Bibliographic Metadata

Title
Auswirkungen der kindlichen Schlafgewohnheiten auf die Eltern
Additional Titles
Impact of Children`s Sleep Habits on Parents
AuthorZeitler, Johanna
Thesis advisorKutalek-Mitschitczek, Brigitte
Published2018
Date of SubmissionJuly 2018
LanguageGerman
Document typeBachelor Thesis
Keywords (DE)Kindliche Schlafgewohnheiten / Schlafrhythmus / Plötzlicher Kindstod / Elterliche Paarbeziehung / Schlafmangel / Hebammenbetreuung / SIDS
Keywords (EN)child sleeping habits / sleep pattern / sudden infant death syndrome / parents` relationship / sleep deprivation / midwifery care / SIDS
Restriction-Information
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Classification
Abstract (German)

Hintergrund: Die Etablierung des kindlichen Schlafrhythmus ist ein Prozess, der in den ersten Lebensmonaten stattfindet, und für die Eltern eine große Herausforderung darstellt. Da Mütter und Väter aufgrund der kindlichen Schlafgewohnheiten vermehrt von Erschöpfung, Stress und Problemen in der Paarbeziehung berichten und häufig nach Unterstützung suchen, erweist sich dieses Anliegen als elementarer Bestandteil der Hebammenbetreuung. Die Fragestellung der Arbeit lautet:

Wie kann das subjektive Wohlbefinden der Eltern in Bezug auf die Schlafgewohnheiten ihres Kindes während der ersten sechs Lebensmonate gefördert werden?

Ziel: Ziel ist es, durch neue Erkenntnisse die Betreuung von Eltern im Bereich „kindliche Schlafgewohnheiten“ zu vereinfachen.

Methode: Es wurde eine systematische Literaturrecherche durchgeführt und weiterführend empirisch gearbeitet. Für den Forschungsteil wurde eine Online-Umfrage erstellt, die im März und April 2018 1.632 Mütter und Väter beantworteten. Die statistische Auswertung fand mittels Microsoft Excel statt.

Ergebnisse: Anhand der Online-Umfrage konnten Verhaltensmuster von Müttern und Vätern gesammelt werden. Für insgesamt 57 % waren die ersten Lebensmonate ihrer Kinder aufgrund deren Schlafgewohnheiten eine körperliche Belastung. 44 % empfanden diese Zeit als psychische Belastung. 24 % hatten das Bedürfnis nach professioneller Unterstützung und davon gaben 67 % an, tatsächlich professionelle Hilfe gehabt zu haben. 59 % der TeilnehmerInnen mit Bedürfnis nach Unterstützung besuchten regelmäßig Gruppentreffen Gleichgesinnter und 89 % davon empfanden diese Treffen als hilfreich. Eine Vielzahl der Umfrageergebnisse konnte durch die Literaturrecherche bestätigt werden. Studien zeigen ein erhöhtes Stresslevel bei frischgebackenen Müttern und Vätern bedingt durch die kindlichen Schlafgewohnheiten. Müdigkeit und Erschöpfung führen zu erhöhter Reizbarkeit. Autoren weisen auf die Relevanz der Aufklärung im Vorfeld der Elternschaft beziehungsweise in der frühkindlichen Periode hin. Der Zusammenhang zwischen Beratung und der Risikosenkung des plötzlichen Kindstodes steht in der Literatur zumeist im Vordergrund. Die Vorteile und Nachteile verschiedener Schlafmethoden wie Bed-Sharing und Co-Sleeping und deren Auswirkung auf SIDS dürfen in der Aufklärung der Eltern bezüglich kindlicher Schlafumgebung nicht fehlen.

Conclusio: Um eine individuelle und kompetente Betreuung zu gewährleisten, sind Kenntnisse über physiologische Abläufe, mögliche Veränderungen der Paarbeziehung und aufkommende Probleme in Verbindung mit kindlichen Schlafgewohnheiten notwendig. Eine ausführliche Aufklärung im Vorfeld der Geburt eines Kindes und die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit speziellen Berufsgruppen bei Verdacht auf pathologische Verläufe können eine optimale Beratung ermöglichen.

Abstract (English)

Background: As the development of the child sleep rhythm is a process taking place in the first months of life, parents very often face the challenge of dealing with their children`s sleeping patterns. Because mothers and fathers often report increasing fatigue, stress and problems in their relationship due to the child`s sleeping patterns and look for professional support, this issue seems elementary for midwifery care. Hence the research question is:

How to improve parents` perceived wellbeing affected by their child`s sleep habits in the first six months

Aim: The aim of this thesis is to simplify the support of parents concerning the child sleeping habits.

Method: Systematic literature research was followed by the author`s ensuing empirical work. For the empirical research an online-survey was created, which was answered in March and April 2018 by 1,632 mothers and fathers. Statistical evaluation was effected with Microsoft Excel.

Results: Based on the online-survey current behavioural patterns could be worked out. A total of 57 % experienced the first months of their children’s life as physical strain because of their child`s sleeping habits whereas 44 % perceived this time as psychological stress. 24 % expressed a desire for professional support and 67 % of this group actually had professional help. 59 % joined meetings with like-minded people and most of them (89 %) perceived those meetings as helpful. Literature research showed similar results. Studies revealed an elevated stress level among new mothers and fathers due to the child’s sleep pattern as fatigue leads to increased irritability. Authors point out the importance of educating parents in the run-up to parenthood or in early childhood. The connection between relevant education and the risk reduction of sudden infant death syndrome is paramount for most authors. The advantages and disadvantages of any sleeping methods such as bed-sharing and co-sleeping and their effects on SIDS should be a part of parent’s education regarding the child’s sleep environment.

Conclusion: To ensure individual and competent care, knowledge of physiological processes, possible changes in the parents` relationship and emerging problems relating to child sleeping habits are necessary. Detailed education predating parenthood and interdisciplinary cooperation with professional groups in case of suspected pathological processes can provide optimal guidance.

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