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Title
Traditioneller japanischer Holzbau : Analyse der Eigenschaften, der Entwicklung und der zukünftigen Potentiale von traditionellen japanischen Holzver
Additional Titles
Traditional Japanese Timber structures Analysis of development, features and future potential of traditional Japanese wood joints
AuthorNagy (vorm. Nadj), Melania
Thesis advisorKlemenjak, Rainer
Published2017
Date of SubmissionNovember 2017
LanguageGerman
Document typeBachelor Thesis
Keywords (DE)Holzbauweisen / Holzkonstruktionen / Holzverbindungen / Japanischer Holzbau / Zimmermannsmäßige Verbindungen
Keywords (EN)Japanese wood constructions / Traditional joinery / Wood constructions / Wood joints / Wood structures
Restriction-Information
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Classification
Abstract (German)

Traditioneller japanischer Holzbau, Analyse der Eigenschaften, der Entwicklung und der zukünftigen Potentiale von traditionellen japanischen Holzverbindungen.

Die vorliegende Bachelorarbeit befasst sich mit der Fragestellung, ob sich die traditionellen japanischen Verbindungen als Teil des konventionellen Holzbaus der Gegenwart und Zukunft auch im westlichen Raum etablieren können.

Um dies zu beantworten, wurde die chronologische Entwicklung des Holzbaus in Japan näher untersucht. Die Entwicklung der Verbindungen wurde stark von der Entwicklung der Holzkonstruktionen geprägt. Bei den zunächst einfachen Konstruktionen der Urzeit wurden Verbindungen mit Seil und Riemen geschaffen. Durch die permanente Weiterentwicklung der Behausungen haben sich Holzverbindungen ohne diesen Verbindungsmitteln durchgesetzt.

Die Verbindungen haben sich immer weiter den Konstruktionen angepasst, um den Anforderungen des Standorts Japan gerecht zu werden. Denn die Konstruktionen sollen sowohl den häufigen, starken Erderschütterungen als auch den periodisch auftretenden Taifunen standhalten. Gesteckte Verbindungen haben sich dabei als optimal herausgestellt.

Die besondere Eignung der Verbindungen zeigt sich an den Pagoden, buddhistische Bauwerken, die für den japanischen Raum sehr hoch gebaut waren. Trotz der Erdbebeneinwirkung konnten die Bauten bis in die heutige Zeit auch aufgrund der eingesetzten Verbindungen standhalten.

Heutzutage werden diese Verbindungen für Reparaturen von traditionellen Holzbauten eingesetzt. Sie ermöglichen eine schadensarme Reparatur und sind kostengünstiger als eine Totaldemontage. Dies ist auch der entscheidende Faktor, weshalb viele der japanischen Konstruktionen über Jahrhunderte hinweg bis in die Gegenwart erhalten geblieben sind.

Dennoch haben es diese ästhetischen Verbindungen nie ins europäische Bauwesen geschafft. Die unterschiedlichen Anforderungen der Standorte, bezüglich der Widerstandsfähigkeit der Bauwerke gegen Erdbebeneinwirkungen, machen es nicht notwendig, dass diese Verbindungen eingesetzt werden. Sie stellen dabei bloß eine mögliche dar. Im europäischen Raum werden die Verbindungen ihren Einsatz bei Neubauprojekten nur dann finden, wenn der ästhetische Anspruch gegeben ist. Ansonsten ist die Herstellung und der Transport der Verbindungen mit solch hohen Kosten verbunden, sodass konventionelle Verbindungen im Holzbau wesentlich wirtschaftlicher sind.

Abstract (English)

Traditional Japanese Timber structures

Analysis of development, features and future potential of traditional Japanese wood joints.

The following bachelor thesis deals with the question whether traditional Japanese joints can be established as a part of the present and future conventional timber constructions in the western countries.

In order to answer this question, the chronological development of timber construction in Japan was examined in detail. The development of the joints was strongly influenced by the development of the wooden structures. For the initially simple constructions of the prehistoric time ropes and belts were used to create a joint. Due to the permanent further development of the dwellings, wood joints without any fastenings established.

The connections have always been adapted to the requirements of the Japanese site. This is because the constructions should withstand the frequent earthquakes with a high magnitude as well as the periodically occurring typhoons. Though connections which stuck into each other have proven to be optimal.

The special suitability of the connections for the constructions can be seen at the pagodas, Buddhistic structures, which were very high for Japan but could withstand the effects of various earthquakes up to the present time, due to the joints that were used.

Today the main utilization of those joints is for repair of the components of a traditional construction. Those joints enable low-damage repairs and are more cost-efficient than demolishing and rebuilding the whole structure. This is the essential point why many of the traditional Japanese constructions have been preserved for centuries to the present.

But these aesthetic joints have never made it into European architecture. The different requirements of the sites regarding the resistance of structures against the effects of earthquakes do not make these connections necessaryvariante. They are merely a possible alternative. In the European area, these joints will only be used in new building projects if the aesthetic requirements make it necessary, otherwise the production and the transportation of the joints and the proper components require such high costs that conventional versions are far more economical.