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Title
Osteoporose (OP) bei postmenopausalen Frauen : Physiotherapeutisch ausgewählte Assessments auf Aktivitäts- und Partizipationsebene laut ICF
Additional Titles
Osteoporosis (OP) in postmenopausal women Physical therapy selected assessments on activity and participation level according to ICF
AuthorWahlmüller, Julia
Thesis advisorSynek-Strassnitzky, Alice Maria
Published2018
Date of SubmissionFebruary 2018
LanguageGerman
Document typeBachelor Thesis
Restriction-Information
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Classification
Abstract (German)

Welche physiotherapeutischen Assessments sind im Rahmen der Aktivitäts- und Partizipationsebene laut ICF bei postmenopausalen Frauen mit Osteoporose anwendbar? Anhand dieser Bachelorarbeit wird versucht diese zentrale Fragestellung zu beantworten.

In der Bachelorarbeit 1 wurden Begriffsdefinitionen, welche als Grundlage für die zweite Arbeit stehen, erläutert.

Weltweit sind etwa 200 Millionen Menschen von OP betroffen. Die Inzidenz soll laut Prognosen zunehmen (Holzer, 2013, S.4). Von der WHO wird sie als eine von den 10 wichtigsten Volkskrankheiten angesehen (Bartl, 2011, S.V). Im mittleren Alter von 50 Jahren erleidet jede dritte Frau eine durch OP bedingte Fraktur. Die geschätzten Kosten die in Europa für die Behandlung von Knochenbrüchen aufgebracht werden müssen, betragen jährlich 36 Mrd. Euro (Holzer, 2013, S.4). Die OP lässt sich in verschiedene Formen einteilen, die laut Bartl (2011, S.34ff) sind: die idiopathisch juvenile OP, die idiopathische OP junger Erwachsener, die postmenopausale (Typ 1) OP, die senile (Typ 2) OP. In dieser Arbeit wird auf den Typ 1, die postmenopausale OP, eingegangen. Laut WHO (1994, S.5) wird die OP der Frauen wie folgt definiert: „Eine OP liegt vor, wenn die Knochenmineraldichte um 2,5 Standardabweichungen unter dem statistischen Mittelwert gesunder prämenopausaler Frauen liegt“. Ab dem 50. Lebensjahr, mit dem Einsetzen der Menopause steigt das Osteoporoserisiko der Frauen immer stärker. Die weibliche Geschlechtshormonproduktion wird eingestellt, die Knochenmasse nimmt ab und vor allem die Osteoklasten, die für den Knochenabbau zuständig sind, werden angeregt (Dobnig & Gruber, 2016, S.30). OP und ihre Folgen können die Aktivität und die Teilhabe am täglichen Leben einer postmenopausalen Frau deutlich einschränken. Hierfür sollen geeignete Assessments ausgewählt werden, um die physiotherapeutisch relevanten Kategorien der ICF Core Sets für OP beurteilen zu können. Erhebliche Probleme spiegeln sich auch auf der Funktions- und Strukturebene der ICF wieder. Da dies jedoch ein zu großer Themenumfang für diese Arbeit wäre, bezieht sich diese Arbeit in der Assessmentauswahl auf die Aktivitäts- und Partizipationsebene.

Ziel dieser Arbeit ist es, physiotherapeutisch relevante Assessments zu finden, welche osteoporotisch bedingte Beeinträchtigungen auf der Aktivitäts- und Partizipationsebene nach ICF erfassen. Sie sollen den Gütekriterien Responsivität, Reliabilität und Validität entsprechen. Darüber hinaus sollen diese Assessments, hinsichtlich zeitlichem und kostenpflichtigem Aufwand, in der Praxis gut umsetzbar sein, damit sie bei anfänglicher, fortlaufender aber auch zu beendender Therapie der OP als Wiederbefundungsparameter heranziehbar sind.

Die vorliegende Arbeit stützt auf einer reinen Literaturrecherche. Zur Beantwortung der zentralen Fragestellung wurde nach verfügbarer Literatur gesucht, um den aktuellen Ist-Stand der Wissenschaft zu erfassen.

Weiteres wurde nach Studien gesucht um herauszufinden, welche Assessments im physiotherapeutischen Prozess der OP in der Praxis angewendet werden können. Als Orientierung wurden ausgewählte ICF Kategorien herangezogen.

Unter Berücksichtigung der Auswahlkriterien, wurden folgende Assessments ausgewählt: Timed up & Go, Chair Stand Test, Physical performance test, Tinetti Test (POMA) und die Berg Balance Scale.