Bibliographic Metadata

Title
Risikofaktor Geburt : Posttraumatische Belastungsstörung im Wochenbett
Additional Titles
Riscfactor Birth Posttraumatic stress disorder during puerperium
AuthorGrote, Katharina
Thesis advisorKayer, Beate
Published2018
Date of SubmissionJuly 2018
LanguageGerman
Document typeBachelor Thesis
Keywords (DE)Interventionen / Risikofaktor Geburt / Psychologisches Trauma / Traumatisierung unter der Geburt / Posttraumatische Belastungsstörung
Keywords (EN)Interventions / Riscfactor Birth / Psychological Trauma / Traumatization during birth / Posttraumatic stress disorder
Restriction-Information
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Classification
Abstract (German)

Psychologische Traumatisierungen stehen in direktem Zusammenhang von bedrohlichen Situationsfaktoren und individuellen Bewältigungsmöglichkeiten. In einer traumatischen Situation ist keine subjektiv angemessene Reaktion möglich und die Triade Kampf, Flucht und Totstellreflex wird aktiviert. Traumatisierungen können als Folgereaktion zur Entwicklung einer posttraumatischen Belastungsstörung führen.

Ziel dieser Arbeit war es, Interventionen unter der Geburt und im Rahmen des Geburtsprozesses zu identifizieren, welche zu Traumatisierungen führen können. Traumatisierungen unter der Geburt können eine posttraumatische Belastungsstörung im Wochenbett bewirken. Diese wiederum hat weitreichende und langfristige Auswirkungen auf zwischenmenschliche Beziehungen, die Mutter-Kind-Beziehung, die Stillbeziehung und auf nachfolgende Geburten.

Zur Beantwortung der Forschungsfrage wurde eine systematische Literaturrecherche in diversen medizinischen Datenbanken wie MEDLINE/PubMed, der Cochrane Library und Science Direct, durchgeführt. Zusätzlich wurde nach thematisch relevanten Publikationen direkt in diversen Fachzeitschriften und bei Organisationen gesucht. Der Inhalt der erhaltenen Literatur wurde nach der Lesemethode nach Stahl kritisch gelesen und beurteilt.

Ergebnisse dieser Arbeit zeigen, dass sowohl direkte Interventionen (vaginal operative Eingriffe, Sectio caesarea) und Interventionskaskaden (intrapartale oder postpartale Komplikationen oder Notfälle), sowie indirekte Interventionen auf Basis der Überschreitung der Integrität der Gebärenden Traumatisierungen bewirken können.

Der Begriff der birth-related posttraumatischen Belastungsstörung beschreibt den Zusammenhang zwischen Traumatisierungen im Rahmen der Geburt und der Entwicklung einer posttraumatischen Belastungsstörung im Wochenbett.

Antenatale Risikofaktoren durch bereits existierende psychische Erkrankungen oder Traumatisierungen durch Gewalt- und Missbrauchserfahrungen, Unfälle oder schwere Erkrankungen können einen Einfluss auf Traumatisierungen unter der Geburt haben oder im Rahmen dieser getriggert werden und somit zu einer Retraumatisierung führen.

Prädiktorische Variablen, wie Angst vor der Geburt und dem Geburtsschmerz, Angst um die Gesundheit des Kindes oder der Gebärenden selbst, ein Kontrollverlust unter der Geburt oder eine Diskrepanz in der Erwartung der Geburt und dem Ergebnis, können auftreten und eine Traumatisierung beeinflussen.

Präventionsarbeit durch Hebammen und des geburtshilfliche Teams sind die Schnittstelle der Möglichkeit der Senkung der Traumatisierungen im Rahmen der Geburt.

Abstract (English)

Psychological trauma is directly associated with threatening situations and the individual coping strategies. During a traumatic situation, a subjective adequately reaction is not possible and the triad of fight, flight und freeze is activated. Traumatization can lead to the development of a posttraumatic stress disorder.

The Aim of this thesis was to identify possible interventions, which could lead to traumatization during birth and the process of labour. Traumatization during birth can be associated with the development of a posttraumatic stress disorder during puerperium. This disorder has a wide range of impacts on interpersonal relationchips, the mother-child interaction, breast feeding and on subsequent labour.

A systematic literatur research was performed in divers medical databases, like MEDLINE/PubMed, Cochrane Library and Science Direct. In addition relevant papers were searched in various specialised journals and organisations. The content of the recieved literatur was read and evaluted by the method of Stahl.

Results of this thesis present that direct interventions (vaginal operative birth, sectio caesarea) and cascades of interventions (intrapartal and postpartal complications and emergencies), as well as indirect interventions in form of affecting the integrity of the parturient can lead to traumatization.

The term of birth-related posttraumatic stress disorder describes the correlation of traumatization during birth and the development of a posttraumatic stress disorder during puerperium.

Antenatal risc factors by preexisting psychiatric diseases or traumatization through violent oder sexual abuse, accidents oder severe diseases can show an impact on traumatization during labour or can be triggerd within childbirth. This can lead to a retraumatization.

Predictive variables, such as fear of labour und its pain, fear of the babies and mothers health, the loss of control durig labour and the discrepance of anticipation and outcome of birth can influence traumatization.

Prevention through the work of midwives and the whole obstetric team is the main interface of preventing and reducing traumatization during labour.