Bibliographic Metadata

Title
Pflegerische Maßnahmen bei Personen mit Locked-in-Syndrom Die Förderung der Wahrnehmung
Additional Titles
Nursing practice by People with Locked-in-Syndrom Promotion of the perception
AuthorLeban, Sonja
Thesis advisorZinner-Wanggo, Brigitte
Published2017
Date of SubmissionJuly 2017
LanguageGerman
Document typeBachelor Thesis
Keywords (DE)Basale Stimulation / Bobath / Wahrnehmung / Bewusstsein / Förderung
Keywords (EN)Basale Stimulation / Bobath / perception / awareness / promotion
Restriction-Information
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Classification
Abstract (German)

Der plötzliche Verlust der Beweglichkeit und Kommunikationsfähigkeit ist die Folge einer Basilaristhrombose. Personen mit dem Locked-in-Syndrom sind in ihrem Körper wortwörtlich eingeschlossen. Betroffene haben schwerste körperliche Beeinträchtigungen und sind dabei bei vollem Bewusstsein. Die Funktion der vertikalen Augenbewegungen ist erhalten. Dies ist die einzige Möglichkeit, in Kontakt mit anderen Menschen zu kommen. Aufgrund der schweren Beeinträchtigungen besteht die Gefahr, dass das Locked-in-Syndrom mit dem Wachkoma verwechselt wird. Die Beurteilung des Bewusstseinszustandes mit Hilfe der Glasgow-coma-scale ist daher von großer Bedeutung. Personen mit dem Locked-in-Syndrom benötigen viel Unterstützung bei allen Tätigkeiten. Besonders bei Locked-in PatientInnen ist die Förderung der Wahrnehmung wichtig. Sie erhalten nur wenige Informationen von der Umwelt, da sie die meiste Zeit im Bett verbringen. Diese Faktoren führen zu Wahrnehmungsveränderungen. Das Konzept der Basalen Stimulation von Andreas Fröhlich wurde für Menschen mit schweren Beeinträchtigungen entwickelt. Es ist ein körperorientiertes Pflegekonzept, welches die Wahrnehmung fördert. Das Bobath-Konzept ist eine therapeutisch-aktivierende Pflege für Personen nach einer Hirnschädigung und wurde von Berta und Karel Bobath entwickelt. Die Angebote der Basalen Stimulation und die Positionierungen nach Bobath helfen Betroffene die Umwelt und sich selbst besser wahrzunehmen. Diese wahrnehmungsfördernden Pflegemaßnahmen sind in der professionellen Pflege nicht mehr wegzudenken.

Abstract (English)

The sudden loss of mobility and communication ability is the result of basilar thrombosis. People with the locked-in syndrome are literally included in their bodies. Those affected have the most severe physical impairments. Patients who have locked-in syndrome are conscious and aware. The function of vertical eye movements is preserved. This is the only way to get in touch with other people. Because of the severe impairment there is the risk that the locked-in syndrome is confused with the vegetative state. The assessment of the state of consciousness using the Glasgow coma-scale is therefore of great importance. People with the locked-in syndrome need a lot of support in all activities. Especially in Locked-in patients the promotion of the perception is important. They get little information from the environment as they spend most of their time in bed. These factors lead to perceptual changes. The concept of basal stimulation by Andreas Fröhlich was developed for people with severe impairments. It is a body-oriented care concept, which promotes perception. The Bobath concept is a therapeutic-activating care for individuals after brain damage and was developed by Berta and Karel Bobath. The offers of the basic stimulation and the positions according to Bobath help those concerned the environment and themselves better to perceive themselves. These care measures are indispensable in professional care.