Titelaufnahme

Titel
Status post bariatrischer Chirurgie- Folgen in der Schwangerschaft
Weitere Titel
Pregnancy Outcomes after Bariatric Surgery
AutorInnenSalaschor, Gulistan
GutachterKayer, Beate
Erschienen2018
Datum der AbgabeJuli 2018
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Bariatrische Chirurgie / Schwangerschaft / Folgen Schwangerschaft
Schlagwörter (EN)bariatric surgery / pregnancy / pregnancy outcomes
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Hintergrund:

Die Adipositas und die daraus resultierenden Komorbiditäten stellen zunehmend in industrialisierten Ländern ein großes klinisches und wirtschaftliches Problem dar. Für viele Betroffene stellt die chirurgische Therapie eine effektive und finale Möglichkeit dar, langfristig Gewicht zu reduzieren. Die Anzahl bariatrischer Operationen hat in den letzten Jahren stark zugenommen. Im Vergleich zu Männern unterziehen sich in Österreich vor allem Frauen einem solchen Eingriff. Knapp 50 Prozent aller bariatrischer Eingriffe an Frauen finden im reproduktiven Alter statt.

Ziel:

Als Ziel wird eine Übersichtsarbeit zum aktuellen Forschungsstand über die Folgen und Risiken der häufigsten durchgeführten bariatrischen Eingriffe auf die Schwangerschaft formuliert, um als Hilfestellung in der Beratungstätigkeit der Hebamme mit Schwangeren zu dienen.

Methode:

Die Beantwortung der Forschungsfrage erfolgte mittels systematischer Literaturrecherche in den Bibliotheksdatenbanken der FH Campus Wien und der Medizinischen Universität Wien. Die Datenbanken CINAHL, Cochrane Library, MIDIRS und PubMed wurden im Zeitraum von 09.2017 bis 11.2017 durchsucht. Zusätzlich wurde die Bibliothek der Medizinischen Universität nach themenspezifischen Büchern durchgesehen. Ebenso wurde mittels Handrecherche an den oben genannten Universitäten die Literatur ergänzt und an Hand des Schneeballverfahrens durch spezifische Primärliteratur komplettiert. Zur Darstellung von Trends und demographischen Zahlen wurden die Daten der STATISTIK AUSTRIA herangezogen. Alle Studien wurden kritisch nach der Methode von Stahl Katja gewürdigt.

Ergebnisse:

In zahlreichen Studien konnte gezeigt werden, dass das Risiko einen Gestationsdiabetes (GDM) oder Präeklampsie in der Schwangerschaft nach bariatrischer Chirurgie zu entwickeln, gesenkt werden konnte. Die Inzidenz eines Large-for-Gestational-Age (LGA) Neugeborenen ist postoperativ nach Roux-en-Y Magenbypass rückläufig, während die Inzidenz an Small-for-Gestational-Age (SGA) Neugeborenen steigt. Ebenso steigen die Inzidenzen für maternale Anämie, Frühgeburtlichkeit und die Überstellung eines Neugeborenen auf eine neonatale Intensivstation (NICU). Ein oraler-Glucose-Toleranz-Test (oGTT) ist Schwangeren nach Roux-en-Y Magenbypass nicht zu empfehlen, auf Grund eines möglichen Dumping-Syndroms. Eine engmaschige fetale Biometrie und maternale Kontrolle pro Trimenon, um auf einen möglichen Mikronährstoffmangel nach Roux-en-Y Magenbypass aufmerksam zu werden, ist durchzuführen. Das empfohlene Intervall zwischen chirurgischer Therapie und Konzeption liegt bei zwölf bis achtzehn Monaten und eine Geburt ist in einem Perinatalzentrum anzustreben. Auf Grund der derzeit niedrigen Fallzahlen und noch teilweise ausständigem Wissen zur Pathophysiologie nach bariatrischer Chirurgie ist sicherlich noch weitere Forschung und Fallverlaufsbeobachtung nötig, um aussagekräftige Ergebnisse zu erhalten und weitere Empfehlungen auszusprechen.

Zusammenfassung (Englisch)

Background:

Obesity and its comorbidities increasingly pose medical and economical problems in industrialised countries. For many obese, bariatric surgery offers an effective long-term option for weight loss. Bariatric surgeries have increased markedly over the last years. In Austria, more women than men chose this treatment option, in fact, approximately 50% of all bariatric surgeries are performed on women in their reproductive age.

Objectives:

The objective is to offer a review on the current state of research on the effects and risks of the most frequently performed bariatric surgeries on subsequent pregnancies, to provide aid for Midwives in their counselling of pregnant women.

Methods:

Data was acquired by systematic literature review in the databases of the libraries of the FH Campus Wien and the Medical University of Vienna. The databases of CINAHL, Cochrane Library, MIDIRS and PubMed were reviewed in the time period from 09.2017-11.2017. Furthermore, theme related books in the library of the Medical University of Vienna were reviewed. By manual search in the above stated libraries literature was completed and finalised by snowballing of primary literature. Data from the “Statistics Austria” was used to illustrate trends and demographics. All studies were read by the critical reading method of Stahl Katja.

Main results:

Several studies have shown that the risk of developing gestational diabetes or pre-eclampsia (PE) in women who had previously undergone bariatric surgery was reduced. The incidence of Large-for-Gestational Age (LGA) newborns after Roux-en-Y gastric bypass decreases however, the incidence of Small-for-Gestational Age (SGA) increases. The incidence of maternal anemia, preterm birth and admission for neonatal intensive care unit (NICU) increases after bariatric surgery. It is not advised to perform an oral-Glucose-Tolerance-Test (oGTT) in pregnant women who have undergone Roux-ex-Y gastric bypass due to the possibility of the onset of dumping syndrome. In pregnant women who have undergone Roux-en-Y gastric bypass surgery, frequent monitoring of the fetal biometry and the maternal condition within a trimenon is advised in order to become aware of nutritional deficiencies early on. Conception is advised to take place earliest twelve till eighteen months after bariatric surgery. Giving birth in a perinatal center is recommended. Due to the currently small number of cases and incomplete knowledge of post bariatric surgery pathophysiology, more research and case studies are necessary to obtain significant data from which recommendations and guidelines can be drawn.

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