Titelaufnahme

Titel
Systemisch verabreichte Opioide sub partu mit Schwerpunkt Nalbuphin
Weitere Titel
Systemic opioids sub partu with focus on Nalbuphine
AutorInnenHinterberger, Melanie
GutachterHeinzl, Silke
Erschienen2018
Datum der AbgabeJuli 2018
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Geburtshilfliche Anästhesie / Geburtsschmerz / Nalbuphin / Schmerztherapie / Systemische Opioide
Schlagwörter (EN)Obstetric Anaesthesia / Labour Pain / Nalbuphine / Pain Management / Systemic Opioids
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Hintergrund: Opioid-Analgetika werden zur Schmerzreduktion sub partu eingesetzt. Diese stark wirksamen Schmerzmittel werden meist intravenös oder intramuskulär verabreicht. Pethidin, Nalbuphin und Remifentanil sind einige Vertreter, die sub partu angewandt werden, wobei Pethidin im deutschsprachigen Raum am häufigsten zum Einsatz kommt. Nalbuphin gehört der Gruppe der gemischten Agonisten-Antagonisten an und die Wirkung unterscheidet sich deshalb vom reinen Agonisten Pethidin.

Forschungsfrage und Ziel: Diese Arbeit beschäftigt sich mit folgenden Fragen: Welche Vorteile kann eine systemische Opioidgabe zur maternalen Schmerzreduktion sub partu haben und welche maternalen und kindlichen Auswirkungen hat eine systemische Opioidgabe sub partu? Ziel ist es, das Klinikpersonal über mögliche Konsequenzen einer Opioidgabe (im Speziellen einer Nalbuphingabe) sub partu aufzuklären, damit im Bedarfsfall eine informierte Entscheidung getroffen werden kann.

Methode: Die Forschungsfragen werden mithilfe einer Literaturrecherche beantwortet.

Ergebnisse: Opioide haben keinen negativen Einfluss auf die Geburtsdauer und den Geburtsmodus. Durch Nalbuphin ist sogar eine Verkürzung der Eröffnungsperiode möglich. Eine zufriedenstellende Analgesie kann mittels Opioiden erreicht werden, ohne nachweisbare maternale Nebenwirkungen auszulösen. Lediglich nach Nalbuphingabe kommt es vermehrt zu Sedierung. Falls eine Schmerzfreiheit gewünscht ist, ist die rückenmarksnahe Analgesie vorzuziehen. Beim Feten lösen systemisch verabreichte Opioide Veränderungen im CTG aus. Wenn nur wenig Zeit zwischen Opioidgabe und Geburt liegt, muss mit einem schlechteren kindlichen Outcome gerechnet werden. Außerdem sind Neugeborene, deren Mütter Opioide sub partu erhalten haben, schläfriger, haben verringerte Such- und Saugreflexe und schreien mehr.

Conclusio: Nalbuphin ist im Vergleich zu anderen Opioid-Analgetika für die Anwendung unter der Geburt nur wenig erforscht. Weitere Studien zu den Folgen einer Nalbuphingabe sub partu wären wünschenswert.

Zusammenfassung (Englisch)

Background: Opioid analgesics are used intrapartum for pain relief. These potent analgesics are usually given intravenously or intramuscularly. Pethidine, Nalbuphine and Remifentanil are some of the substances used in labour. Pethidine is most commonly used in German-speaking countries. Nalbuphine belongs to the group of mixed agonist-antagonists and therefore the effect is different from the pure agonist pethidine.

Research question and aim: This thesis deals with the following questions: What are the advantages of systemic opioids for maternal pain relief in labour and what are the maternal and neonatal effects of intrapartum opioids? The aim is to inform the clinic staff about the possible consequences when opioids (especially Nalbuphine) are administered in labour, so that an informed choice can be taken.

Methods: The research questions are answered by using a literature search.

Results: Opioids do not have any negative impact on the duration of birth or the mode of delivery. Nalbuphine allows for faster first stage of labour. Opioids are able to achieve satisfactory analgesia without any negative maternal side effects. Only by a Nalbuphine-injection sedation can be triggered. If a woman wants to be entirely pain free, an epidural analgesia is the better choice. In the fetus, systemically administered opioids trigger changes in the CTG. If there is little time between opioid-injection and delivery you have to anticipate a poor neonatal outcome. Newborns, whose mothers have received systemic opioids, are sleepy, have reduced search and sucking reflexes and cry more.

Conclusion: Nalbuphine is poorly researched compared to other opioid analgesics for labour pain relief. Further studies are desirable to explore the consequences of intrapartum Nalbuphine administration.

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