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Title
Ultraschall in Hebammenhand. Voraussetzungen für Ultraschalluntersuchungen durch Hebammen in Österreich
Additional Titles
Ultrasound in midwife's hand. Requirements for ultrasound scans performed by midwives in Austria
AuthorPfeifenberger, Hemma Roswitha
Thesis advisorHeinzl, Silke
Published2018
Date of SubmissionJuly 2018
LanguageGerman
Document typeBachelor Thesis
Keywords (DE)Österreich / rechtliches Thema / Haftpflichtversicherung / Hebamme / Ausbildung / Ultraschall
Keywords (EN)Austria / Legal issue / Liability insurance / Midwife / Training / Ultrasound
Restriction-Information
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Classification
Abstract (German)

Hintergrund: Geburtshilfliche Ultraschalluntersuchungen werden in Österreich hauptsächlich von ÄrztInnen durchgeführt. In Ländern wie den Niederlanden oder in Skandinavien führen oft Hebammen Ultraschalluntersuchungen durch.

Fragestellung: Ziel dieser Arbeit ist es, die aktuelle Situation in Bezug auf Voraussetzungen für Ultraschall durch Hebammen in Österreich dazustellen und mit anderen Ländern zu vergleichen. Es werden die rechtlichen, ausbildungstechnischen und versicherungstechnischen Voraussetzungen für Ultraschall in der Hebammenarbeit in Österreich beleuchtet.

Methodik: Um die rechtlichen Voraussetzungen für Ultraschalluntersuchungen durch Hebammen zu klären, wurden die relevanten österreichischen Gesetze und Verordnungen gesichtet und mit einschlägigen Gesetzeskommentaren abgeglichen. Die ausbildungstechnischen Voraussetzungen wurden ermittelt, indem systematisch gesuchte Curricula von Hebammenausbildungen und Ultraschall-Weiterbildungen für Hebammen aus Ländern, in denen Hebammen Ultraschalluntersuchungen durchführen, mit der österreichischen Situation verglichen wurden. Die verwendeten Curricula stammen aus Dänemark, Finnland, den Niederlanden, Norwegen und Schweden und wurden mittels einer systematischen Online-Suche gefunden. Um die Frage zu klären, ob Ultraschalluntersuchungen von der Gruppen-Haftpflichtversicherung für Hebammen abgedeckt werden, wurden Dokumente der Versicherung und des Österreichischen Hebammengremiums herangezogen.

Ergebnisse: Ultraschalluntersuchungen währen der Geburt dürfen in Österreich von Hebammen durchgeführt werden, sofern diese dazu ausgebildet sind. Dies ist im Tätigkeitsbereich des Hebammengesetzes festgelegt. Da sich die Haftpflicht-Gruppenversicherung auf das Hebammengesetz beruft, deckt dieses auch Ultraschalluntersuchungen ab. Im Gegensatz zu den Vergleichsländern gibt es in Österreich keine eigene Ultraschallausbildung für Hebammen. Diese Thematik ist bei einem Masterlehrgang integriert.

Schlussfolgerung: In Österreich sind derzeit die rechtlichen, versicherungstechnischen und ausbildungstechnischen Voraussetzungen für Ultraschalluntersuchungen durch Hebamme gegeben. Eine zusätzliche Ultraschallausbildung für Hebammen, würde die theoretischen und praktischen Kenntnisse in einem umfangreicheren Maß vermitteln, als es derzeit der Fall ist.

Abstract (English)

Question of Research: The aim of the thesis is to describe the current situation in Austria for midwives with regard to the requirements for ultrasonography. These requirements will be compared to those of other selected countries. Topics covered are education, law and liability insurance.

Methods: Legal documents such as the Austrian midwives’ law (Österreichisches Hebammengesetz) and its bylaws were analyzed in order to get an overview of the current legal situation for midwives to perform ultrasonography in Austria.

For determining the educational requirements, systematic searches of midwives’ curricula from Denmark, Finland, the Netherlands, Norway and Sweden were conducted online. Search results for the situation in Austria were compared to those of countries in which midwives conduct ultrasonography.

To verify whether the Austrian group liability insurance (Gruppen-Haftpflichtversicherung) also covers ultrasonography for midwives, corresponding insurance documentation as well as documents of the Austrian midwives’ committee (Österreichisches Hebammengremium) were studied and integrated into the thesis.

Results: Ultrasonography during delivery can be applied by midwifes, if they have the required education. This is mentioned in commentaries on Austrian midwives’ law. As the Austrian group liability insurance refers to the Austrian midwives’ law, ultrasonographies by midwives are covered by liability insurance.

In contrast to the other countries mentioned in the thesis, there is no special ultrasonography education at all for midwives in Austria. There is only one master course which contains two lectures about ultrasonography.

would have to be attended in order to acquire the necessary skills for ultrasonography.

Conclusion: Given the legal and educational frame, Austria has implemented the requirements for ultrasonography for midwives.