Titelaufnahme

Titel
Dehnen als regenerationsfördernde Maßnahme. Der Nutzen von Dehnungsübungen bei Sprintern zur Verletzungsprophylaxe.
Weitere Titel
Stretching as a regenerative measure. The benefits of stretching exercises in sprinters for injury prevention.
AutorInnenWödlinger, Isabella
GutachterSchnell, Daniela
Erschienen2018
Datum der AbgabeFebruar 2018
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Der Begriff Regeneration wird in der Literatur für zwei unterschiedliche Mechanismen ein-gesetzt. Die physiologische Regeneration nach sportlicher Betätigung und die Reparatur-prozesse nach vorangegangenem Trauma. Van den Berg & Cabri, (2011) unterscheiden kontinuierliche Regeneration (Physiologisch) und Nicht-kontinuierliche Regeneration (Pa-thologisch). Müller-Wohlfahrt et al., (2010) sprechen in ihrem Werk von einer Erholung der Muskulatur. Haber & Tomasits, (2006); Zahnd, (2005) und Müller-Wohlfahrt et al., (2010) beschreiben einige positiven Effekte des Dehnens, dazu zählen: Verlängerung der Muskel-fasern, Verletzungsprophylaxe, Detonisation, Vorbeugen von muskulärer Dysbalance, so-wie Verbesserung der Leistung und Flexibilität. Dabei fungiert Dehnen (engl. Stretching) als Überbegriff. Es wird somit nicht zwischen PNF, statischem Dehnen und dynamischem Dehnen unterschieden. Dadebo et al., (2004) zeigt auf, dass Muskelzerrungen mit 33% die häufigsten Verletzungen im Profisport sind, 11% davon betreffen die ischiocrurale Muskula-tur. Niethard et al., (2014) beschreiben, dass ein Muskelfaserriss die Folge einer über das physiologische Maß hinausgehend Dehnung ist. In der späten Schwung-Phase wird die ischiocrurale Muskulatur maximal gedehnt (Yu et al., 2008) und hat ihren Aktivitäts-Peak (Van den Tillaar et al., 2017). Verletzungen während des Sprints ereignen sich häufig in der späten Schwung-Phase (Yu et al., 2008). Der am häufigsten beschriebe Lokalisationsort ist laut Petersen & Hölmich, (2005); Askling et al., (2007) der M.biceps femoris am Muskel-Sehnen Übergang. Bant, H. et al., (2011) erklärt dies mit einer eingebauten Sollbruchstelle. Das Risiko sich zu Verletzen ist am Ende der Halbzeiten und während des Matchs erhöht (Tsur, 2015; Dadebo et al., 2004; Greig & Siegler, 2009; Müller-Wohlfahrt et al., 2010). High Intensity Sportarten wie Fußball, hohes Alter, ethnische Zugehörigkeit, muskuläre Dysba-lancen, schwache Hamstrings, geringe Dehnbarkeit, vorangegangene Verletzungen und Ermüdung zählen zu den Risikofaktoren (Witvrouw et al., 2014; Opar, 2017; Dadebo et al., 2004; Tsur, 2015).