Titelaufnahme

Titel
Schwangerschaft und Schizophrenie - Auswirkungen einer Schwangerschaft auf eine präexistente Schizophrenie
Weitere Titel
Pregnancy and schizophrenia- Effects of pregnancy on a pre-existenting schizophrenia
AutorInnenKleinrath, Verena
GutachterHauss, Sabrina
Erschienen2018
Datum der AbgabeJuli 2018
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Psychische Erkrankungen / Schizophrenie / Schwangerschaft / Psychische Auswirkungen / Körperliche Auswirkungen
Schlagwörter (EN)mental illness / schizophrenia / pregnancy / psychological effects / physical effects
Zugriffsbeschränkung
 _
Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Hintergrund: Die Inzidenz von Frauen mit vorbestehender Schizophrenie, die schwanger werden, liegt bei etwa 0,01%. Der primäre Zeitraum für eine Erstdiagnose von Schizophrenie liegt bei Frauen im gebärfähigen Alter zwischen 25 bis 35 Jahren. Von diesen erkrankten Frauen werden 50-60% schwanger. Die Hälfte dieser entstandenen Schwangerschaften ist ungeplant und ungewollt. Die Krankheit Schizophrenie schließt das sexuelle Verlangen nicht aus, sondern zeichnet sich durch häufig wechselnde Partnerschaften aus. Durch den regen Partnerwechsel und die nachlässige Verwendung von Verhütungsmitteln besteht ein erhöhtes Ansteckungsrisiko von sexuell übertragbaren Erkrankungen. Psychotische Ablehnung der Schwangerschaft führt oft zu einem schlechteren Outcome der Neugeborenen und auch zu wenig oder keiner medizinischen Betreuung in der Schwangerschaft.

Ziel: Das Ziel dieser Arbeit ist es, den Zusammenhang von präexistenter Schizophrenie und Schwangerschaft aufzugreifen und wissenschaftlich fundiert zu untermauern. Das Hauptaugenmerk liegt auf den Folgen einer Schwangerschaft für betroffene Frauen.

Fragestellung: Es werden mögliche Auswirkungen einer Schwangerschaft auf die präexistente Schizophrenie dargestellt. Einen weiteren wichtigen Aspekt dieser Arbeit bildet die Aufschlüsselung der interdisziplinären Zusammenarbeit und welche Berufsgruppen involviert sind.

Methodik: Es wurde eine systematische Literaturrecherche in diversen Online Datenbanken der FH Campus Wien durchgeführt. Bevorzugt wurden Publikationen von 2008 bis 2018 verwendet, um den aktuellen Forschungsstand darzustellen. Zusätzlich wurde ein Experteninterview mit einer Fachärztin für Psychiatrie und Neurologie durchgeführt.

Ergebnisse: Einige Studien beweisen eindeutig, dass eine Schwangerschaft in vielen Fällen den psychischen Zustand bei dieser vorbestehenden psychischen Erkrankung verschlechtert. Die oftmalige Verleugnung der Schwangerschaft führt zu schlechteren Outcomes der Kinder postpartum. Rechtzeitige Psychoerziehung reduziert das Risiko für Schwangerschaftskomplikationen bei Frauen mit Schizophrenie. Der hohe Östrogenspiegel in der Schwangerschaft hat einen psychoprotektiven Effekt, daher ist die schwangere Frau mit bevorstehender Schizophrenie in vielen Fällen psychisch stabil.

Zusammenfassung (Englisch)

Background: The incidence of pregnancy in women with pre-existing schizophrenia stands at 0,01%. The primary timeframe for the first diagnosis of schizophrenia in women capable of bearing children is between the age of 25 to 35 years. Of those diagnosed women 50 to 60 percent get pregnant. Half of those pregnancies are neither planned nor welcomed. The mental disorder schizophrenia does not so much curb sexual desire as it often leads to frequent changes in sexual partners. As a consequence of this phenomenon and the negligent use of contraceptives the risk of contracting sexually transmitted diseases is higher. Psychotic denial of pregnancy often leads to worse outcomes in newborns and not enough or no prenatal care.

Aim: It is the object of this research to highlight the correlation between pregnancy and schizophrenia with the help of scientific facts and primary literature concerning this topic. This paper focuses primarily on the consequences of pregnancy on schizophrenic women.

Problem definition: This bachelor thesis outlines possible ways pregnancy can affect pre-existing schizophrenia. Another important aspect of this paper is a summary of the necessary interdisciplinary collaboration, including which occupational groups are involved.

Method: A methodical literature review was carried out making use of various online databases provided by FH Campus Wien. Publications from 2008 to 2018 were shown preference so as to provide an accurate view on the current state of research. In addition, an interview with a specialist for psychiatry and neurology was conducted.

Conclusion: Many studies provide conclusive proof concerning the fact that in many cases of pregnancy in women with pre-existing schizophrenia mental health will deteriorate. Denial of the pregnancy may lead to worse infant outcome postpartum. Providing psychoeducation in time reduces the risk of complications during pregnancy in women with schizophrenia. The elevated levels of circulating oestrogen have a stabilizing effect on the psychological make-up, as a result a pregnant woman with pre-existing schizophrenia will in most cases be mentally stable.