Titelaufnahme

Titel
Hamstring - Verletzungen : Eine Literaturzusammenschau
Weitere Titel
Hamstring - Injuries A literature review
AutorInnenZimmer, Jennifer
GutachterKlinger, Meike
Erschienen2018
Datum der AbgabeJuli 2018
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Fußballer/Innen, Rugbyspieler/Innen, Leichtathleten/Innen oder auch Tänzer/Innen zählen allesamt zu einer Gruppe von Sportler/Innen mit einer besonderen Anfälligkeit für Hamstrings-Verletzungen (Heiderscheit, Sherry, Slider, Chumanov & Thelen, 2010). Brubaker und James (1974) fanden heraus, dass an 50% der muskulären Verletzungen bei Sprintern die Knieflexoren beteiligt sind. Wobei diese am häufigsten während, beziehungsweise nahe der maximalen Geschwindigkeit auftreten (Askling, Saartok & Thorstensson, 2006; Askling, Tengvar, Saartok & Thorstensson, 2007).

Die Fragestellungen „Wann werde ich wieder trainieren können?“ oder „Wie kann ich, so schnell wie möglich, wieder in das Training einsteigen?“ sind für jede/n Leistungssportler/In von großer Bedeutung.

Das primäre Ziel des Rehabilitationsprogrammes ist, dass der/die Sportler/In so schnell wie möglich, mit dem geringsten Risiko der Wiederverletzung an sein vorheriges Leistungsniveau anschließen kann. Um dies zu erreichen, müssen sowohl muskuloskeletale Defizite als auch Risikofaktoren, die zu der Verletzung geführt haben könnten, berücksichtigt werden. Zu den beeinflussbaren Faktoren zählen: eine Schwäche des M. Quadriceps, schlechte Dehnfähigkeit, Müdigkeit und ein Kräfteungleichgewicht zwischen der konzentrischen und exzentrischen Muskulatur (Croisier, 2004; Heiderscheit et al., 2010; Witvrouw, Danneels, Asselman, D’Have & Cambier, 2003).

Von großer Bedeutung ist die Wiederverletzungsrate, ein Drittel aller Sportler/Innen verletzen sich nach ihrem Comeback ein weiteres Mal, wobei diese Verletzung oft schwerwiegender ist als die Ursprüngliche. Das größte Risiko wird in den ersten zwei Wochen nach dem Wiedereinstieg beschrieben. Die hohe Zahl an Re-rupturen/faserrissen lässt auf eine zu frühe Rückkehr zum Sport, ein unzureichendes Rehabilitationsprogramm oder einer Kombination aus beidem schließen (Croisier, 2004).

Studien haben gezeigt, dass exzentrisches Training sowohl die Wahrscheinlichkeit für das Erstauftreten von Verletzungen der ischiocruralen Muskulatur als auch die Wahrscheinlichkeit für Wiederverletzungen reduzieren (Petersen, Thorborg, Nielsen, Budtz-Jorgensen & Holmich, 2011 & Arnason, Andersen, Holme, Engebretsen & Bahr, 2008).

Diese hohe Verletzungsrate sowie das große Risiko der wiederauftretenden Beschwerden unterstreichen die Wichtigkeit eines gezielten Rehabilitationsprogrammes. Dadurch kann die Prävalenz in den Teufelskreis der Wiederverletzung zu geraten, welche die sportliche Leistungsfähigkeit reduzieren und sogar ein Karriereende bedeuten könnte vermindert werden (Engelhart, 2005).

Im Rahmen dieser Bachelorarbeit werden Kraftübungen zur Reduzierung der Wiederverletzungsrate bei Hamstrings-Verletzungen unter physiotherapeutischen Gesichtspunkten auf ihre Relevanz untersucht. Daraus folgt die zu überprüfende Hypothese H1: Mit aktiven physiotherapeutischen Maßnahmen (Kraftübungen etc.) kann die Wiederverletzungsrate nach Hamstrings-Verletzungen bei Leistungssportlern/Innen verringert werden. Im Idealfall kann anschließend eine Empfehlung für ein Rehabilitationsprogramm ausgesprochen werden.

In dieser Arbeit soll folgende Frage geklärt werden: „Welche Kraftübungen beziehungsweise Richtlinien sollte ein rehabilitatives Trainingsprogramm nach Hamstrings-Verletzungen bei Leistungssportlern/Innen beinhalten, um eine möglichst niedrige Wiederverletzungsrate zu erreichen?“.

Ein wichtiger Schwerpunkt in der Physiotherapie liegt in der Rehabilitation. Hier besteht die Aufgabe darin, Athleten/Innen nach einer Verletzung, mit dem kleinstmöglichen Verlust der sportlichen Leistungsfähigkeit, so schnell wie möglich wieder in den Leistungssport einzugliedern.

Physiotherapeuten/Innen beziehungsweise Sportphysiotherapeuten/Innen ermöglichen dem/der Sportler/In eine korrekte Instruktion und durch ihre permanente Supervision können sowohl die Qualität als auch die Quantität der Übungen sichergestellt werden.

Diese Arbeit soll relevante Übungen eines Rehabilitationsprogrammes nach einer Hamstrings- Verletzung aufzeigen, um ohne Probleme in den Leistungssport zurückkehren zu können.

Frei nach dem Motto: „Comeback stronger“