Bibliographic Metadata

Title
Spätprimipara: Bedürfnisse in der Schwangerschaft
Additional Titles
Late Primiparous Women: Requirements in Pregnancy
AuthorMay, Raffaela
Thesis advisorHauss, Sabrina
Published2018
Date of SubmissionJuly 2018
LanguageGerman
Document typeBachelor Thesis
Keywords (DE)Maternales Alter / Schwangerschaft über 35 / Risikoschwangerschaft / Risikozuschreibung
Keywords (EN)Maternal Age / Pregnancy at the age of 35 / Risk pregnancy / Risk ascription
Restriction-Information
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Classification
Abstract (German)

Kurzfassung

Hintergrund: Das Alter von Erstgebärenden steigt stetig. Somit sind „Risikoschwangerschaften“ heutzutage keine Seltenheit mehr. In diese Kategorie fallen auch erstgebärende Frauen ab einem Alter von 35 Jahren, da sie mögliche gesundheitliche Risiken haben, aber auch Bedarf nach besonderer Schwangerenvorsorge durch eine Hebamme benötigen.

Ziel: Das Ziel dieser Bachelorarbeit ist es, die Bedürfnisse Späterstgebärender aufzuzeigen und zu erklären, wie eine Hebamme die Schwangerenvorsorge an diese besonderen werdenden Mütter anpassen kann. Daraus ergibt sich die folgende Forschungsfrage: „Welche Bedürfnisse haben „späte Mütter“ und wie können sie durch eine Hebamme während der Schwangerschaft optimal betreut werden?“.

Methode: Bei der Ausarbeitung der Bachelorarbeit wurde der Fokus auf den psychosozialen Kontext gelegt, welcher mit fundiertem medizinischem Grundlagenwissen unterstützt werden sollte. Im Zuge dessen wurde eine systematische Literaturrecherche gemacht, welche in Onlinedatenbanken und Bibliotheken durchgeführt wurde. Außerdem halfen einige Fachbücher bei der Erstellung der Bachelorarbeit. Der Schwerpunkt der Literaturrecherche wurde auf Quellen der letzten 10 Jahre gelegt. Sowohl deutsche als auch englischsprachige Literatur wurde berücksichtigt.

Ergebnisse: Durch die Risikozuschreibung werden bei der Späterstgebärenden Ängste und Sorgen ausgelöst. Sie haben ein großes Informationsbedürfnis und legen Wert auf ein „risikoreduzierendes Verhalten“. Aufgrund des Wunsches nach Kontrolle, steigt bei Späterstgebärenden die Inanspruchnahme von Pränataldiagnostik. Auch auf eine adäquate Schwangerenvorsorge durch Hebammen legen diese Frauen besonders Wert. Eine Hebamme kann eine Risikoschwangerschaft aufgrund ihrer fundierten Ausbildung bestmöglich betreuen. Dennoch ist eine enge Zusammenarbeit mit einem Gynäkologen unumgänglich, weswegen der Hebamme auch die „Lotsenfunktion“ zukommt um der werdenden Mutter Unterstützung in allen möglichen Fällen bieten zu können.

Conclusio: Zu den Bedürfnissen “später Mütter” zählen ein erhöhtes Informations- und Kontrollbedürfnis sowie das Anstreben eines risikoreduzierenden Lebensstils. Die Schwangerenvorsorge durch eine Hebamme muss sich daher an diesen Bedürfnissen orientieren. Es können Vorsorgeuntersuchungen aber auch psychosoziale Beratungen durchgeführt werden. Bei pathologischem Schwangerschaftsverlauf muss eine Hebamme mit einem Gynäkologen und anderem medizinischen Fachpersonal zusammenarbeiten um mögliche maternale und fetale Risiken einzuschränken.

Abstract (English)

Abstract

Background: The maternal age increases continuously. Today “risk pregnancies” are no longer unknown. The expectant primiparous women with an age of 35 years falls into this category because of potential medical risks and possibly obtains a special maternity care programme through a midwife.

Aim: The aim of this bachelor thesis is to reveal the special needs of late primiparous women and which midwife-led antenatal care programme would be best for them. Therefore, the research questions arises: “What needs do “late mothers” have and how can they optimally cared by a midwife-led antenatal care?”

Method: To elaborate the bachelor thesis properly, a psychosocial focus was set, which supported the medical basic knowledge. A systematic Literature Research was done in online databases and libraries. Besides that, some specialist books were used. A limited period for the last ten years was set. This included German as well as English resources.

Results: Throughout the risk ascription, the late primiparous women induce feelings like fear and sorrow. They have a higher demand for information and appreciate “risk reducing behaviour”. Because of the wish for more control, the demands of prenatal screening ascends. Yet late primiparous women call on a midwife-led antenatal care services too. Through a qualified midwife, risk pregnancies can be optimally maintained. Nevertheless, a collaboration with a gynaecologist is necessary which is why a midwife can act as a mediator to guarantee the best support for the mother-to-be.

Conclusion: The requirements for late primiparous women are higher demands for information and control and a strive for a risk-reduced lifestyle. So there needs to be a midwife-led antenatal care which orientates on the special needs. This contains a medical check-up and a psychosocial consulting. If a pathological course of pregnancy occurs, the midwife has to cooperate with a gynaecologist and other medical professionals to limit the maternal and fetal risks.