.1. beschrieben zeigen die Personen im ersten Stadium keine bis minimale Beeinträchtigungen der Motorik. Hier ist zu hinterfragen, wie weit sich Personen in einem kurzen Interventionszeitraum verbessern können.

In dieser Arbeit soll herausgearbeitet werden, ob progressives Widerstandstraining nicht nur eine positive Wirkung auf die Verbesserung der Kraft hat, sondern auch auf die Sturzrisikofaktoren wie auf das veränderte Gangbild, die posturale Instabilität und das verminderte Gangtempo.

Methode

Diese Arbeit ist eine nicht-empirische wissenschaftliche Arbeit und die definierten Begriffe wurden im Sinne einer systematischen Literaturrecherche bearbeitet. Die Recherche wurde in den Datenbanken PubMed und Physical Evidence Database (PEDro) durchgeführt. Es werden nur randomisierte kontrollierte Studien und kontrollierte klinische Studien eingeschlossen. Alle ProbandInnen müssen die Diagnose idiopathisches Parkinson-Syndrom gestellt bekommen haben und sich in den Stadien zwei und drei nach Hoehn und Yahr befinden. Die Interventionsgruppen müssen ausschließlich progressives Widerstandstraining durchführen. In den Vorher- und Nachher-Messungen müssen die Sturzrisikofaktoren posturale Instabilität, Kraft, Schritthöhe, Schrittlänge oder Gangtempo gemessen werden.