Bibliographic Metadata

Title
Ohne Kind im Wochenbett
Additional Titles
Without a child in childbed
AuthorRuthner, Anna-Therese
Thesis advisorKutalek-Mitschitczek, Brigitte
Published2018
Date of SubmissionJuly 2018
LanguageGerman
Document typeBachelor Thesis
Keywords (DE)NICU / Neonatologie / Wochenbett / Betreuung / Mutter – Kind Beziehung / postpartale Depression
Keywords (EN)NICU / neonatology / puerperium / care / mother - child relationship / postpartum depression
Restriction-Information
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Classification
Abstract (German)

HINTERGRUND

Im Jahr 2016 wurden 6,5% aller neugeborenen Kinder in Österreich auf eine Neonatologie oder eine Kinderabteilung transferiert. Der Umgang mit Müttern, die direkt postpartum von ihrem Kind getrennt werden, ist von Krankenhaus zu Krankenhaus unterschiedlich. Die Betreuung von Frauen und ihren Kindern im physiologischen Wochenbett sowohl in der Klinik als auch zu Hause gehört zu der Arbeit einer Hebamme. Da es in Wien nur mangelndes Angebot für Mütter von frühgeborenen Kindern gibt, sind Hebammen und Kinderkrankenpfleger/innen die ersten Ansprechpartner, in Bezug auf diverse Probleme und Ängste, die diese Frauen belasten.

ZIEL

Ziel dieser Arbeit war es herauszufinden, wie Frauen, deren Kind auf eine Neonatologie oder Kinderabteilung transferiert wurde, von Hebammen im frühen Wochenbett optimal betreut werden können.

METHODIK

Als Methode wurde eine Literaturrecherche auf diversen Datenbanken verwendet. Die verwendeten Studien wurden mit der kritischen Lesemethode nach Stahl (2008) bewertet. Ausschlusskriterien waren Studien die vor 2000 veröffentlicht wurden und Studien, die von Kleinkindern handelten. Es wurde die Schneeballmethode verwendet, um weiter Studien zu finden. Ergänzend wurden diverse Fachbücher der Geburtshilfe verwendet.

ERGEBNISSE

Die Involution des Uterus verzögert sich bei Frauen, die ein frühgeborenes Kind auf die Welt brachten. Mehrere Studien konnten einen vermehrten Zusammenhang zwischen einer postpartalen Depression oder einer posttraumatischen Belastungsstörung und einer Frühgeburt und/oder Komplikationen beim Kind, belegen. Das frühe Wochenbett nach einer Frühgeburt war mit den unterschiedlichsten Emotionen geprägt. Die Mutter–Kind– Beziehung beschrieben die Frauen als eine der wichtigsten Aspekte. Insbesondere das Stillen wird als wichtige Möglichkeit der Bindung an ihr Kind empfunden, da die Bereitstellung von Muttermilch für ihr Kind ihnen vorbehalten war.

SCHLUSSFOLGERUNG

Nur wenn die Frau die Möglichkeit hat, viel Zeit mit ihrem Kind verbringen und Informationen bezüglich seines Gesundheitszustandes und seiner Pflege einholen zu können, ist sie auch bereit, den Fokus auf sich und ihre Bedürfnisse lenken zu lassen. Daher sollten Hebammen durch Zusammenarbeit mit der Neonatologie in einem ihnen möglichen Rahmen ebendiese Faktoren berücksichtigen und den Frauen dazu verhelfen können. Durch die Betreuung während dieser Zeit voll unterschiedlichster Emotionen kann die Hebamme mit Gesprächen helfen und die Frau in ihrer Findung als Mutter und beim langsamen Aufbau einer gesunden Mutter–Kind–Beziehung unterstützen.

Abstract (English)

OBJECTIVES

In 2016, 6.5% of all newborn children in Austria were transferred to neonatology or a children's ward. Dealing with mothers who are separated from their child directly postpartum varies from hospital to hospital. The care of women and their children in the physiological puerperium both in the clinic and at home is part of the work of a midwife. Since there is only a shortage of maternity services for premature babies in Vienna, midwives and pediatric nurses are the first points of contact regarding various problems and fears that burden these women.

AIM

The aim of this work was to find out how women whose children were transferred to a neonatology or children's department can receive optimal care from midwives in their early puerperium.

METHODS

The method used was a literature search on various databases. The used studies were evaluated with the critical reading method according to Stahl (2008). Exclusion criteria were studies published before 2000 and studies on toddlers. The snowball method was used to continue to study. In addition, various textbooks were used in the field of obstetrics.

RESULTS

The involution of the uterus is delayed in women who gave birth to a premature baby. Several studies have shown an increased association between postpartum depression and post-traumatic stress disorder and premature birth and / or complications in the child. The early puerperium after a premature birth was characterized by a variety of emotions. The mother-child relationship described women as one of the most important aspects. In particular, breastfeeding is perceived as an important means of attachment to her child, as the provision of breast milk to her child was reserved for them.

CONCLUSIONS

Only when the woman has the opportunity to spend a lot of time with her child and to get information about his or her state of health and care can she be willing to focus on herself and her needs. Therefore, by working together with neonatologists, midwives should be able to take these factors into account and help women to do so. Through the care during this time full of different emotions, the midwife can help with conversations and support the woman in her finding as a mother and the slow development of a healthy mother-child relationship.