Titelaufnahme

Titel
Geplant statt spontan- Auswirkungen der Amniotomie auf die Geburt
Weitere Titel
Planned instead of spontaneous- Effects of amniotomy during labour
AutorInnenPrem, Daniela
GutachterHeinzl, Silke
Erschienen2018
Datum der AbgabeJuli 2018
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Amniotomy / Künstliche Fruchtblaseneröffnung / Geburtsmechanik / Fetales Outcome
Schlagwörter (EN)Amniotomy / Artificial rupture of the membranes / Birth mechanic / Fetal outcome
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Das gewählte Management unter der Geburt hat einen entscheidenden Einfluss auf das mütterliche sowie kindliche Wohlergehen. Häufig kommt das sogenannte aktive Geburtsmanagement, das unter anderem eine routinemäßige Amniotomie beinhaltet, zum Einsatz. Die vorliegende Bachelorarbeit beschäftigt sich mit den Auswirkungen der künstlichen Fruchtblaseneröffnung unter der Geburt auf die Geburtsmechanik und das Kind. Basierend auf einer Literaturrecherche wird aufgezeigt, dass die Mechanik des Geburtsgeschehens durch den Eingriff beeinflusst werden kann. Darauffolgend kommt es zu einem Tiefertreten des kindlichen Kopfes und zu einer gesteigerten uterinen Aktivität. Unklar bleibt, inwiefern die Amniotomie Einfluss auf die Geburtsdauer oder den Entbindungsmodus nimmt. Grundsätzlich treten Geburtskomplikationen nach der untersuchten Intervention nicht gehäuft auf. Unklarheit herrscht hinsichtlich der Gefahr einer Infektion oder eines Nabelschnurvorfalls. Es bedarf weiterer Forschung zur Untersuchung der mütterlichen Wahrnehmung im Zusammenhang mit der künstlichen Fruchtblaseneröffnung. Um die Konsequenzen für das Kind darzustellen, werden CTG-Anomalien, Apgar-Wert und Azidose sowie allgemeines neonatales Outcome, aber auch Mekoniumaspirationssyndrom und andere Komplikationen zur Evaluierung herangezogen. Bezüglich fetalen Herzfrequenzänderungen und Mekoniumaspirationssyndrom herrscht keine Einigkeit in der Literatur. Alle anderen Parameter treten nach Amniotomie unter der Geburt nicht öfter auf. Allgemein kann gesagt werden, dass die Intervention mit keiner Steigerung der mütterlichen oder fetalen Morbidität sowie Mortalität zusammenhängt.

Zusammenfassung (Englisch)

The applied management of delivery influences the wellbeing of mothers and their infants crucially. Frequently the active management of labour is used, which also contains a routine amniotomy. The following bachelor thesis deals with the consequences of artificial rupture of the membranes during delivery on birth mechanics and fetus. Based on a literature research it is shown that the mechanic of delivery can be effected by this procedure. Subsequently the baby’s head comes deeper and uterine activity increases. The influence on the duration of labour and mode of birth remains unclear. There are generally no increased rates of birth complications after artificial rupture of the membranes. It is unclear if there is a higher risk of infection or cord prolapse after the intervention. Further research is needed on the maternal perception of a performed amniotomy. To evaluate the consequences for the baby, the thesis investigates CTG-abnormalities, Apgar-score and acidosis, as well as general neonatal outcome, meconium aspiration syndrome and other complications. Results about changes of the fetal heartrate and meconium aspiration syndrome are not consistent in the literature. All the other parameters do not occur more often after artificial rupture of the membranes. The intervention is generally not associated with an increase of maternal and fetal morbidity or mortality.