Titelaufnahme

Titel
Nicht invasive Beatmungsstrategien bei Frühgeborenen mit Atemnotsyndrom
Weitere Titel
Noninvasive ventilation strategies for preterm infants with respiratory distress syndrome
AutorInnenRaab, Karina
GutachterWosko, Paulina
Erschienen2018
Datum der AbgabeJuni 2018
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Nicht invasive Beatmung / CPAP / IPPV / Atemnotsyndrom / Frühgeborene
Schlagwörter (EN)Noninvasive Ventilation / CPAP / IPPV / Respiratory Distress Syndrome / premature infants
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Hintergrund: Das Atemnotsyndrom (RDS) ist die häufigste Komplikation in der Neonatologie. Dabei ist oft eine Intubation mit mechanischer Beatmung unerlässlich. Nicht invasive Atemunterstützungen können die Komplikationen der invasiven Methode vermeiden und sind schonender für die Säuglinge. Dahingehend scheint die NIPPV- bzw. NIMV-Beatmung dem NCPAP überlegen zu sein.

Ziel der Arbeit ist es die Beatmungsstrategien miteinander zu vergleichen und zu untersuchen, welche der Strategien Komplikationen effektiver vermeiden und die Notwendigkeit der Intubation mit mechanischer Beatmung am geringsten hält.

Methode: Die Grobrecherche erfolgte in Google, Google Scholar und im Hans Huber Verlag. Eine systematische Literaturrecherche wurde von Oktober 2017 bis Februar 2018 in den Datenbanken Medline via PubMed, CINHAL und Academic Search Elite durchgeführt. Dabei wurden 19 Studien näher analysiert und 12 zur Bearbeitung herangezogen.

Ergebnisse: Die NIPPV- bzw. NIMV-Beatmung ist effektiver in der Vermeidung von Intubationen und mechanischer Beatmung als der NCPAP und wirkt sich durch die Verringerung von Apnoen positiv auf die Atemorgane der Frühgeborenen aus. Auch die Dauer des Sauerstoffbedarfes und die Länge des Krankenhausaufenthaltes konnten durch die NIPPV- und NIMV-Beatmung verkürzt werden. Hinsichtlich der Häufigkeit des Pneumothorax oder der Mortalität konnten keine Zusammenhänge bestätigt werden.

Diskussion: In der Praxis scheint die NIPPV bzw. NIMV Komplikationen und Fehlerraten zu verbessern und wirkt sich positiv auf das Atemverhalten der Säuglinge aus. Zukünftig sind weitere Studien notwendig, die sich auf das Gestationsalter fokussieren und ein einheitliches methodisches Vorgehen wählen.

Zusammenfassung (Englisch)

Background: Respiratory distress syndrome (RDS) is the most common complication in neonatology. Intubation with mechanical ventilation is often indispensable. Non-invasive breathing aids can avoid the complications of the invasive method and are gentler on infants. In this respect, NIPPV or NIMV ventilation seems to be superior to NCPAP.

The aim of the study is to compare the ventilation strategies and examine which of the strategies avoids effective complications and minimizes the need for intubation with mechanical ventilation.

Method: The coarse search took place on Google, Google Scholar and Hans Huber Verlag. A systematic literature search was conducted from October 2017 to February 2018 in the Medline databases via PubMed, CINHAL and Academic Search Elite. 19 studies were analyzed in detail and 12 were used for processing.

Results: NIPPV or NIMV ventilation is more effective in preventing intubation and mechanical ventilation than NCPAP and has a positive effect on the respiratory organs of premature infants by reducing apneas. The duration of oxygen demand and the length of hospital stay could also be shortened by NIPPV and NIMV ventilation. With regard to the frequency of pneumothorax or mortality, no correlations could be confirmed.

Discussion: In practice, NIPPV or NIMV seems to improve complications and error rates and have positive effects on infants' breathing behavior. In the future, further studies will be necessary that focus on the age of the design and choose a uniform methodological approach.