Titelaufnahme

Titel
Hamstringverletzungen im Sport : Qualitative Analyse aktiver physiotherapeutischer Maßnahmen
Weitere Titel
Hamstring injuries in Sports Qualitative Analysis of active physiotherapeutic interventions
AutorInnenZimmer, Jennifer
GutachterKlinger, Meike
Erschienen2018
Datum der AbgabeJuli 2018
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Hamstringverletzungen / ischiocrurale Muskulatur / Sportler / Rehabilitation / Physiotherapie / Wiederverletzung
Schlagwörter (EN)hamstring injuries / posterior thigh muscle / athlete / rehabilitation / physiotherapy / reinjury
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Kontext: Verletzungen der ischiocruralen Muskulatur treten häufig bei Sprint- und Sprungbelastungen, in schnelligkeitsabhängigen Sportarten auf. Verletzungsmechanismen können langsames Dehnen bei extremen Bewegungsabläufen, wie beim Ballett, oder in der Schwungphase des Sprints sein. Ziel dieser Arbeit ist es, anhand einer Analyse trainingstherapeutischer Programme herauszufinden mit welchen Kraft- und Beweglichkeitsübungen die Wiederverletzungsrate nach einer akuten Hamstringverletzung möglichst gering gehalten werden können.

Methodik: Der initiale Bearbeitungsweg erfolgte auf nicht-empirischer Weise. Anhand einer PICO Frage wurde eine Literaturrecherche durchgeführt. Bei den ausgewählten Referenzen handelt es sich um Interventionsstudien mit trainingstherapeutischen Übungsprogrammen. Die Rehabilitationsprogramme aus den zurückgelieferten Studien wurden in Übungskomplexität und Kraft- bzw. Beweglichkeitsübungen kategorisiert und analysiert.

Ergebnisse: Ein Rehabilitationsprogramm, welches aus progressiven Beweglichkeits- und Rumpfstabilisationsübungen besteht, beschleunigt die Rückkehr zum Sport einerseits und vermindert ein Wiederauftreten der Verletzung andererseits. Trainingsprotokolle mit dem Schwerpunkt auf exzentrischem Krafttraining der ischiocruralen Muskulatur in einer maximal gestreckten Position, stellten die Kraft um ein hohes Maß schneller wieder her, als konzentrisches Training.

Conclusio: In Bezug auf die physiotherapeutische Praxis ist anzumerken, dass Rehabilitationsprogramme nach Hamstringverletzungen vorzugsweise auf Kraft- und Beweglichkeitsübungen basieren sollten, die in erster Linie hohe Belastungen bei gedehnter ischiocruraler Muskulatur beinhalten.

Zusammenfassung (Englisch)

Context: The mechanism of a hamstring injury can be slow stretching motions within extreme movement sequences, often found in sports such as ballet, or in the swing phase of the sprint. The aim of this paper is to state which strengthening- and flexibility exercises can keep the re-injury rate after acute hamstring injury as low as possible by taking reference to an analysis of training therapy methods.

Methods: The initial processing path was carried out in a non-empirical way. Based on a PICO question, a literature research was done. The selected references are interventional studies with training therapeutic exercise programs. The rehabilitation programs of the studies were categorized and analyzed in exercise complexity and strength- and mobility exercises.

Results: A rehabilitation program, which consists of progressive agility and core stability exercises, reduces the time of return to sport on the one hand and minimizes the recurrence of the injury on the other hand. Training protocols with the focus on eccentric strength training of hamstring muscles in a maximally stretched position restored strength much faster than concentric training.

Conclusio: Regarding to physiotherapeutic practice, it should be noted that hamstring rehabilitation programs should preferably be based on strength and flexibility exercises, with a primarily high load on the stretched hamstring muscles.