Titelaufnahme

Titel
Der Einfluss von Krafttraining auf das Sturzrisiko von Menschen mit Parkinson. Eine systematische Literaturarbeit.
Weitere Titel
The impact of strength training on reducing risk of falling in people with Parkinson's disease. A systematic review.
AutorInnenGauster, Ann-Sophie
GutachterGreisberger, Andrea
Erschienen2018
Datum der AbgabeJuli 2018
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Idiopathisches Parkinson-Syndrom / Progressives Widerstandstraining
Schlagwörter (EN)Parkinson / strength training
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Hintergrund: Beim idiopathischen Parkinsonsyndrom kommt es aufgrund degenerativer Prozesse zu Störungen des motorischen Systems. Diese Störungen bewirken, dass das Sturzrisiko für Personen mit idiopathischem Parkinsonsyndrom deutlich erhöht ist. Als Sturzrisikofaktoren wurden posturale Instabilität, reduzierte Kraft, verlangsamtes Gangtempo und verkürzte Schrittlänge identifiziert. (Schwarz & Storch, 2007)

Die Reduktion des Sturzrisikos hat höchste Priorität in der Physiotherapie. Die europäischen Physiotherapie-Leitlinien für die Behandlung von Personen mit idiopathischem Parkinsonsyndrom beschreibt, dass durch ein aktives Trainingsprogramm die Personen leistungsfähiger werden und damit auch das Sturzrisiko reduziert werden kann. (Keus et al., 2014)

Progressives Widerstandstraining wird als gängige Therapiemethode bei Personen mit idiopathischem Parkinsonsyndrom eingesetzt. Somit ergibt sich die zentrale Fragestellung ob bzw. wieweit progressives Widerstandstraining die oben genannten Sturzrisikofaktoren beeinflussen kann, dies soll in der vorliegenden Arbeit herausgearbeitet werden.

Methode: Es handelt sich um eine nicht-empirische wissenschaftliche Arbeit. Mittels systematischer Literaturrecherche wurde in den Datenbanken PubMed und PEDro nach Studien gesucht. Die Einschlusskriterien sind wie folgt: die Testpersonen mussten in den Stadien eins bis drei nach Hoehn und Yahr eingeteilt sein, die Interventionsgruppe durfte ausschließlich progressives Widerstandstraining durchführen und es mussten die oben genannten Sturzrisikofaktoren gemessen werden. Studien wurden ausgeschlossen, wenn die Kontrollgruppe ein Krafttraining durchführten oder die Interventionsgruppe ein zusätzliches Training erhielt. Wenn die Kontrollgruppe keine Intervention erhielt war dies kein Ausschlussgrund.

Ergebnisse: Am Ende wurden die Inhalte von vier Studien für diese Arbeit herangezogen. Die Studien wurden hinsichtlich der Charakteristika der Testgruppen, der Interventionen und der angewandten Tests analysiert. Jeder Sturzrisikofaktor wurde mittels unterschiedlicher Tests untersucht.

Schlussfolgerung: Es konnten signifikante Ergebnisse in Bezug auf die Kräftigung der unteren Extremitäten gefunden werden. Weiters zeigten die Verlagerung des Center of Pressure in der initialen Gangphase und die initiale Schrittlänge eine signifikante Veränderung. Eine weitere signifikante Veränderung wurde beim schnellstmöglichen Gangtempo gemessen. Die anderen Testparameter zeigten im Vergleich mit anderen Interventionen oder „Usual Care“ keine signifikanten Unterschiede.

Abschließend ist zu sagen, dass progressives Widerstandstraining seine Berechtigung in der Behandlung von Personen mit idiopathischem Parkinson hat, allerdings nur als Teil der Behandlungsmaßnahmen.

Zusammenfassung (Englisch)

Context: Idiopathic Parkinson syndrome is a degenerative disease affecting the motor system. People affected by the disorder are at a higher risk of falling. Postural instability, loss of physical strength, decelerated stride velocity and shortened stride length have all been identified as the primary causes for people falling.

Reducing the risk of falling is one of the main priorities within physiotherapy. The European Physiotherapy Guidelines for Parkinson’s Disease indicate that active training for people with Parkinson syndrome positively affects their physical performance and therefore reduces the risk of falling.

Progressive resistance training is a common treatment of people with Parkinson’s disease. Therefore, the question is: How, and to what extent can progressive resistance training influence the risk factors of people falling.

Methods: This is a non-empirical paper. A systematic literature research has been carried out using the data bases PubMed and PEDro. Studies were included if subjects have been diagnosed with Hoehn and Yahr stages one to three, the intervention group was only allowed to do progressive resistance training and the risk factors mentioned above must have been assessed. Studies were excluded if the control group did any form of strength training or the intervention group did additional training. No intervention for control group was no exclusion criteria.

Results: In the end four studies fulfilled all requirements and, consequently, have been used for this paper. The sample characteristics, interventions and assessments were analysed. All risk factor had been assessed.

Conclusion: Progressive resistance training resulted in a significant result regarding strengthening the lower limbs. Furthermore, the displacement of the COP during the initial phase of walking and the initial stride length had significant effects. In additions, the fastest walking speed showed significant improvement. The other measured parameters showed no significant changes when compared to other interventions or usual care.

In conclusion, progressive resistance training is an effective tool for treating people with idiopathic Parkinson syndrome, however it should be included as part of a diverse variety of treatments.

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