Titelaufnahme

Titel
Praxis der Kanalsanierung und -erneuerung von Abwasserkanälen – insbesondere mit dem Schlauchlining- und dem Berstverfahren
Weitere Titel
Practice of sewer rehabilitation and renewal of sewers – especially with the pipe lining and the bursting process
AutorInnenUnger, Stefan
GutachterNowak, Otto
Erschienen2017
Datum der AbgabeNovember 2017
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Berstverfahren / Grabenlose Bauweise / Kanalerneuerung / Kanalsanierung / Schlauchlining
Schlagwörter (EN)pipe bursting / trenchless contruction / sewer renewal / sewer renovation / hose lining/pipe lining
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Sanierung, Renovierung und Erneuerung von Druck- als auch drucklosen Leitungen zum Transport von Gas und Trinkwasser, der Ersichtlichmachung der Effizienz der verschiedenen Verfahren gegenüber dem offenen Verfahren, sowie zur Beseitigung von Abwasser. Dieses Thema wird in den nächsten Jahren eine große Herausforderung für alle Netzbetreiber werden, die durch Anwenden der fortschreitenden Technologie viel Geld einsparen können. Je schlechter die Finanzlage des Bundeslandes oder der Gemeinde, desto wichtiger ist es, gerade bei der Versorgung der Bevölkerung und der Wirtschaft mit Trinkwasser oder Gas gut durchdachte Systeme zur Kanalsanierung bzw. Kanalerneuerung durch grabenlose Verfahren eine Menge Geld zu sparen. Schadhafte Leitungen können nicht nur eine Gefahr für die Bevölkerung, sondern auch für die Wasserressourcen werden. Obwohl die grabenlosen Verfahren viele Vorteile mit sich bringen, entscheiden sich im Vergleich zu den Auftragszahlen in diesem Bereich noch zu wenige Auftraggeber, das Kanalnetz mittels grabenlosen Verfahren zu renovieren bzw. zu erneuern und greifen daher auf die altbekannte Methode zurück, der offenen Bauweise. Das Schlauchliningverfahren sowie das Berstverfahren sind grabenlose Verfahren zur Sanierung und Erneuerung von Kanälen. Beide Verfahren sparen Zeit, Geld und viele organisatorische und emissionsbezogene unumgängliche Risiken wie z.B. Staugefahr, Abnützung der Autos, vermehrter CO2-Ausstoß, Lärm, Erschütterungen, Staubentwicklung und beim System mit offenem Graben entstehende finanzielle Einbußen von Geschäften. Weiters wird auch die Natur bzw. Umwelt geschont, da es bei den grabenlosen Verfahren zu fast keinem Bodenaushub kommt und somit Bäume und Sträucher nicht beschädigt werden. Beim Schlauchliningverfahren wird ein in Harz getränkter Schlauch in das Altrohr mit Wasser- oder Luftdruck an die Altrohrwand gedrückt und undichte oder zerstörte Bereiche des Altrohres wasserdicht abgeschlossen und dadurch saniert. Beim Berstverfahren wird das Altrohr zerstört, in das umliegende Erdreich verdrängt und zeitgleich ein neues Rohr in die gleiche Trasse gelegt und erneuert. Die grabenlosen Verfahren sind ein sehr wichtiger Bestandteil zur Erhaltung des Kanalnetzes und sollten aufgrund ihrer vielen Vorteile gegenüber dem Verfahren mit offenem Graben viel öfter zum Einsatz kommen, als dies bisher geschah, da die Technik dieser Verfahren sehr fortgeschritten ist und ohne viel Aufwand mit ein paar Ausnahmen fast überall eingesetzt werden können. Die Verfahren werden auf die Kanal- sowie Untergrundgegebenheiten angepasst und ohne, dass man an der Oberfläche etwas merkt, wird der Kanal ein paar Meter unter der Oberfläche saniert oder erneuert.

Zusammenfassung (Englisch)

This work deals with the refurbishment, renovation and renewal of pressure and pressureless pipelines for the transport of gas and drinking water, the determination of the efficiency of the various processes against the open process and the disposal of wastewater. This issue will be a major challenge for all network operators in the coming years, which can save money by applying the advanced technology. The poorer the financial situation of the state or the municipality, the more important it is to save a lot of money, particularly in the supply of the population and the economy with drinking water or gas well thought-out systems for the canalization or renovation by digging procedures. An important quality parameter of supply networks is the loss of the medium to be transported and at the same time the term for the structural condition of the pipeline. Damaged pipelines can be a threat to the population as well as to the water resources. Although the trenchless processes have many advantages, there are still too few contractors to renovate or renew the sewage network by means of trenchless processes, compared to the order numbers in this area, and therefore resort to the well-known method of open construction. The hose lining process and the bursting process are trenchless processes for the renovation and renewal of canals. Both methods save time, money and many organizational and emission-related inevitable risks, such as driving, car exploitation, increased CO2 emissions, noise, vibrations, dust development and the system with an open trench. In addition, the nature or the environment is also spared, since the excavation process results in almost no soil excavation and thus trees and shrubs are not damaged. In the hose lining process, a resin-impregnated hose is pressed into the old pipe with water or air pressure to the old pipe wall and leaky or destroyed areas of the old pipe are watertightly sealed and thereby rehabilitated. In the bursting process, the old pipe is destroyed, displaced into the surrounding soil, and at the same time a new pipe is laid in the same route and renewed. The trenchless procedures are a very important part of the sewer network and should be used much more often than the open trench process, as the technique of these processes is very advanced and without much effort with a few exceptions can be used almost everywhere. The methods can be adapted to the channel as well as background conditions and without the fact that one remembers the surface, the channel is rehabilitated or renewed a few meters below the surface.