Titelaufnahme

Titel
Die selbstbestimmte Geburt.
Weitere Titel
A self-determined childbirth.
AutorInnenHerbst, Elena
GutachterHeinzl, Silke
Erschienen2018
Datum der AbgabeJuli 2018
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Autonomie / Empowerment / Entscheidungsfindungsprozess / Geburtserlebnis / Selbstbestimmung / Wahlfreiheit / Würde
Schlagwörter (EN)autonomy / empowerment / decision-making process / birth experience / self-determination / freedom of choice / dignity
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Die vorliegende Arbeit befasst sich mit dem Thema der Selbstbestimmung, Autonomie

und Wahlfreiheit einer gebärenden Frau im klinischen Setting.

Hintergrund: Das Erleben der Geburt ist gegenwärtig Inhalt von Forschungsprojekten,

aber auch der Medien. Organisationen wie „Roses Revolution“ bemühen sich darum,

aufzuzeigen, was eine respektlose, entmachtende und autoritäre Behandlung während

der Geburt bei einer Frau auslösen kann. Diverse Vereinigungen beschreiben auf

unterschiedliche Weise Rechte von Frauen während Schwangerschaft, Geburt und

Wochenbett. Zu den Rechten einer Frau rund um die Geburt zählen das Recht auf

Information, Wahlfreiheit oder Einwilligung. Eine würdevolle Geburtssituation schließt

aber auch die Freiheit von Demütigung und verbalen Übergriffen oder die Wahrung der

Intimsphäre mit ein.

Ziele: Mit dieser Arbeit soll erörtert werden, was Selbstbestimmung für eine gebärende

Frau bedeutet und wie die Hebamme die Gebärende in ihrer Autonomie unterstützen

kann. In der Arbeit wird beschrieben, welchen Unterschied es für Schwangere,

Gebärende und Wöchnerinnen macht, selbst- oder fremdbestimmt zu sein. Es soll

dargestellt werden, wie die Frau in ihrer Autonomie gestärkt und emanzipiert durch die

Geburt begleitet werden kann.

Methode: Zur Beantwortung der Forschungsfragen wurde eine systematische

Literaturrecherche in hebammenrelevanten Datenbanken durchgeführt. Als die

systematische Recherche keine neuen Ergebnisse mehr lieferte, wurde mittels

Schneeballsystem nach weiteren Publikationen gesucht – hierzu wurden die

Literaturverzeichnisse aller bisher generierten Texte gelesen und potentiell bedeutsame

Literatur im Internet ermittelt. Die Studien wurden nach Stahl kritisch gelesen und sind in

Kapitel 3.4 in Tabelle 2 aufgelistet.

Ergebnisse: Frauen, die sich in der Situation der Geburt als selbstbestimmt

wahrnehmen, beschreiben das Geburtserlebnis durchschnittlich als positiver gegenüber

Frauen, die ein hohes Maß an Fremdbestimmung erlebt haben. Ein positives

Geburtserlebnis hat für die Frau nicht nur einen Einfluss auf ihr psychisches Befinden,

sondern wirkt sich auch förderlich auf die Mutter-Kind-Bindung aus. Die Interaktion

zwischen Hebamme und Gebärender ist ein wesentlicher Faktor bezüglich des

Wohlbefindens der Frau. Förderliche Elemente sind eine offene Kommunikation, die

Weitergabe von Informationen, Empowerment (Befähigung) und Respekt vor der

Individualität der Gebärenden.

Zusammenfassung (Englisch)

This thesis deals with self-determination, autonomy and freedom of choice of a delivering

woman in the clinical setting.

Background: Currently the experience of childbearing is content of research and media.

Organizations like “Roses Revolution” try to show the consequences of disrespectful,

disempowering and authoritarian treatment for a woman during childbirth. In various ways

several associations describe the rights of women during pregnancy, childbirth and

childbed. Childbearing women have the right to information, free choice or to consent. A

dignified birth also includes to be free of humiliation, verbal attacks and to protect the

women's privacy.

Objectives: This thesis should argue what self-determination means to a childbearing

woman and how the midwife can promote her autonomy. This thesis will describe

whether self-determination or heteronomy makes a difference for pregnant or

childbearing women and new mothers. It’s to depict how you can lead a woman through

childbirth by strengthening her autonomy and empowering her.

Methods: Relevant databases were used during systematic research to arrive at answers

concerning the central questions. As soon as no further information has been found using

this method the focus was shifted to find further information in the references of

previously acquired papers. To comment on the papers, they were read critically using

the method of Stahl. All papers are listed in Tabelle 2 in chapter 3.4.

Main results: Women often describe a positive birth experience when they undergo

themselves as self-determined during labour. A positive birth experience doesn’t just

influence her mental condition, but also the bond between mother and child. Relating to

the wellbeing of the mother, the midwife-woman interaction is a key factor for the

wellbeing of the labouring woman. Promotive elements in regard to this interaction are an

open communication, disclosure of information, empowerment and respect for the

individuality of labouring woman.