Titelaufnahme

Titel
Optimierung einer manuellen Analysemethode mittels Six Sigma Methodik - Anwendung des DMAIC Ansatzes in der Laborroutine
Weitere Titel
Optimization of a manual assay with the Six Sigma methodology
AutorInnenHolzer, Cornelia
Begutachter / BegutachterinBerger, Gerald
Erschienen2017
Datum der AbgabeOktober 2017
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)DMAIC / Six Sigma / manueller Gerinnungs-Assay / Variation / FEIBA®
Schlagwörter (EN)DMAIC / Six Sigma / manual clotting assay / variation / FEIBA®
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Im Unternehmen Shire wird der Freigabeparameter „FEIB-Aktivität“ für das Produkt FEIBA® (Factor Eight Inhibitor Bypassing Activity) in der Abteilung Gerinnung bestimmt. Bei diesem Gerinnungs-Assay werden fast alle Schritte manuell durchgeführt werden. Die Variation in den Ergebnissen des FEIBA® Assays zeigt Potential zur Verbesserung auf.

Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, die manuelle Analysemethode weiterzuentwickeln und weiter zu standardisieren, um Ergebnisse zu erzielen, welche weniger streuen. Als zentraler Qualitätsmanagementansatz für die vorliegende Arbeit wird das DMAIC Prinzip aus der Six Sigma Methodik gewählt.

In der DEFINE Phase wird das Ziel der Arbeit in einem Projekt Charter festgehalten und der Prozessfluss mit einem SIPOC Diagramm konkret abgebildet.

In der MEASURE Phase wird der Einflüsse der Handling Schritte mittels eines DDFP Workshops identifiziert und minimiert. Anschließend wird eine MSA durchgeführt. Die Ergebnisse zeigen deutlich, dass die Operatoren keinen signifikanten Einfluss auf das Testergebnis haben und somit die Standardisierung erfolgreich war. Die Analysemethode kann drei Unterscheidungen in den Aktivitäten der Chargen treffen. Ein Gesamtanteil an 15% Testsystemvariation zeigt die Güte des Testsystems.

Der Fokus für die ANALYZE Phase liegt auf den Analysegeräten. Beim Vergleich des Overall Unterschieds der Analysegeräte zeigt sich kein signifikanter Einfluss der Geräte.

In der IMPROVE Phase werden die zeitlichen Parametern während der Testdurchführung und ein weiterer Handling Faktor in einem mittels „Design of Experiment“ geplantem Versuch abgehandelt. Aus dem Modell des DoEs sind die signifikanten Einflussgrößen, Rekonstitutionszeit und die Kontaktzeit zwischen Plasma und FEIBA® als Haupteffekte, zu erkennen. Die Wechselwirkung zwischen Inkubationszeit und Kontaktzeit beeinflusst das Ergebnis ebenfalls. Mittels „Response Optimizer“ werden die optimalen Einstellungen berechnet.

Die gefundenen Einstellungen des DoE Experiments sollten noch einmal mit Bestätigungsexperimenten im Labor der Gerinnung verifiziert werden. Die CONTROL Phase kann erst nach Einführung diverser Optimierungen im Labor durchgeführt werden.

Alle vorgeschlagenen Optimierungen um die Variation der Methode, also den VKzET, zu verringern und den Einfluss der signifikanten Faktoren zu reduzieren, liegen innerhalb des eingereichten Bereichs und könnten somit ohne regulatorische Tätigkeiten umgesetzt werden.

Zusammenfassung (Englisch)

In the company Shire, the product FEIBA® (Factor Eight Inhibitor Bypassing Activity) is tested in the quality control coagulation department. The release test method, used for the measurement of the activity of the batches, is a manual clotting assay. Due to the variation of the test results, a potential for optimization can be examined.

This master thesis focuses on the manual FEIBA® assay. The aim of this work is to further develop and standardize the FEIBA® assay in order to achieve results that are less scattered and release the product with more precise "FEIB activity values”. The quality management approach for the current thesis is the Six Sigma methodology with a focus on the DMAIC structure.

During the DEFINE phase a project charter and a SIPOC diagram are created to define the scope and to map the process. In the MEASURE phase the influence of several handling steps is identified and minimized through a DDFP workshop. The success of the standardization is confirmed by a measurement system analysis. There is no statistical significant operator impact on the results. The method is able to detect three different categories of batch activities and only 15 % of the total variation arises from the assay.

A far as the ANALYZE phase is concerned, the equipment is the focus of the investigations. The statistical analysis for the overall difference shows no significance between the two coagulometers. The IMPROVE phase concentrates on time depending factors and a handling factor which can influence the sequence of testing. The tool for the creation of the experimental setup is “Design of Experiments”. The calculated model shows the significant contributing factors, namely the reconstitution time, the contact time of plasma and FEIBA® and an interaction between the incubation time and the contact time. The optimal settings are calculated by the “Response Optimizer”.

Confirmation experiments in the coagulation laboratories are highly recommended in order to verify the current results. After various changes in the actual test method are done the CONTROL phase can be conducted. All of the proposed optimizations to reduce variation in the assay are within the licensed space and can be implemented without any regulatory preparations.