Titelaufnahme

Titel
Vegan im ersten Lebensjahr. : Möglichkeiten und Kritikpunkte einer veganen Ernährung von Säuglingen.
Weitere Titel
Vegan in the first year of life. Options and points of criticism of a vegan diet of infants.
AutorInnenHerbst, Elena
GutachterHeinzl, Silke
Erschienen2018
Datum der AbgabeJuli 2018
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Veganismus / vegane Ernährung / Nährstoffbedarf / Nährstoffmangel / kritische Nährstoffe / Ernährungsempfehlungen / Vitamin B12 / Vitamin D / Wachstum / Entwicklung / Supplementierung
Schlagwörter (EN)veganism / vegan diet / nutritional requirements / nutrient deficiency / critical nutrients / dietary recommendations / Vitamin B12 / Vitamin D / growth / development / supplementation
Zugriffsbeschränkung
 _
Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Die vorliegende Arbeit befasst sich mit dem Thema der veganen Ernährung des Kindes innerhalb des ersten Lebensjahres.

Hintergrund: Die vegane Ernährung ist ein präsentes Thema der Medien, sowie der Forschung. Es ist ein zunehmender Trend, der nicht nur als Ernährungsform, sondern auch als Lebenseinstellung bezeichnet wird. Da die Entscheidung zu veganer Ernährung meist ethisch begründet ist, ist anzunehmen, dass jene Menschen ihre Kinder aus denselben Gründen ebenfalls vegan ernähren. Ernährungsgesellschaften vertreten gegenüber der Empfehlung dieser Ernährungsform oppositionelle Standpunkte. Von einigen Gesellschaften wird sie empfohlen, von anderen nicht.

Ziele: Es soll dargelegt werden, welche Gesellschaften vegane Ernährung aus welchen Gründen empfehlen oder ablehnen. In der vorliegenden Arbeit soll weiters herausgearbeitet werden, wie ein Kind innerhalb seines ersten Lebensjahres vegan ernährt werden kann, um eine Deckung des Nährstoffbedarfs sicherzustellen. Ferner soll geklärt werden, welchen Einfluss diese Ernährungsform auf das Wachstum und die Entwicklung des Kindes hat.

Methode: Für die Generierung relevanter Literatur zur Beantwortung der Forschungsfragen wurde eine systematische Literaturrecherche in verschiedenen Datenbanken durchgeführt. Alle in der Arbeit zitierten Publikationen wurden kritisch nach Stahl gelesen und sind in Kapitel 3 (Methode) in einer Übersichtstabelle dargestellt. In demselben Abschnitt wurden die einzelnen Texte miteinander verglichen und zusammengefasst.

Ergebnisse: Ernährungsgesellschaften in beispielsweise den USA und Kanada empfehlen vegane Ernährung für alle Lebensphasen. Unter anderem spricht sich die Deutsche Gesellschaft für Ernährung jedoch dagegen aus. Zentrales Thema von Widersprüchen ist das Risiko der Unterversorgung mit diversen Vitaminen, Mengen- und Spurenelementen und daraus resultierende potenzielle Schädigungen des Kindes. Unabhängig von der späteren Ernährungsform sollte ein Kind innerhalb der ersten sechs Lebensmonate ausschließlich gestillt werden. Kommt dies für die Mutter nicht infrage, kann Formula auf Sojabasis verabreicht werden. Bei der Einführung von Beikost gelten grundsätzlich dieselben Empfehlungen wie bei omnivor ernährten Kindern. Bei veganer Diät sollte jedoch auf eine adäquate Energiezufuhr geachtet werden. Außerdem muss die Versorgung mit kritischen Nährstoffen kontrolliert werden, um etwaige Nährstoffdefizite mit Supplementen oder angereicherten Lebensmitteln ausgleichen zu können.

Fazit: Einige Ernährungsgesellschaften empfehlen die Form der veganen Ernährung für alle Lebensphasen unter der Voraussetzung, dass sie gut geplant ist, die Nährstoffversorgung durch Labortests überprüft und mangelnde Stoffe gegebenenfalls supplementiert werden.

Zusammenfassung (Englisch)

The present thesis deals with the subject of a vegan diet of the child within the first year of life.

Background: The vegan diet is a present media topic as well as timely research field. It is an increasing trend, that is not only a diet, but also a designated way of life. The decision for a vegan diet is mostly ethical. It can be assumed that parents feed their children vegan food for the same reasons. In relation to this kind of diet, nutrition companies have no unitary standpoint in for different points of view. Some companies recommend a vegan diet, because it’s their position, that a well planned vegan diet can meet the nutrient needs of infants. Other companies don’t agree with that.

Objectives: This thesis explains which companies do or do not recommend vegan diets for infant feeding. It will also describe, why they recommend or advise against it. The aim of this paper is to illustrate how to plan an adequate vegan diet for an infant which ensures the coverage of all nutrient requirements. Further on, the impact of the nutrition on the infant’s growth and development will be clarified.

Method: To generate relevant references who help to arrive at answers concerning the central questions, a systematic research in several databases was conducted. All papers used in this thesis were read critically using the method of Stahl. In chapter 3 they are listed in a table, compared with each other and summarized.

Main results: Some nutrition companies, for example in the USA and Canada, declare vegan diets to be appropriate in all stages of life. Other companies like the German nutrition company (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) disapprove vegan diets for infants. A key issue of argumentation is the risk of a lack of nourishment in vitamins, bulk and trace elements, that can lead to a restriction of the infant’s growth and development. The infant should be breastfed for at least the first six months of life regardless of the later diet. If that is impossible or undesired, the infant can be nourished by a soy-based formula. For introducing solid food into the child’s diet, the same recommendations as for omnivorous infants apply. On a vegan diet, attention should be paid to achieve an adequate energy intake. Further on the supply of critical nutrition elements must be monitored to avoid deficiencies. To compensate for such a shortage, supplements or fortified foods may be administered.

Conclusion: There are some nutrition companies who recommend a vegan diet for all people providing that the diet is well planned, the nutrient supply is checked by laboratory test and any deficient vital substances are supplemented.

Statistik
Das PDF-Dokument wurde 0 mal heruntergeladen.